10.11.2017 03:30 | Marc Kolbe

„Tage der Chor- und Orchestermusik“: Plaketten für Musikamateure

Bad Homburg Das Programm für die musikalischsten Tage des kommenden Jahres nehmen Gestalt an. Zu den „Tagen der Chor- und Orchestermusik“ kommt sogar der Bundespräsident in die Stadt.

BDO-Geschäftsführer Lorenz Overbeck (links) und OB Alexander Hetjes präsentieren die Zelter- und die Pro-Musica-Plakette.
BDO-Geschäftsführer Lorenz Overbeck (links) und OB Alexander Hetjes präsentieren die Zelter- und die Pro-Musica-Plakette.

Was diese Zeitung schon vor einem halben Jahr angekündigt hatte, ist mittlerweile zur Gewissheit geworden: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt Mitte März 2018 zu den „Tagen der Chor- und Orchestermusik“ in die Kurstadt. „Wir haben jetzt eine schriftliche Bestätigung vorliegen“, so der Geschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO), Lorenz Overbeck. Der Besuch des Bundespräsidenten ist somit das Sahnehäubchen auf den musikalischen Tagen vom 9. bis zum 11. März, deren Programm langsam aber sicher Gestalt annimmt.

 

  Freitag, 9. März: Los geht es um 20 Uhr mit einem Auftaktkonzert im Kurtheater. „Wir arbeiten noch am Programm“, lässt sich Kulturamtschef Dr. Matthias Setzer noch nicht in die Karten schauen. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass es so kommt, wie es OB Alexander Hetjes (CDU) voraussagte: „Dr. Setzer singt und begleite ihn auf dem Klavier.“

  Samstag, 10. März: Schon von morgens an soll es im Stadtgebiet verteilt sogenannte Teaser-Konzerte geben, die das Publikum für den weiteren Tagesverlauf locken sollen. Vorkonzerte gibt es unter anderem in der Konzertmuschel im Kurpark, in den Louisen-Arkaden oder in der Ladengalerie im Rathaus. Von 14 Uhr an findet dann an einem noch nicht festgelegten Platz das „Offene Singen“ statt. „Jeder, der Spaß am Singen hat, ist eingeladen mitzumachen. Einfach nur den Kehlkopf mitbringen“, so Overbeck. Text und Noten sind vorhanden. Um 16 Uhr beginnt dann ein ökumenischer Gottesdienst in der Erlöserkirche, bei dem – kein Wunder – die Musik von Bachchor und Limburger Domsingknaben eine gewichtige Rolle spielen wird. Die eigentliche Nacht der Musik beginnt um 19 Uhr und soll die ganze Bandbreite der Amateurmusik widerspiegeln. An zehn Orten (Erlöserkirche, Hölderlin Schule, Humboldtschule, Jakobshallen, Englische Kirche, Kurtheater, Marienkirche, Schlosskirche, Speicher und Stadtbibliothek) finden jeweils vier Auftritte á 30 Minuten statt – jeweils mit 15 Minuten Pause. Die kann man nutzen, um den Standort zu wechseln. Overbeck: „Jeder Besucher kann sich seine eigene Konzertroute zusammenstellen.“ Eröffnet wird die „Nacht der Musik“ übrigens um 19 Uhr in der Erlöserkirche. Die Nacht klingt dann von 23 Uhr an bei Lounge-Atmosphäre im Lichthof der Humboldtschule aus.

  Sonntag, 11. März: Der protokollarische Höhepunkt – der Bundespräsident überreicht bei einem Festakt von 11 Uhr an im Landgraf-Friedrich im Kurhaus die Zelter- (für Chormusik) an den Winkeler Frauenchor und die Pro-Musica-Plakette (für instrumental Musik) an den Musikverein Viktoria ’08 Ober-Roden. Insgesamt werden 43 Zelter- und 13 Pro-Musica-Plaketten vergeben – „natürlich nicht alle durch den Bundespräsidenten“, ergänzt Overbeck.

Keine der Veranstaltungen dieser Amateurmusikveranstaltung kostet Eintritt. Lediglich für den Festakt am Sonntag wird eine Reservierungsgebühr von 1 Euro fällig. Wer den Bundespräsidenten sehen will, muss sich bis Anfang März 2018 unter Nennung des Namens, Geburtsortes und des Geburtsdatums auf der Internetseite www.tcom2018.de anmelden. Mittlerweile steht übrigens auch die Liste der teilnehmenden Chöre und Orchester fest – insgesamt 37 Ensembles mit rund 1000 Mitwirkenden werden in der Kurstadt erwartet, 15 davon aus dem Hochtaunuskreis. Overbeck verspricht: „Da ist von A wie a cappella bis Z wie Zupfmusik für jeden etwas dabei.“

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