Treffpunkt

Der Buchenbuschladen ist eine Erfolgsgeschichte

Von Leo Postl
Viele Gäste kamen, um Gabriele und Werner Trapold zu gratulieren. Links Silke Broschek und Roland Reichow, rechts Weinlieferant Frank Meloth und Anna Diefenbach.
Leo F. Postl/FNP

Wenn Gabriele oder Werner Trapold am frühen Morgen die Tür zum Buchenbuschladen öffnen und die Rollläden der Fenster hochziehen, dann sind sie nicht nur bereit, ihre treue Kundschaft zu bedienen, sondern haben auch gleich ihre Umgebung im Blick. „Brennt dort schon das Licht, ist die Nachbarin bereits auf dem Weg, und sind die Fenster schon zum Lüften geöffnet?“ Alle diese Anzeichen sind für die Trapolds das Signal, dass noch alles in Ordnung ist.

Persönlicher Kontakt

Im November 2008 wurde das Unternehmen „Buchenbuschladen“ gegründet – die Idee, die Anwohner der Buchenbusch-Siedlung mit den Grundbedürfnissen des täglichen Lebens zu versorgen, wurde eine Erfolgsgeschichte. „Auch für uns galt das Motto ,Aller Anfang ist schwer’, wir haben auch eine kritische Zeit durchgemacht“, betont Gabriele Trapold. Jetzt, nach zehn Jahren, kann das Paar nicht nur auf eine geschäftlich erfolgreiche Zeit zurückblicken, ganz wichtig ist Gabriele und Werner Trapold auch der menschliche Kontakt. Auf der großen Bank vor dem Buchenbuschladen geben sich mittlerweile nicht nur die Spatzen, die nach Krümeln suchen, ein Stelldichein, sondern viele treue Stammgäste, die auch gerne mal ein Schwätzchen miteinander halten.

Viele Bio-Produkte

„Ich habe mir ein besonderes Konzept ausgedacht, und es funktioniert wirklich gut, ich bezeichne es als Fair-Trade-Region“, verweist Gabriele Trapold auf die frisch eingekauften Lebensmittel. Seit Februar 2009 werden auch Bio-Spezialbrote aus der Rhön angeboten, dann kamen Bio-Wurstwaren, ebenfalls aus der Rhön, dazu. Bio-Fleischprodukte können auf Bestellung beschafft werden. Jeden Donnerstag, bei jedem Wetter, fährt Werner Trapold in die hohe Rhön, um dort ganz frisch die gewünschten Bio-Erzeugnisse einzukaufen.

Ein besonderer Leckerbissen sind die fruchtigen Brotaufstriche und Obstsäfte. Diese werden, ebenfalls in der Rhön, ohne Konservierungs- und Farbstoffe, wie zu Großmutters Zeiten hergestellt. Mit großem Erfolg wurde im August 2009 zudem ein Hermes-Paketshop eingerichtet. So können Kunden neben Retouren an verschiedene Versandhäuser auch ihre Pakete innerhalb Deutschlands und in viele europäische Länder zu günstigen Konditionen verschicken.

Zum zehnjährigen Bestehen war auch Frank Meloth vom Weingut aus Osthofen angereist, um seine edlen Tropfen persönlich zu offerieren. Da bleiben bei den Kunden kaum Wünsche offen.Viele Stammkunden kommen aus der benachbarten Seniorenwohnanlage Pappelweg, deshalb wurde auch zeitgleich das diesjährige Sommerfest gefeiert. Für musikalische Unterhaltung aller Gäste sorgte das „Interton Trio“ mit Helmut Sauer, Hans Lenk und Karlheinz Kastner.

(lp)

Leo Postl