12.09.2017 18:35 | Christian Scheh

Nach nächtlichen Übergriffen in Frankfurt: Polizei hält Präsenz rings um die Konstablerwache für ausreichend

Frankfurt Die grüne Sicherheitspolitikerin Jessica Purkhardt ist in der östlichen Innenstadt allein in diesem Jahr drei Mal bedrängt worden. Sie plädiert für eine verstärkte Polizeipräsenz in Wochenendnächten. Die Polizei sieht dafür keine Notwendigkeit.

Frankfurt 21.8.2017, die Zufahrt zur Zeil im Bereich der Konstablerwache ist offe. PKW oder kleinere LKW können auf die Zeil fahren und potenziell Attentate verüben.
Frankfurt, Konstablerwache. 21. August 2017. Bild: Michael Faust

Nach Bekanntwerden dreier nächtlicher Übergriffe auf die grüne Sicherheitspolitikerin Jessica Purkhardt in der östlichen Innenstadt sieht die Frankfurter Polizei keine Notwendigkeit einer erhöhten Polizeipräsenz in Wochenendnächten. Purkhardt hatte einen entsprechenden Vorschlag gemacht und auf die Zusatzkräfte im Sachsenhäuser Kneipenviertel verwiesen.

Polizeisprecherin Chantal Emch sagte dazu, dass die Polizei von Januar bis August 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum „keine signifikante Steigerung der Zahlen“ bei Trickdiebstählen und sexuellen Übergriffen festgestellt habe. Beim Trickdiebstahl sei sogar „ein Rückgang um mehr als 50 Prozent“ zu verzeichnen gewesen.

Emch betonte, dass Polizisten „insbesondere am Wochenende“ die Innenstadt und somit auch die Konstablerwache bestreifen. Im Ausbau der Kameraüberwachung sehe die Polizei „eine sehr gute Ergänzung“ zur Präsenz ihrer Beamten, hob die Behördensprecherin hervor.

Wie berichtet, war Jessica Purkhardt in der Nacht zum Samstag in der Rosenbergerstraße von einem „Antänzer“ bedrängt worden. Der Trickdieb war offenbar auf Wertsachen aus, die Sicherheitspolitikerin konnte ihn vertreiben. Purkhardt berichtete auf ihrer Facebook-Seite, dass sie allein in diesem Jahr drei Mal zum Opfer von Angriffen geworden sei.

Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) sagte auf Nachfrage, dass er dies „außerordentlich“ bedauere. „Jeder Fall dieser Art ist einer zu viel.“ Im Hinblick auf Straftaten wie die von Purkhardt geschilderten sei es „wichtig, dass man unsere Polizei in jeder Hinsicht unterstützt“. Dazu gehört auch für Frank eine verstärkte Videoüberwachung prominenter Plätze. Ziel aller Maßnahmen müsse sein, „dass es in der Stadt keine Angsträume gibt“.

Wie berichtet, läuft derzeit eine Debatte darüber, ob in der Innenstadt zusätzliche Polizeikameras nur im Allerheiligenviertel oder auch an der Hauptwache aufgehängt werden sollen. Bislang scheiterte die Installation von Überwachungstechnik an beiden Plätzen zugleich am Widerstand der Grünen – sehr zum Ärger der Frankfurter Polizeiführung.
 

Kommentare

  • @Dwoehler
    geschrieben von Uhu (14 Beiträge) am 13.09.2017 20:22

    Vielen Dank für Ihr Interesse am Artikel.

    zu 1)Einschätzung von Udo di Fabrio/Verfassungsrechtler.Ehem Richter am Bundesverfassungsgericht.

    zu 2)Einverstanden.Dass Hunderttausende Wirtschaftflüchtlinge und kriminelle Menschen im Zuge der Flüchtlingseuphorie hilfsbereit empfangen wurden, ist wahrlich ein Septembermärchen.

    zu3)Hat niemand behauptet.

    zu4) Zahlen aus der vergangenen Woche:
    In Bayern im ersten Halbjahr 2017 ca.110 Vergewaltigungen durch Schutzsuchende.
    Aktuell ausreisepflichtig und damit grundlos eingereist ca.250000 der am Bahnhof euphorisch bejubelten Schutzsuchenden.

  • Willkommen in der Realität
    geschrieben von Uhu (14 Beiträge) am 12.09.2017 21:24

    Laut den Sicherheitsbehörden in Frankfurt stammt
    der größte Teil der Drogendealer im BHV und im Allerheiligenviertel aus Nordafrika.
    Wie noch zigtausend andere Balkan-Asien und Afrikawirtschaftsflüchtlinge nutzten diese Leute
    im Herbst 2015 die von Frau Dr.Angela Merkel rechtswidrig geöffneten Grenzen zur kontrollfreien Einreise in die BRD.
    Katrin Göring Eckart,die Grünen,bezeichnete diesen Vorgang als "Septembermärchen",als einen "Glücksfall für Deutschland".Der euphorische Empfang der Einwanderer am Bahnhof war beispiellos.

    Und plötzlich beklagen sich die Grünen über die seinerzeit noch bejubelten Fachkräfte.

    UNWÄHLBAR!!!

  • Na ja
    geschrieben von Dwoehler (91 Beiträge) am 13.09.2017 00:37

    1) Könnten sie bitte belegen, das das Handeln von Merkel rechtswidrig war?
    2) Das Septembermärchen bezog sich auf die Hilfsbereitschaft der Deutschen gegenüber den Flüchtlingen
    3) Drogendealer aus Nordafrika gibt es nicht erst seit 2015
    4) Die grosse Mehrheit der Flüchtlinge haben mit Drogen und Kriminalität nichts zu tun.



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