Stadtgeflüster

Eintrachtspiele sind jetzt noch schöner

Von Enrico Sauda
Wie schön, dass Kevin Trapp wieder im Tor der Frankfurter Eintracht steht. Jetzt werden wir seine hübsche Ehefrau, das brasilianische Supermodel Izabel Goulart, sicher noch öfter im Stadion sehen.
Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)/FNP

Frankfurt ist um eine Attraktion reicher: Sie ist 1,77 Meter groß, äußerst attraktiv und die Frau an der Seite des neuen alten Eintracht-Torwarts Kevin Trapp : das brasilianische Topmodel Izabel Goulart . Zwar sei sie beruflich sehr eingespannt, doch das erste Heimspiel ihres Kevins bei „seiner“ Eintracht, das wollte sich die 34-Jährige, die auch für das Modeunternehmen „Victoria’s Secret“ auf den Laufstegen dieser Welt unterwegs war, auf keinen Fall entgehen lassen. „Ich freue mich so für Kevin, dass er wieder hier ist“, sagt Izabel Goulart. „Er hat mir so viel schönes über Frankfurt erzählt“, berichtet das Model. Ob sie in die Mainmetropole ziehen wird, das weiß sie noch nicht. „Es ist alles noch so frisch“, gibt sie zu bedenken.

Schon lange in Frankfurt wohnt Dragoslav Stepanovic . Einst Trainer der Eintracht, der sich auch wegen seines Spruchs „Lebbe geht weider“ unvergesslich gemacht hat, feierte er jüngst seinen Geburtstag. Da traf er in der Vorstandsloge von Eintracht Frankfurt einen anderen Ex-Trainer: Berti Vogts , Weltmeister von 1974 und Europameister von 1996 als Trainer. Der gratulierte auch prompt und brav. „Alles Gute zum 80.“, frotzelte er Stepi, wie Stepanovic liebevoll genannt wird, der tatsächlich aber erst 70 Jahre alt geworden ist. Der Jubilar trug’s mit Fassung und nahm’s mit Humor. Wie auch sonst? „Ich mag ihn. Er war ein toller Spieler, ein guter Trainer und er hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen“, so Berti Vogts über Stepi. Der wusste schon bevor das Spiel angepfiffen wurde, was Mannschaft, Fans und Funktionäre in dieser Spielzeit am meisten benötigen werden: „Geduld“, so der erfahrene Fußballlehrer. Und er sollte beim ersten Heimspiel der Saison Recht behalten, bei dem Eintracht Frankfurt Werder Bremen in der Commerzbank-Arena begrüßte. Denn vor 50 000 Zuschauern verloren die Adlerträger nach einer kämpferisch guten Leistung mit 1:2. „Wenn man einen Titel gewonnen hat, ist es in der Folgesaison immer schwer“, weiß Stepanovic. Aber er ist sich sicher, dass der neue Trainer, Adi Hütter , der richtige Mann sei. „Er hat gezeigt, dass er was kann. Und ich kann mir vorstellen, dass er eine gute Mannschaft formt. Wir müssen ihm nur Zeit dazu geben“, meint Stepanovic.

Ebenfalls in der Vorstandsloge zu Gast war eine andere Legende der Eintracht: Bum-kun Cha . Der einstige Stürmer der Adlerträger, der für die Diva vom Main immerhin 46 Tore erzielte, kam mit seinem Sohn Du-ri Cha . Der trug ebenfalls das Adler-Trikot und war bis vor kurzem Co-Trainer der Nationalmannschaft Südkoreas. „Jetzt mache ich erstmal Urlaub“, so der 38-Jährige, der in Frankfurt geboren wurde. Bis Oktober will er durch Deutschland reisen und sich viele Spiele anschauen. „Ich bin schon seit einem Monat unterwegs und war auch schon in England“, erzählt Du-ri Cha, südkoreanischer Weltmeisterschaftsheld von 2002, der der Eintracht in der neuen Saison einen einstelligen Tabellenplatz zutraut. Einen Platz im Mittelfeld der Tabelle, das wünscht Stephan Weidner , Bassist und Sänger der Frankfurter Band „Böhse Onkelz“, den Adlerträgern.

„Ich habe ihnen auch schon etliche Mal Glück und Punkte gebracht“, sagt der Musiker, der vor Kurzem mit seiner Band in der Commerzbank-Arena aufgetreten ist, nach dem Abpfiff. Dieses Mal brachte seine Anwesenheit der Eintracht kein Glück. „Jetzt, wo Kevin Trapp wieder da ist, ist Platz zehn am Ende der Spielzeit durchaus vorstellbar“, sagt Fußballgott Thomas Zampach . „Es wird aber auf jeden Fall eine schwierige Saison werden – auch wegen der Doppelbelastung durch die Europa-League“, weiß der ehemalige Eintracht-Profi, der „die Eintracht auf einem guten Weg“ sieht. Kommt Zeit, kommt Rat.

(es)

Enrico Sauda