13.09.2017 03:30 | Günter Murr

Grüne blockieren Verhandlungen mit Nutzern: Kein Mietvertrag für besetztes Haus in Rödelheim

Frankfurt Beim am längsten besetzten Haus Deutschlands ändert sich auch in nächster Zeit nichts. Die Grünen lehnen es ab, mit den Nutzern der Villa in der Straße „In der Au“ in Rödelheim einen Mietvertrag abzuschließen. Nach Ansicht der CDU blockieren sie damit auch Wohnungsbau auf dem 15 000 Quadratmeter großen Grundstück.

Rekord: Das Haus In der Au ist seit 34 Jahren besetzt.
Rekord: Das Haus In der Au ist seit 34 Jahren besetzt. Bild: Heike Lyding

Schon wieder Knatsch in der schwarz-rot-grünen Koalition im Römer: Nachdem die CDU in der vergangenen Woche Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) attackiert hatte, ist sie jetzt sauer auf die Grünen. Die nämlich hatten den Koalitionspartner wissen lassen, dass sie einen von der CDU entworfenen Antrag zum seit 34 Jahren besetzten Haus in der Straße „In der Au“ in Rödelheim nicht mittragen wollen.

Christoph Schmitt, sicherheitspolitischer Sprecher der Römer-CDU, hatte vor einigen Wochen die Initiative ergriffen, den rechtlosen Zustand zu beenden. Am liebsten würde er das Areal räumen lassen – doch aus Rücksicht auf die Koalitionspartner strebte er in seinem Antragsentwurf einen Kompromiss an. Mit den Besetzern sollte über einen Mietvertrag verhandelt werden, wobei Schmitt mit einer symbolischen Miete einverstanden wäre. Die SPD wollte vor der Aufnahme von Verhandlungen noch einige Fragen beantwortet haben, war aber grundsätzlich einverstanden. Nur die Grünen sehen keinen Anlass für einen Antrag. „Ich weiß nicht, warum man gerade jetzt etwas unternehmen sollte“, sagte Fraktionschef Manuel Stock. „Es handelt sich um einen Teil Frankfurts.“ Er halte es auch für falsch, im Zusammenhang mit der „aufgeheizten Debatte“ über autonome Zentren in Frankfurt über die „Au“ zu sprechen. Abgesehen davon könne die Verwaltung auch ohne einen politischen Auftrag des Stadtparlaments mit den Besetzern über einen Mietvertrag sprechen.

„Ich finde dieses Verhalten befremdlich“, sagte Schmitt. „Es ist auch gegenüber der Stadtverwaltung unfair, wenn man sich hier wegduckt“. Das Liegenschaftsamt agiere in einer „Grauzone“, wenn es die Besetzung weiter dulde. Man könne auch von Amtspflichtverletzung sprechen. Es gehe außerdem nicht nur um die besetzte Villa, sondern auch um ein insgesamt 15 000 Quadratmeter großes Grundstück, das gut für Wohnungsbau geeignet wäre.

Der FDP-Stadtverordnete Uwe Schulz sieht die Vorgänge als Beleg für die Hilflosigkeit der Koalition. „Die Gemeinsamkeiten sind bereits nach eineinhalb Jahren weitgehend aufgebraucht.“

Kommentare

  • Die Steuern zahlenden Bürger sollen verblödet werden,
    geschrieben von ellenwild (298 Beiträge) am 17.09.2017 16:30

    auch mit Hilfe von Vasallen, wie dem ach so höflichen, unverschämten Troll @seckberry. Der sich scheut unter seinem Namen seinen Schwachsinn zu veröffentlichen. Diese Parteienvasallen haben massive Angst um ihre mit den Mandaten verbundenen überreichlichen Pfründe und um die Macht. Sie haben mit der EU und der Flutung mit sogenannten "Flüchtlingen" die ihnen verliehene Macht mißbraucht. Wer das weiterhin will, muß auch die Folgen ertragen. Z.B.:
    https://www.deutscherarbeitgeberverband.de/klartextfabrik/2016_10_03_dav_klartextfabrik_frauen-kinder.html

    https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/westerwald_artikel,-syrischer-geschaeftsmann-reist-mit-vier-ehefrauen-und-23-kindern-ein-_arid,1539821.html oder

    https://www.tz.de/muenchen/region/afghanen-
    vergewaltigen-16-jaehrige-in-hoehenkirchen-siegertsbrunn-8689800.html
    Wer das weiter will, sollte die ehemaligen Volksparteien wählen.
    Ansonsten sollte er sich eine Partei aussuchen, die
    die Interessen der Deutschen vertritt!

  • Vereinfachen, verblöden, verhöhnen, verwirren, verführen etc
    geschrieben von Seckberry (417 Beiträge) am 17.09.2017 14:10

    Das ist der kleinste gemeinsame Nenner der rechts-populistischen Troll-Oberin 'ellenwild'.

    Ihr Ziel ist das "Stimmen fischen", leider nicht "in der Au", denn in "linksgrünversifftem" Terrain ist für "rechtsbraunversiffte", populistische Alternative selbst mit minder-reflektierten Tabubrüchen kein national-völkischer Staat zu machen.

    Diskurse mit einfachen Wahrheiten und holzschnittartigen Weltbildern in einer international-vielfältigen Stadt an die Frau und den Mann zu bringen, ist gewiss eine anstrengende Beschäftigung für trollige Oberschwestern die noch mit Sockenpuppen spielen.

    Das Stilisieren tradierter Heimatverbundenheit generiert wohl reichlich Geborgenheitsgefühle bei der Wählerschaft und à la Kyffhäuser rettet fraglos ein Kaiser am kommenden Sonntag 'ellenwild's Gauland und führt es zu neuester Herrlichkeit.

    Die letzte Schlacht zwischen Gut und Böse ist noch nicht geschlagen, denn Trolle entwickeln Multifacetica Germania und sagen zu Finis Germania ganz einfach tschüss.

  • @ seckberry Sie müssen wohl, um Ihren Trolljob zu behalten,
    geschrieben von ellenwild (298 Beiträge) am 16.09.2017 17:13

    immer das letzte Wort haben. Können Sie gerne haben. Als um seinen Job fürchten müssender Obertroll ist es schon schwer immer auf dem Laufenden zu sein.Leider wird aber kaum jemand Mitleid mit Ihnen haben, denn soviel verdrehtes Zeug ohne jeden politischen Inhalt, aber jede Menge Beleidigungen spricht für sich. Finis @seckberry.

  • Barmherzige Schwestern für Frankfurt "in der Au"
    geschrieben von Seckberry (417 Beiträge) am 16.09.2017 16:45

    Man sollte aufgrund der überaus erfreulichen Entwicklung der Bürger*innen für Frankfurt hin zu einer Art "Pro-Asyl-Orden" erwägen, ob sie nicht in dem am längsten besetzen Haus Deutschlands "In der Au" in Rödelheim ein Plätzchen zugewiesen bekommen könnten.

    Von der rechten Hetzer- zur humanitären Charity-Bürgervereinigung konvertiert, könnte sie als bundesweites Beispiel für eine gelungene Bekehrung einige Symbolkraft entwickeln und Frankfurts Renomee als Asylantenhochburg kräftig aufpolieren.

    Ich sehe schon das BFF-"Charity-Ereignis", die Benefiz- und Spendengala, vor mir, die die "Linksgrünversifften" zusammen mit der Muttter Theresa der Asylanten "In der Au" zum Jahrhundertereignis der Rhein-Main-Metropole entwickeln und im Guinness-Buch der Rekorde die schnellste Bekehrung einer Asylantenhasser- zu einer Asylantenverehrer-Bürgervereinigung verewigt wird.

    Man könnte neidisch werden, würde man den BFFler*innen ihren Sinneswandel nicht von Herzen gönnen und sie beglückwünschen.

  • Merkels Sprachrohr und Volksstimme für Frankfurt
    geschrieben von Seckberry (417 Beiträge) am 16.09.2017 16:07

    Die Bürger*innen für Frankfurt kämpfen demnach neuerdings als CDU-Mitglieder oder CDU-Sympathisanten für "Merkels herbeigelockte Flüchtlingshorden".

    Sie setzen ihre ganze Kraft dafür ein, dass die Migranten, Geflüchteten und Asylbewerber nicht wie rechtlose Sklaven behandelt werden und sorgen dafür, dass Deutschlands Wertschöpfung dementsprechend ungünstig ausfällt, denn die barmherzigen, national-völkischen Bürger*innen für vFrankfurt "können und wollen genauso gut rechnen wie die Linksgrünversifften".

    Die Bürger*innen für Frankfurt erkämpfen von nun an, dass alle hiesigen Arbeits- und Armutsmigranten die bürgerlichen Rechte und die Staatsbürgerschaft der BRD erhalten und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, dürfen sie dennoch hier bleiben, denn bei uns wird keine Scharia, sondern Rechtsstaatlichkeit eingepflegt.

    Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass mich die Bürger*innen für Frankfurt mit Ihrem uneingeschränkten Willkommen heißen von Flüchtlingen in Deutschland überraschen.



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