12.09.2017 03:30 | Enrico Sauda

Die Serie „Soko Wismar“ ist ihr Sprungbrett

Isabel Berghout sucht neue Herausforderungen.
Isabel Berghout sucht neue Herausforderungen. Bild: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst)

Drei Jahre lang schlüpfte sie in die Rolle der niederländischen Polizistin Anneke van der Meer in der ZDF-Serie „Soko Wismar“. Nun ist Schluss. Morgen um 18 Uhr beginnt die neueste Staffel dieser Krimiserie mit Udo Kroschwald als Erster Kriminalhauptkommissar Jan-Hinrich Reuter – für die Frankfurter Schauspielerin Isabel Berghout wird es die letzte sein. „Insgesamt war ich bei gut 60 Folgen dabei“, sagt die Mimin, die vor wenigen Monaten erst ihr 30. Wiegenfest gefeiert hat. „Es war nie Routine“, betont sie, aber trotzdem ist es vorbei, denn sie hatte einen Vertrag über drei Jahre, und der ist ausgelaufen. „Die Hauptkommissarin, gespielt von Claudia Schmutzler , geht auch.“

Um den Fans den Abschied ein wenig zu versüßen, gibt es an ein Weihnachtsspezial mit 90 Minuten geballter Spannung zum krönenden Abschluss. „Es tut schon ein bisschen weh. Es ist wie eine Trennung. Aber es ist auch gut, denn als Künstlerin muss ich mich auch weiterentwickeln – und das geht nicht, wenn man immer dieselbe Rolle spielt.“

Zeit, um nebenher in anderen Serien oder Filmen mitzuwirken, blieb Isabel Berghout kaum. „Wir hatten so viele Drehtage und Sperrtermine.“ Ein bisschen Zeit schaufelte sie sich dennoch frei. So ist sie in dem Kinofilm „Wenn endlich küsst du mich“ mit Olivia Grigolli in der Hauptrolle zu sehen, der in Frankfurt gedreht wurde. Außerdem spielt sie an der Seite von Kai Schumann und Janine Kunze in der ZDF-Serie „Heldt“ mit. „Mir fehlt aber die Bühne total“, sagt Isabel Berghout, die Theaterdarstellerin durch und durch ist. „Ich liebe meinen Beruf und habe noch nie bereut, dass ich Schauspielerin geworden bin.“ Im Ende ihrer Serien-Rolle findet sie durchaus etwas Positives. „Ich habe endlich mal seit drei Jahren Urlaub gemacht“, erzählt die Schauspielerin, die auch in dieser Zeit nicht faul war. „Ich habe synchronisiert.“

Nun will sie wieder zurück auf die Bühne und ist gleichzeitig in Verhandlung wegen neuer Rollen für verschiedene Fernsehserien. Als Schauspielerin darf man nicht festgelegt sein. Dass sie bei „Soko Wismar“ mitspielte, macht sich bemerkbar. Es ist eine Art Sprungbrett. Viele Leute werden auf Isabel Berghout aufmerksam. Damit meint sie zum einen das Publikum und die Menschen, die sie auf der Straße wiedererkennen. „Es ist irre. Und merkwürdig zugleich. Ich erlebe jetzt viel mehr Leute, die mich erkennen, weil ich in einer renommierten Serie war.“ Aber auch Kollegen. „Die wissen, dass ich Profi bin und genau weiß, was am Set und vor der Kamera zu tun ist.“ Nun aber gilt es erst einmal geduldig zu sein und zu warten.

(es)

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