19.04.2017 03:30 | Enrico Sauda

Martina „Tini“ Stoessel: Argentiniens neuer Superstar kommt nach Frankfurt

Frankfurt

Die Disney-Telenovela hat Martina „Tini“ Stoessel weltweit bekannt gemacht. Doch auch mit ihrer Musik begeistert die 20-Jährige ihre meist jugendlichen Fans. Am 6. Mai gastiert sie in der Festhalle.
Die Disney-Telenovela hat Martina „Tini“ Stoessel weltweit bekannt gemacht. Doch auch mit ihrer Musik begeistert die 20-Jährige ihre meist jugendlichen Fans. Am 6. Mai gastiert sie in der Festhalle. Bild: Daniel Bockwoldt (dpa)

Zwei Namen fallen sofort, wenn es momentan ums Thema Argentinien geht: Zum einen der Fußball-Megastar Lionel Messi und zum anderen Papst Franziskus . Den hat die dritte im Bunde der zurzeit bekanntesten Menschen aus diesem südamerikanischen Land bereits in Rom getroffen: Tini. „Wir haben ehrlich gesagt nicht viel geredet. Er ist Argentinier, wir haben uns herzlich begrüßt“, sagt Tini, die in Wahrheit Martina Stoessel heißt und sich mit ihrer Rolle als Violetta Castillo in der Disney-Telenovela „Violetta“ in die Herzen von Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt gespielt und gesungen hat.

„Ich glaube, er weiß, wer ich bin. Ich habe bei einer Veranstaltung für den Frieden gesungen, die er organisiert hat, und er kannte alle Details. Es war unglaublich“, erinnert sich die gläubige junge Frau, die für viele ihrer zehn- bis fünfzehnjährigen Jünger weitaus wichtiger als der Papst sein dürfte. Aber so wichtig fühlt sie sich nicht. „Nein, natürlich nicht. Aber es ist schon beeindruckend, wie viel Liebe man bekommt. Wenn all diese Leute dich toll finden und bewundern, ohne dich zu kennen“, sinniert sie. „Ich glaube, dass die Musik und die Kunst und der Tanz diesen Effekt haben.“

Ähnlich war es bei ihr auch. Als Tini klein war und Shows im Fernsehen verfolgte, entflammte in ihr dieser Wunsch, „so etwas Schönes zu auch machen zu wollen“. Nun startet die junge Frau, die vor Kurzem ihren 20. Geburtstag feierte, ihre Solo-Karriere als Musikerin. Deshalb brachte sie ihr Album „Tini (Martina Stoessel)“ vergangenes Jahr auf dem Markt und am Samstag, 6. Mai, macht Martina Stoessel Halt in der „Gudd Stubb“. Dort war sie vor gut zwei Jahren schon einmal zu Gast. Allerdings als Violetta. „Ich war nur einen Tag da, aber ich erinnere mich an die Show, die war wirklich toll“, sagt die Sängerin.

Überhaupt scheint Martina Stoessel ein ziemlich authentischer Mensch zu sein. Das demonstriert sie auch im Umgang mit ihren Anhängern, zu denen sie ein ziemlich herzliches Verhältnis pflegt. „Ich liebe es, gute Beziehungen zu den Fans zu haben. Schließlich sind das die Menschen, die mir zuhören, die lange in den Warteschlangen stehen und von weit her anreisen, um mich zu sehen“, sagt Stoessel. Und im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, die in ähnlichen Sphären unterwegs sind, scheint sie ihre Fans wirklich zu mögen. Das sagte sie nach einer mehr als einstündigen Audienz, die sie nach einem Konzert in Stuttgart gegeben hatte. Einige hatten das Tini-Treffen gewonnen, andere dafür bezahlt. Auf ihre Kosten kommen allerdings alle. „Ich finde es toll, diese Momente mit meinen Fans zu verbringen, und bin sehr dankbar, hier in Deutschland zu sein, wo mich die Leute so herzlich empfangen.“

Martina Stoessel, das klingt schon ziemlich deutsch, so, als hätte sie deutsche Ahnen. „Deutsch nicht so wirklich, ich glaube, meine Vorfahren kommen aus Österreich“, sagt die 20-Jährige. Trotzdem hat die Argentinierin einen sehr guten Eindruck von der Bundesrepublik. „Deutschland ist unglaublich. Ich fühle mich stets willkommen und es ist auch so, dass, immer, wenn ich hier unterwegs bin, das Wetter schön ist.“ Etwas mag die ehemalige Tini sehr: Schnitzel. „Ein ähnliches Gericht gibt es in Argentinien auch, deshalb fühle ich mich hier ein wenig wie Zuhause.“

Ob sie demnächst eins mit Grie Soß’ essen wird, ist allerdings fraglich, denn sie ist auf Tour und hat nur wenig Zeit für die kulinarischen Spezialitäten jeder Stadt, in der sie gastiert. Aber sie hat ein Ohr für die Musik. Auch für solche aus Deutschland. „Mike Singer finde ich gut.“

Seitdem sie 14 Jahre alt ist, steht sie im Rampenlicht . Ein „normales“ Groß werden war da nicht möglich. „Das stimmt“, sagt Tini. „Aber meine Familie ist mir sehr wichtig und gibt mir viel Kraft. Außerdem gibt es da noch meine Schulfreunde, die noch dieselben sind, wie damals und die es mir ermöglichen, ein einigermaßen normales Leben zu führen. Zudem erden mich die Menschen, die um mich herum sind.“

Das ändert nichts daran, dass sie auf einer Welle des Erfolges und der Euphorie schwimmt. Doch die kann auch schnell wieder abebben. Wie es weiter geht, weiß Martina Stoessel noch nicht. Bei einem ist sie sich jedoch sicher: „Ich werde niemals aufhören, zu musizieren und das zu machen, was ich liebe, aber ich weiß nicht, was morgen passiert – das Leben kann sich von einem Tag auf den anderen ändern. Vielleicht bin ich morgen gar nicht mehr da, keiner weiß es. Ich versuche, das Hier und Jetzt zu genießen. Ich werde aber auch mit der Schauspielerei weiter machen.“

(es)

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