10.11.2017 03:00 |

Öffentliche Gesprächsrunde: So reagiert Uni-Präsidentin Brigitta Wolff auf Absage des Wendt-Vortrags

Frankfurt Nach der Absage eines Vortrags des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt und der Diskussion darüber hat nun die Uni-Präsidentin Brigitta Wolff reagiert. Sie lädt zu einer Diskussionsrunde über Meinungsfreiheit ein.

Birgitta Wolff will Präsidentin der Uni Frankfurt werden. Foto: Jens Wolf/Archiv
Birgitta Wolff ist Präsidentin der Uni Frankfurt. Foto: Jens Wolf/Archiv

Die Präsidentin der Goethe-Universität Birgitta Wolff will über Meinungsfreiheit auf dem Campus diskutieren. Mit einer öffentlichen Gesprächsrunde reagiert sie auf Kritik an der Absage eines Vortrags des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt (wir berichteten). Die Veranstaltung soll am 19. Januar stattfinden. Der Titel lautet: „Diskurskultur im Zwielicht – Wie viel Meinungsfreiheit verträgt die Uni?“ Neben Wolff sollen der Philosoph Rainer Forst, die Ethnologin Susanne Schröter sowie ein Vertreter der insgesamt 60 Unterzeichner eines offenen Briefs gegen den Vortrag von Rainer Wendt teilnehmen.

Wendt war von Schröter eingeladen worden, über den „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“ zu sprechen. Dagegen regte sich Protest, auch aus den eigenen akademischen Reihen der Universität. Der Vorwurf: Rassismus. Schröter sagte den Vortrag daraufhin kurzfristig ab, was in der Öffentlichkeit auf breite Kritik stieß.

Uni-Präsidentin Wolff sagte nun: „Unsere Veranstaltung ist ein Angebot zur Versachlichung der Debatte angesichts eines sich immer weiter verschärfenden, öffentlichen Meinungsklimas, das auch die Wissenschaftsfreiheit gefährdet.“ Positionen, die von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gedeckt seien, müssten im Rahmen der wissenschaftsgeleiteten Debatten selbstverständlich auch auf dem Campus offen angesprochen werden können. dg

Kommentare

  • Verbeugung vor den Antifa-Faschisten
    geschrieben von HansKoenig (2 Beiträge) am

    Anstatt die Durchführung der Veranstaltung sicherzustellen, lässt die Universitäts-Präsidentin über die Meinungsfreiheit diskutieren. Man stelle sich ein Ergebnis vor, um die Absurdität zu verstehen: Man einigt sich auf die Mitte von Meinungsfreiheit und linker Gesinnungsdiktatur.

  • Die Realität darf nicht zur Kenntnis genommen werden...
    geschrieben von PaterLeppich (28 Beiträge) am

    sonst ist man "Rassist", wenn nicht gar "Nazi". Auch dem verbohrtesten Realitätsverweigerer sollte eigentlich klar sein, dass in Deutschland Paralleelgesellschaften (die libanesischen Clans gehen ja regelmäßig durch die Presse) existieren und dies neue Probleme für die Polizeiarbeit mit sich bringt, sowie neue Ermittlungstaktiken und -methoden erfordert. Aber, davon möchten viele lieber nichts wissen. Den Kopf in den Sand zu stecken löst aber keine Probleme.



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