14.11.2017 03:30 | Enrico Sauda

Die Finanzwelt zu Gast bei Kaisern

Laudatorin Ana Patricia Botín überreicht Preisträger Ralph Hamers die Auszeichnung „European Banker of the Year“.
Laudatorin Ana Patricia Botín überreicht Preisträger Ralph Hamers die Auszeichnung „European Banker of the Year“. Bild: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)

Es war ein Stelldichein der Elite des internationalen Finanzwesens und der Ehrenbürger unserer Stadt, gestern im Kaisersaal. Da saß der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück neben dem ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch in der ersten Reihe unweit der beiden Ehrenbürger Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin, und dem Bankier Friedrich von Metzler. Und sie sind nur vier von weit mehr als 200 Gästen in der Gudd Stubb. Grund: Ralph Hamers Auszeichnung zum europäischen Banker des Jahres 2016 (European Banker of the Year). Hamers, Jahrgang 1966, ist CEO & Chairman Executive Board, ING Group, Amsterdam, und fühlt sich natürlich „sehr geehrt“ und betont auch, „dass dieser Preis nicht für mich persönlich ist, sondern für die mehr als 52 000 Mitarbeiter der Bank“.

Die Bankiers Friedrich von Metzler (links) und Nader Maleki. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Die Bankiers Friedrich von Metzler (links) und Nader Maleki.

Klar, er habe eine andere Rolle als andere, gebe die Strategie mit vor. Aber die beste Strategie nutze nichts ohne die Mitarbeiter, gibt der Ausgezeichnete zu bedenken, der die Trophäe von Ana Patricia Botín, Aufsichtsratsvorsitzende der Banco Santander und Preisträgerin von 2015, sowie von Martin Hesse vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erhielt. Hamers fügt noch eins hinzu: „Es ist auch ein Preis für unsere Kunden.“ Schließlich lägen die Wurzeln für diese Verleihung weit vor seiner Ankunft beim niederländischen Finanzinstitut 1991. Ralph Hamers steht nun in einer Reihe mit Bankern wie Josef Ackermann, dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank, Jean Claude Juncker, ehemaliger Premierminister des Großherzogtums Luxemburg und jetziger Präsident der Europäischen Kommission, oder Jean-Claude Trichet, dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück und Ex-OB Petra Roth. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück und Ex-OB Petra Roth.


Die Verleihung dieses Preises, der von der Journalistenvereinigung „The Group of 20+1“ vergeben wird, bildet den feierlichen Auftakt der Euro Finance Week. „Sie sind ein würdiger Preisträger“, sagt Nader Maleki, dessen Maleki Group den Preis des European Banker of the Year seit 1994 vergibt, und der die Finance Week auf die Beine stellt. In ihrer Laudatio spricht Ana Patricia Botín vom „großen Privileg“, das sie empfindet, ihn, Ralph Hamers, an diesem Abend zu ehren. „Sie haben diese Auszeichnung sehr verdient“, findet Botín, die auch bemerkt, dass Hamers für die neue Art stünde, „die wir brauchen, um Banken wieder attraktiver zu machen“. Nicht umsonst heißt es in der Begründung: „Unter der Führung von Hamers hat die ING kräftig in das Online-Banking investiert und deutlich früher als viele ihrer Wettbewerber auf die Digitalisierung des Banking gesetzt.“ Wirtschaftsdezernent Markus Frank macht auf die Bedeutung des Bankensektors für Frankfurt aufmerksam. „Diese Preisverleihung ist eine große Gelegenheit für uns, den Banken gegenüber deutlich zu machen, dass sie einer der Pfeiler unserer Wirtschaft sind“, so Frank. Und trotz aller Kritik wisse er, dass eine erfolgreiche Wirtschaft nur mit Hilfe eines gesunden Bankwesens überlebensfähig sei.

(es)

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