07.11.2017 03:30 |

Zoo sammelt Spenden: Wo sich die Löwen lieben: Niekisch hofft auf Nachwuchs

Frankfurt Die Asiatischen Löwen im Zoo brauchen schon länger mehr Platz. Bald könnte es dafür auch einen triftigen Grund geben: Männchen Kumar und Weibchen Zarina haben angebandelt.

Liebe liegt in der Luft: Im September erst ist Löwe Kumar im Zoo eingezogen, doch schon hat es zwischen ihm und Löwendame Zarina gefunkt.
Liebe liegt in der Luft: Im September erst ist Löwe Kumar im Zoo eingezogen, doch schon hat es zwischen ihm und Löwendame Zarina gefunkt. Bild: Rainer Rüffer

Das Löwengehege im Zoo soll größer werden. Mit dem Slogan „Macht Platz für den König!“ wirbt der Zoo um Spenden. Rund 1,3 Millionen Euro müssen zusammenkommen, um den Umbau finanzieren zu können, erklärte gestern Zoo-Direktor Manfred Niekisch. Dabei ist die Erweiterung des Geheges längst überfällig. Die Anlage entspricht nicht mehr den Richtlinien für eine artgerechte Haltung von Großkatzen. Diese sehen etwa vor, dass man das Außengelände in zwei Abschnitte unterteilen kann. Zum Beispiel, um Löwenjunge von ihrer Mutter zu entwöhnen.

Das könnte bald schon relevant sein. Denn der Zoo hofft auf Nachwuchs. Als im September Löwen-Männchen Kumar neu in den Katzendschungel zog, beobachteten die Tierpfleger gespannt, ob er sich mit seiner fünfjährigen Artgenossin Zarina versteht. Anfangs voneinander getrennt gehalten, konnten die beiden nur durch ein „Schmusegitter“ Kontakt aufnehmen. Das lief anscheinend gut: Schon am ersten Tag ohne die trennende Barriere standen sie sich Nase an Nase gegenüber, was einem Kuss gleichkomme, erklärt Revierleiterin Anni Fuchs. „Vor fünf Tagen haben sie sich besonders gut verstanden“, schmunzelt Zoodirektor Niekisch. Die beiden haben sich gepaart, bestätigt Fuchs. Ob Zarina nun trächtig ist, könne man in den nächsten Wochen nur an ihrem Verhalten abschätzen –etwa daran, ob sie nicht erneut rollig werde.

Stiftung gibt Geld dazu

Bei der geplanten Erweiterung soll der Wassergraben, der das bisherige Territorium der Großkatzen von den Besuchern trennt, trockengelegt und bepflanzt werden. So kann die Größe der Anlage auf 930 Quadratmeter verdoppelt werden. Die Besucher kommen zudem näher an die Löwen heran. Mit 75 000 Euro spendiert die Stiftung Frankfurter Zoo den Grundstock dafür, um die Kosten für die Baupläne und den Umbau finanzieren zu können. Dazu kommen 22 000 Euro, die der Zoo in den Jahren 2012 und 2013 während einer Spendenaktion in Kooperation mit den Frankfurter Eishockey-Löwen gesammelt hat.

Wappentier unterstützen

Auch gestern rührte Stefan Krämer, Geschäftsführer der Eishockey-Löwen, erneut die Werbetrommel. Die Mannschaft unterstützt die Umbaupläne und hat außerdem eine Patenschaft für Kumar übernommen. Während seine Spieler auf dem Eis in ihrem Element sind, ist es für die vom Aussterben bedrohten Asiatischen Löwen im Zoo ein Problem: Wenn bei Minus-Temperaturen das Wasser im Graben gefriert, können sie entweder über das Eis aus- oder ins Eis einbrechen und dadurch ertrinken. Daher dürfen die Löwen dann nicht mehr nach draußen.

Wer sich an den Spenden beteiligen möchte, kann sich auf der Homepage des Zoos (www.zoo-frankfurt.de) informieren oder direkt im Katzendschungel vorbeischauen.

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