Ein Jahr Büffeln

Stipendium macht Studium an der accadis-Hochschule möglich

Von Sabine Münstermann
Sophie Joline Wennemuth studiert seit einem Jahr an der privaten accadis-Hochschule.
FNP

An einer privaten Hochschule studieren, in kleinen Gruppen lernen, eine gute Betreuung erfahren – das hat schon was, kostet aber in der Regel auch. Nicht allerdings, wenn man Sophie Joline Wennemuth heißt, denn die 20 Jahre alte Eschbornerin ist im vergangenen Jahr in den Genuss des mit 25 000 Euro dotierten Stipendiums der Frankfurter Neuen Presse (FNP) und ihrer Regionalausgaben, zu denen auch die Taunus Zeitung gehört, gekommen, das die FNP gemeinsam mit der Bad Homburger accadis-Hochschule vergeben hat. Wennemuth hatte sich gegen zehn weitere Mitbewerber durchgesetzt.

Sie habe sich intensiv mit ihrer Studienwahl auseinandergesetzt und „deutschlandweit nichts Vergleichbares gefunden“, sagte sie vor Beginn ihres Bachelor-Studiengangs „Business Communication Management“ bei accadis.

Stets praxisorientiert

Jetzt, nach einem Jahr, hat sie eine erste Bilanz gezogen. „Wenn ich ehrlich bin, scheint es mir fast unmöglich, alles, was ich alles im vergangenen Jahr gelernt habe, in ein paar Sätze zu fassen.“ Klar, die theoretischen Inhalte wie Rechnungswesen, Marketing oder Finanzwirtschaft entsprächen denen eines typischen Grundstudiums der Betriebswirtschaftslehre. „An der accadis ist dieses Studium aber in sofern atypisch, weil es sich bei den Inhalten nie nur um Theorie handelt, sondern wir Studenten wurden immer wieder vor praktische Aufgaben gestellt, denen wir auch im Berufsleben gegenüber stehen könnten.“ Hier knüpfe die accadis auch mit Sondermodulen an, die die „Softskills“ der Studenten, also soziale Fähigkeiten, stärken sollen.

Wennemuth sagt: „Als ich zum Beispiel gehört habe, dass wir eine Vorlesung samt Prüfung zum Thema Präsentation haben würden, konnte ich mir erstmal nicht unbedingt vorstellen, was mir ein solches Modul bringen soll. Im Nachhinein kann ich aber zweifellos sagen, dass ich einige neue Handkniffe gelernt habe, die mir behilflich waren, um eine Werkstudententätigkeit im Angebotsmanagement der Sparkasse zu bekommen.“

Eine andere Herausforderung betreffe das Zeitmanagement. Wennemuth: „Da wir pro Trimester immer nur wenige Wochen Vorlesungen haben, bevor die Klausuren anstehen, die dann alle innerhalb einer Woche geschrieben werden, muss man – ob man will oder nicht – lernen, seine Zeit effektiv zu nutzen. Und auch lernen, eine Balance zwischen Studium und Sozialleben zu finden.“

Internationale Ausbildung

Am spannendsten sei für sie bislang das Thema Interkulturelles Management und Kommunikation gewesen. Das habe man im Rahmen der Vorlesung „International Management 2“ angeschnitten. Da ich ja Business Communication Management studiere, reizen mich derartige Themenschwerpunkte natürlich sehr, mit Blick auf ein internationales Studium ist diese Vorlesung meiner Meinung nach doppelt sinnvoll.“

Das Jahr sei rasend schnell vorbei gegangen, erinnert sich Wennemuth, und besonders der Abschluss sei ihr im Gedächtnis haften geblieben: Das Ende des Jahres hätte im Rahmen des „accadis-Sommermärchens“ in der Spielbank Bad Homburg stattgefunden. Passend zum Thema „Red Carpet“ seien die Damen in langen Abendkleidern und die Herren im Anzug in den Kurpark gekommen. Nach einem leckeren Dinner habe der spannendste Teile des Abends begonnen: Es ging in die Spielbank. Wennemuth: „Als BWL-Studenten gingen wir an das „Zocken“ natürlich etwas strategischer heran. Meine Freundinnen und ich legten alle zusammen und setzen dann gemeinsam ein, was wir so an Budget zusammen bekamen, einmal am Automaten und ein paar Mal am Roulette-Tisch.“ Gewonnen habe sie zwar nicht, „aber ich hatte Spaß, ohne dabei arm zu werden“.

Ein Kommilitone habe seinen Einsatz sogar mehr als verdoppeln können. Wennemuth: „Fast ein bisschen das, wovon wir mit unserem Studium träumen – den Lern- und Kapitaleinsatz während unseres Studiums, im späteren Berufsleben zu verdoppeln.

Sabine Münstermann