13.11.2017 17:04 |

Polizei und Passanten gefährdet: Gefährliche Verfolgungsjagd in Frankfurt: Autoraser sitzt in Haft

Frankfurt Nach der gefährlichen Verfolgungsjagd mit einem gestohlenem Auto in Frankfurt sitzt der Raser nun in Untersuchungshaft. Die Mordkommission der Kriminalpolizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Symbol
Symbolbild Verhaftung. Bild: Christian Christes

Der Haftrichter hat einen  44-jährigen Autofahrer hinter Gitter geschickt. Der Mann hatte am Samstag Nachmittag unter Drogeneinfluss in einem gestohlenen Wagen  auf seiner Flucht vor der Polizei mehrere Fußgänger und einen Beamten in Frankfurt in Gefahr gebracht.

Ein Sprecher der Polizei bestätigte gestern, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Es handelte sich bei dem Täter um einen Politoxikomanen, also einen vielfach Abhängigen, zu deutsch Junkie. Er war in einem gestohlenen weißen Opel Astra-Kombi durch die Innenstadt gerast und hatte mehrere Unfälle verursacht. Über die genaue Zahl konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. „Das wird alles noch zusammengetragen“, sagte ein Polizeisprecher. Der Schaden betrage jedenfalls mehrere tausend Euro. Am Samstagabend hatte eine Streife das Fahrzeug entdeckt. Bei der Kontrolle drückte der 44-jährige Fahrer aufs Gas und fuhr gezielt auf einen Beamten los, der sich geistesgegenwärtig mit einem Sprung zur Seite retten konnte.
 

Bei der anschließenden Verfolgung raste der Fahrer laut Polizei „ohne Rücksicht auf Verluste“ in Richtung Innenstadt und kümmerte sich weder um rote Ampeln noch um Einbahnstraßen. Dabei konnte sich ein Fußgänger, der eine Straße überqueren wollte, ebenfalls nur knapp retten. Wenig später fuhr der 44-Jährige auf einen Gehweg und zwang dort mindestens fünf Passanten zur Flucht. „Nur mit viel Glück wurde niemand verletzt“, berichtete die Polizei. Schließlich konnte der Wagen doch noch gestoppt werden. Der Fahrer und seine Beifahrerin flüchteten zu Fuß, wurden aber wenig später gefasst und festgenommen. Die ebenfalls polizeibekannte Frau wurde wieder frei gelassen.

Die Mordkommission der Kriminalpolizei betreibt weiter die Ermittlungen. Sie geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Warum der mit rund 280 Fällen polizeibekannte Frankfurter sich auf freiem Fuß befand und weitere Straftaten begehen konnte, konnte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag nicht sagen.

(tre)

Kommentare



zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Ein neues Posting hinzufügen


Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wie viele Monate hat ein Jahr?: 

Weitere Artikel aus Frankfurt

Ein defektes Teil soll verantwortlich sein für das Brummen des „Spargels“ (Fernmeldeturms). Die vom Lärm betroffene Bürgerin Doris Soric, Techniker Dominik Oeltzer und Ortsvorsteher Kaufmann (von links) beraten an einem Modell des Turms, was gegen das Geräusch unternommen werden kann.
Bockenheim
|
Schallpegelmessung

Warum der Ginnheimer Spargel brummt

Dass Pepper als Dozent auftritt, ist eine Ausnahme. Er ist einer von acht Robotern, an denen die UAS forscht. Immer geht es um die Frage, ob diese Maschinen sinnvoll in der Pflege eingesetzt werden könnten.
Frankfurt
|
University of Applied Sciences

Roboter hält zum ersten Mal Vorlesung in Frankfurt

Weitere Artikel aus Frankfurt

Rubrikenübersicht