17.02.2017 03:00 | wyg,red

Für Frankfurter über 65: Senioren können sich auf billigere Fahrkarten freuen

Frankfurt 40 Prozent weniger als eine normale Montaskarte soll das Seniorenticket für Frankfurter über 65 Jahren künftig kosten. Doch es bedarf noch einiger Überzeugungsarbeit.

Frankfurter über 65 können sich künftig über billigere Ticketpreise für Bus und Bahn freuen.
Frankfurter über 65 können sich künftig über billigere Ticketpreise für Bus und Bahn freuen.

Gute Nachrichten für Frankfurter über 65 Jahren: Fahrten mit Bussen und Bahnen sollen für sie bis zu 40 Prozent weniger kosten als eine normale Monatskarte. Das erklärte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses.

Die Römerkoalition aus SPD, CDU und Grünen hatte bereits in ihrem Kooperationsvertrag angekündigt, dass sie eine „echte Seniorenkarte“ einführen“ wolle. Soll heißen: Jeder Frankfurter über 65 Jahre, egal wie hoch dessen Rente oder Einkünfte sind, solle in den Genuss einer Senioren-Monats- oder Jahreskarte kommen können.

Oesterling räumte ein, dass andere deutsche Großstädte ihren Senioren preiswertere Jahreskarten anbieten als der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). So koste eine solche in Berlin 612 Euro, in Frankfurt hingegen 699 Euro. Das Berliner 65-Plus-Abo bietet zudem einen viel größeren Radius.

Laut Oesterling wird derzeit noch über die Ausgestaltung eines „echten“ 65-Plus-Tickets debattiert. Sollte der Preis dafür um die 40 Prozent billiger werden, wäre es für etwa 42 Euro zu haben. Doch noch befinde man sich in Gesprächen mit dem RMV, so Oesterling, Ergebnisse solle es in den nächsten Wochen geben.

Doch erst muss das Ticketmodell die Verantwortlichen – 27 Gesellschafter sind im Verbund – überzeugen. Diesen Partnern fallen nämlich mit der Vergünstigung der Frankfurter Senioren Einnahmen weg, mit denen sie in den letzten Jahren aufgrund stetig steigender Fahrgastzahlen rechnen konnten. Und Sonderkonditionen für Frankfurt sind in diesem Kreis erfahrungsgemäß nie besonders beliebt.

Oesterling lehnte (sicherlich auch mit Rücksicht auf die Kollegen im Verbund) im Ausschuss weitergehende Forderungen nach billigeren Einzel-, Tages- und Wochenkarten sofort ab. Als Beispiel führte er die Clever-Card für Schüler und Auszubildende an, die die Stadt zuerst um 100 und dann nochmals 50 Euro auf jetzt rund 418 Euro verbilligte. Das habe steigende Kundenzahlen gebracht, die Einnahmeausfälle konnten allein dank dieses Effektes ausgeglichen werden.

(wyg,red)

Kommentare
  • Keine Vergleiche
    geschrieben von kiko74 (30 Beiträge) am 17.02.2017 16:17

    Ich sehe in dem Handeln der Slowaken eher ein gutes Beispiel für Deutschland. Dies ist kein Vergleich!
    Zudem vergleiche ich auch keine Rentner mit anderen Bevölkerungsgruppen, da dies nicht aus dem Artikel hervor geht, und schon gar nichts dazu beiträgt. Lediglich wurde das Beispiel der Clever-Card auf geführt.

  • sehr witzig
    geschrieben von igeligel (133 Beiträge) am 17.02.2017 15:47

    kiko74 schreibt "Man kann die Slowakei nicht mit der BRD vergleichen", und tut es hier dann doch - oder für was führen Sie das Beispiel dann hier auf, wenn es doch gar nicht vergleichbar ist. Das ist doch dann Quatsch ohne Soss

  • Einkommen der Slowakei
    geschrieben von kiko74 (30 Beiträge) am 17.02.2017 14:32

    Vergleicht man das Durchschnittseinkommen, die Mindestunterstützung und die Renten in der Slowakei, ist das kostenfreie Benutzen von öffentlichen Verkehrsmittel durch Rentner in der Slowakei sicher korrekt.
    Da die slowakischen Rentner noch Kronen verdienten, ist auch die Rente dementsprechend niedrig. Oft ist die Rente niedriger als Kindergeld.
    Behinderte werden sehr gut betreut.
    Obdachlose sieht man selten und wenn dann nur in größeren Städten, da die Mindestunterstützung anhand der Lebenskosten vollkommen ausreichend ist.
    Man kann die Slowakei nicht mit der BRD vergleichen, denn in der Slowakei können sich nicht viele Rentner ein Auto leisten

  • Schlechtes Beipiel Slowakei
    geschrieben von igeligel (133 Beiträge) am 17.02.2017 13:38

    Wieso nur Rentner - warum nicht Familien mit Kindern? Behinderte? Obdachlose? Frauen? Männer? alls dazwischen?????
    Nein und nochmals Nein - wieso nur Rentner?
    Ich bin gerne dabei wenn es für Bedürftige gilt, aber nur dann

  • Beispiel Slowakei
    geschrieben von kiko74 (30 Beiträge) am 17.02.2017 12:02

    In der Slowakei bezahlen Rentner gar nichts für öffentliche Verkehrsmittel.
    Jeder Rentner kann eine Karte beantragen (1 Jahr gültig), welche berechtigt alle öffentliche Verkehrsmittel kostenfrei zu nutzen. Auch Fehrnzüge sind kostenfrei. Man muss in Fehrzügen jedoch vorher reservieren. Hat dafür aber auch einen Sitzplatz garantiert.



Ein neues Posting hinzufügen

Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wie lautet der erste Buchstabe im Alphabet?: 

Rubrikenübersicht