14.11.2017 03:00 | Thomas Remlein

Asyl: Zahl der Flüchtlinge in Frankfurt steigt weiter

Frankfurt

Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Chemnitz: Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben im zweiten Quartal 2017 Verwaltungsgerichte über knapp 51 000 Asylklagen geurteilt.
Ersta Bild: Hendrik Schmidt/Symbolbild

In Frankfurt sind derzeit knapp 4800 Flüchtlinge untergebracht. 2600 von ihnen haben einen gesicherten Status, das heißt, sie sind asylberechtigt oder genießen subsidiären Schutz. Dazu kommen 418 unbegleitete Jugendliche, die mindestens bis zur Volljährigkeit in Frankfurt bleiben werden. Dies Zahlen nannte gestern Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) im Sozialausschuss.

Gleichwohl steigt die Zahl der Flüchtlinge weiter. So ziehen pro Monat etwa 30 Geflüchtete aus den städtischen Unterkünften aus, aber im selben Zeitraum weist das Land Hessen Frankfurt 40 neue Asylbewerber zu. Über den Familiennachzug könnten nach Ansicht Birkenfelds bis zu 900 weitere Menschen an den Main kommen. „Wir können uns auf jeden Fall nicht zurücklehnen, was den Ausbau der Unterkunftskapazitäten anbelangt“, betonte die Sozialdezernentin.

Personen mit einem gesicherten Status könnten in eine Wohnung umziehen und sind nicht mehr auf eine temporäre Unterbringung durch die Stadt angewiesen. Die Warteliste für eine Sozialwohnung ist aber lang. 10 000 Haushalte warten noch auf eine Unterbringung. Zahlreiche Flüchtlinge könnten also die Unterkunft verlassen, finden aber keine Bleibe.

(tre)

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