TSG Friedrichsdorf

Rollschuhbahn wird mit Diamanten bearbeitet

Von Heinz Habermehl
Das mit Diamantschleifer versehene Arbeitsgerät muss zunächst die Bodenfläche glätten.
FNP

Die lange Wartezeit für Rollkunstläufer und Inline-Hockey-Spieler aus Friedrichsdorf hat bald ein Ende. Seit vergangenem Freitag wird die Bodenfläche der überdachten Rollschuhbahn im Sportpark endlich geglättet. Die Bodenplatte hatte am 29. April nicht ordnungsgemäß fertiggestellt werden können. Der Grund war eine verspätete Betonlieferung, die mehrere Probleme nach sich zog.

Als der Beton endlich da war, war es schon recht spät, weil aber die Bodenplatte für die Rollsportler absolut eben sein muss, arbeitete die Baufirma noch am späten Abend daran, um rechtzeitig fertig zu werden, solange das Material noch bearbeitet werden konnte. Der Baulärm wiederum störte einen Anwohner, der die Polizei verständigte. Und die Beamten verhängten um 22.30 Uhr einen Baustopp, weil die Firma keine Sondergenehmigung für die Nachtarbeit hatte. „Wir hätten noch gut eine Stunde bis zur Fertigstellung benötigt“, sagte später der verantwortliche Ingenieur. Die Baufirma hätte die Erlaubnis problemlos erhalten können Die Stadt war Genehmigungsbehörde, ein Anruf bei Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne) hätte genügt.

Fünf Monate Verzögerung

Der Baustopp jedoch hatte weitreichende Folgen. Die Arbeiten an der Bodenplatte konnten nicht wie erforderlich in einem Arbeitsgang abgeschlossen werden. Die Bodenplatte danach in einen für die Sportler brauchbaren Zustand herzurichten, war schwierig.

Es musste eine Lösung für das Problem gesucht und geklärt werden, wer die Kosten dafür übernehmen musste. Ein Gutachter wurde bestellt und die Bauarbeiten verzögerten sich um rund fünf Monate. Inzwischen ist klar, dass die Baufirma die Mehrkosten trägt. Derzeit wird der im 29. April nicht geglättete Bodenbereich mit einem Diamantschleifer aufbereitet. Danach wird die Gesamtfläche einer Stahlkugelbestrahlung unterzogen, bevor eine Ausgleichsspachtelung folgt. Die Plattenoberfläche wird zum Schluss mit einem Zement- und Kunststoffauftrag versehen. Anschließend werden die für Skater und Rollschuhfahrer notwendigen Markierungen aufgemalt. Die Rollschuhbahn soll dann von Ende Oktober an endlich nutzbar sein. Eine weitere zeitliche Verzögerung könnte sich allenfalls durch schlechtes Wetter ergeben. Denn bei Regen und Wind können die abschließenden Feinarbeiten nicht ausgeführt werden.

Heinz Habermehl