17.07.2017 03:30 |

Schoko-Geschmack liegt vorn: Eisschlecker sind Traditionalisten

Frankfurt Ein Sommer ohne Eis – unvorstellbar. Im Durchschnitt 7,9 Kilo Eis aß jeder Deutsche im vergangenen Jahr. Die Frankfurter halten sich da nicht zurück, obwohl Eis hier so teuer wie sonst kaum irgendwo ist.

Mango ist groß im Kommen: Francesca schleckt genüsslich Eis bei „Milano“ in Sachsenhausen.
Mango ist groß im Kommen: Francesca schleckt genüsslich Eis bei „Milano“ in Sachsenhausen. Bild: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)

Wo eine Zahl, da gibt es in der Regel auch eine Statistik. Sogar den Preis für die Kugel Eis hat ein Internetportal (sparwelt.de) kürzlich erhoben und Durchschnittswerte für die Republik errechnet. Demnach kostet in Frankfurt eine Kugel 1,43 Euro, womit die Metropole in Deutschland einmal wieder unter den teuersten Städten liegt. Getoppt wird sie demnach nur noch von den Preisen in München und Stuttgart. Doch Eis-Liebhaber am Main müssen sich nicht sorgen, auch in Frankfurt können sie sich diese Leckerei leisten. Unsere Recherchen zeigten: Innerhalb der Stadt schwanken die Preise stark, die Preisdifferenz für den Straßenverkauf kann bis zu 1,30 Euro betragen.

Günstig ist es auf der Zeil

Die günstigen Adresse liegen nicht nur am Stadtrand. In der Eisdiele „Papillon“ im Einkaufscenter MyZeil zum Beispiel bekommt man eine Kugel schon für einen Euro. Ein paar hundert Meter weiter, bei „Das Eis“ an der Kleinmarkthalle, kostet der kleinste Portionsbecher (etwa eineinhalb Kugeln schwer) 2,30 Euro. Dafür ist alles bio. Da, wo die Touristen sind, auf dem Römerberg, gibt’s das Bällchen für 1,20 Euro, in der Schweizer Straße (Sachsenhausen) gibt’s den Genuss im Eiscafe „Milano“ für 1,30 Euro. Bei den Bio-Eisverkäufern „Rosa Canina“ (Nordend) und „BizzyIce“ sind 1,50 Euro, beziehungsweise 1,60 Euro fällig.

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Die Zutaten, aber auch die Größe bestimmen den Preis. So kostet die normale Kugel bei den beiden angesagten Eis-Cafés im Nordend, „Christina“ und „Olimpio“, 1,30 Euro. Und wenn’s mal ein bisschen mehr sein darf, zahlt man bei „Christina“ für die große Kugel 1,80 Euro, „Olimpio“ bietet eine für 1,90 Euro. Wer noch mehr vertilgen möchte, kommt noch günstiger weg: „Wenn wir mehrere Kugeln an eine Person verkaufen, benötigen wir auch weniger Verpackungsmaterial. Deswegen wird der Preis pro Kugel günstiger, je mehr Eis man kauft“ sagt Federico De Pellegrin, Geschäftsführer des Eiscafés „Milano“.

Dort wird das Eis in der Küche hinter dem Laden täglich frisch hergestellt. Das ist eine Kunst für sich, betont De Pellegrin und verrät ein bisschen von der aufwendigen Prozedur. Für Milcheis die Zutaten erst einmal aufkochen, dann abkühlen und eine Nacht ruhen lassen, damit die Aromen gut durchziehen. Dann die Mischung in die Eismaschine geben, wo sie gerührt und gekühlt wird. Das sorgt für eine leckere, cremige Konsistenz. Nach einer weiteren Nacht bei minus 13 Grad ist die eisige Süßigkeit am nächsten Morgen bereit für den Verkauf. „Die Kunst ist es, das Eis so kurz wie möglich in der Auslage zu haben“ sagt De Pellegrin. Je frischer das Produkt, desto besser der Geschmack.

Die Qual der Wahl in der Eisdiele „Fontanella“. Foto: Michael Faust
Die Qual der Wahl in der Eisdiele „Fontanella“.

Mit jedem Sommer kommen neue Sorten in die Vitrinen. Doch auch wenn neu kreierte Sorten wie das Grüne-Soße-Eis aus dem Eiscafé „Christina“ oder Ananas-Koriander bei „BizzyIce“ neugierig machen, bleiben die Verkaufsschlager doch die allseits bekannten Sorten. „Schokolade verkaufen wir immer noch am meisten“ versichert der Verkäufer von „Rosa Canina“. Auch bei Eisbechern nehmen die Kunden am liebsten das, was sie kennen. „Wir verkaufen über 80 Prozent Spaghetti-Eis“, so De Pellegrin. Mango-Eis sei aber auf dem Vormarsch, zu einer der beliebtesten Sorten zu werden.

Exotische Sorten im Trend

Ausgefallene Sorten sind für manche Anbieter ein Markenzeichen. „Wir haben viele Stammkunden, die nur wegen unserer exotischen Eissorten zu uns kommen“ erzählt eine Verkäuferin bei „BizzyIce“. Die Kunden wünschen sich aber mehr als einen exotischen oder vertrauten Geschmack. Auch Allergiker und Veganer wollen auf den kühlen Genuss nicht verzichten. Die meisten Eisdielen haben deshalb auch Sorten ohne Laktose oder Gluten im Programm und Sorbets sind grundsätzlich vegan. Na dann, guten Appetit! Egal, ob Sie nun Schokolade oder Karotte-Agave-Ingwer in der Eiswaffel haben...

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