Phänomen

Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts: Hier könnt ihr sie am besten sehen!

Von Rebecca Röhrich
Die partielle Mondfinsternis am 7. August in Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst
Frank Rumpenhorst (dpa)/FNP

Diesen Freitag erwartet uns ein ganz besonderes Himmelsereignis. Für eine Stunde und 43 Minuten wird der Mond vollständig vom Erdschatten verschluckt sein. Kathrin Göbel ist promovierte Astrophysikerin und beschäftigt sich eigentlich mit Sternen. Uns hat sie erklärt, was diese Mondfinsternis besonders macht und wo wir in der Region das spektakuläre Ereignis am besten anschauen können.

Wo können wir die Mondfinsternis am besten beobachten?

Zum Gucken ist ein freier Blick in Richtung Südosten ideal. Da der Mond recht flach am Horizont entlang läuft. Also wer in Richtung Osten fährt, hat gute Karten. Der Glauberg in der Wetterau eignet sich gut, auch die Rhön mit ihrem Sternenpark. Der Feldberg ist vermutlich noch zu hell. Der Taunus ist zu dicht besiedelt und Frankfurt noch zu nah.

Wann geht es genau los?

Um 19:30 Uhr unserer Zeit tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein, um 23:13 Uhr wird er komplett in den dunklen Kernschatten der Erde eingetaucht sein, und um 00:19 Uhr tritt er dann wieder aus.

Warum dauert die Mondfinsternis so viel länger als üblich?

Tatsächlich liegt das an einer besonderen Konstellation von Sonne, Erde und Mond. Denn die Bahn des Mondes läuft fast zentral durch den Kernschatten der Erde. Das ist nicht immer so: Die elliptische Bahn des Mondes um die Erde ist im Vergleich zur Bahn der Erde um die Sonne leicht gekippt. Manchmal läuft der Mond durch den Schatten der Erde, meistens aber darunter oder darüber vorbei. 

Und warum leuchtet der Mond in einem rötlichen Licht?

Dadurch, dass die Sonne direkt vor der Erde steht, wird das Licht von der Erde geblockt und das Sonnenlicht trifft nur auf die Atmosphäre. Dort wird es gestreut und nur der Rotanteil des Lichtes schafft es, den Mond zu erreichen. 

 Werden Sie sich die Mondfinsternis anschauen?

Auf jeden Fall! Ich fahre, gemeinsam mit dem Physikalischen Verein, zum Keltenmuseum auf den Glauberg. Dort gibt's so etwas wie eine Mondfinsternis-Party. Der Verein bringt Teleskope mit. Aber man kann auch einfach ein ganz normales Fernglas nehmen. 

Rebecca Röhrich