13.08.2017 09:51 | dpa

Frankfurter Palmengarten: Unklare Zukunft für Park-Grundstück im Westend

Frankfurt Teure Wohnung oder Kita und Grundschule? Die Zukunft des Filetgrundstücks am Palmengarten ist ungewiss.

Park-Grundstück im Frankfurter Westend.
Park-Grundstück im Frankfurter Westend. Bild: Boris Roessler/Archiv

Die Zukunft eines Filetgrundstücks am Frankfurter Palmengarten ist offen. Statt teurer Wohnungen könnten auf dem besonders schön gelegenen Westend-Areal am Rande von drei Parks ausschließlich eine Schule und eine Kita entstehen. Die Stadt überlege derzeit, ob sie an den Grundsätzen der Absichtserklärung festhalte, die im Juni 2016 mit dem Land vereinbart worden war, berichtete der Sprecher des Planungsdezernats, Mark Gellert. Der Sprecher des Finanzministeriums, Moritz Josten, sagte: „Seitens des Landes wünscht man sich ein zügigeres Vorankommen.”

In der von der früheren Finanzstaatssekretärin und jetzigen CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Bernadette Weyland unterzeichneten Erklärung ist noch von Wohnungen die Rede. Eine Kita, Schule sowie Studentenwohnungen waren aber auch vorgesehen. In Frankfurt regieren inzwischen nicht mehr nur CDU und Grüne, sondern auch die SPD, die mit Mike Josef das Planungsdezernat von den Grünen übernommen hat. Stadt und Land streben weiter eine gemeinsame Entwicklung des Areals an, wie beide betonen. Ein Bebauungsplan steht aber noch nicht.

Auf dem Areal verfallen die ehemaligen Botanischen Institute der Uni, denkmalgeschützte Bauten des Funktionalismus-Architekten Ferdinand Kramer (1898-1985). Diese eigneten sich, um sie für eine Schule zu nutzen, sagte Gellert. Außerdem gab es auf dem Gelände eine Verkehrsschule und eine in die Jahre gekommene Kita. Der angrenzende Grüneburgpark soll nach dem Willen der Stadt für die neuen Bauvorhaben nicht kleiner werden. (dpa)

Kommentare

  • Hotels,
    geschrieben von PVPV (303 Beiträge) am 13.08.2017 22:34

    Büros oder Luxuswohnungen.

    So geht das eigentlich immer.

    Oder an die ABG verkaufen, die kann es dann weiter verkaufen.

    Oder noch 30 Jahre stehen lassen. Das ist auch beliebt.

    Und dann ein Hotel daraus machen. Vielleicht aber auch Büros oder Luxuswohnungen.

  • Endlich die Substanz erhalten!
    geschrieben von Miles-and-More (2 Beiträge) am 13.08.2017 13:06

    Einerseits liefern sich die einschlägigen Ideologen und Dampfplauderer erbitterte Wortgefechte um zusätzliche Wohngebiete.

    Aber andererseits verfällt diese architektonisch interessante Anlage, in der zuvor über Jahrzehnten geforscht und gelehrt wurde.

    Dass sich die Grundsatzentscheidung zur Führung der Stadtbahnverlängerung zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim noch deutlich hinzieht, ist an sich schon schlimm genug.

    Dass man aber nicht einmal die vorhandene Gebäudesubstanz erhält, ist einfach ein Skandal! Oder hofft man, das eindringendes Wasser am Ende den Abriss erleichtern, damit die üblichen Verdächtigen anschließend ihren psydo-hippen 0815-Einheitsschrott hinpflanzen können?

  • Wohnungen!
    geschrieben von PaulvonAmlehn (94 Beiträge) am 13.08.2017 12:59

    Bitte nicht NOCH eine Kita!!

    Dann wäre es mit dem Rest friedlicher Stille im Botanischen Garten aus!



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