07.11.2017 03:00 |

Luftnot und Rhythmusstörungen: Wenn das Herz zu schwach ist

Rüsselsheim Im Patientenseminar im GPR-Klinikum referieren Ärzte über Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz. Die Zahl der daran Erkrankten ist laut Deutschem Herzbericht seit Jahren steigend.

Nur wenige Erkrankte lassen sich auf Herzinsuffizienz untersuchen. Ein drohender Kreislaufkollaps kann die Folge sein.
Nur wenige Erkrankte lassen sich auf Herzinsuffizienz untersuchen. Ein drohender Kreislaufkollaps kann die Folge sein. Bild: Erwin Wodicka (35067626)

Die II. Medizinische Klinik des GPR-Klinikums veranstaltet unter der Leitung von Chefarzt Professor Dr. Hans-Jürgen Rupprecht am Mittwoch, 15. November, von 18 bis 20 Uhr im Konferenzraum des Personalwohnheims 1 auf dem Gelände des Klinikums, August-Bebel-Straße 71, im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung ein Seminar für Patienten, Angehörige und Interessierte.

„Das schwache Herz“ lautet das Motto der diesjährigen Herzwochen im November. Wie der Deutsche Herzbericht zeigt, ist die Erkrankungshäufigkeit der Herzinsuffizienz seit Jahren steigend. In Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Herzschwäche auf zwei bis drei Millionen geschätzt. 300 000 kommen jedes Jahr neu hinzu, 50 000 sterben an dieser Krankheit.

Die gute Nachricht: In den vergangenen Jahren sind große Fortschritte bei den Therapiemöglichkeiten erzielt worden.

Allerdings sei es ein großes Problem, dass die Patienten die Herzschwäche und die damit verbundenen Beschwerden wie Leistungsabfall, Atemnot und geschwollene Beine oft als altersbedingt resigniert hinnehmen und nicht wissen, dass dagegen etwas getan werden kann. Jeder, der unter Atemnot leidet, sollte den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob eine Herzschwäche die Ursache ist. Denn je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto größer seien die Chancen, sie zu bekämpfen. In Kurzvorträgen wird an dem Tag der neueste Stand der Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz anschaulich dargestellt werden.

Das Seminar beginnt um 18 Uhr mit einer Begrüßung von Chefarzt Professor Dr. med. Hans-Jürgen Rupprecht. Dr. Michael Weygandt erklärt im Anschluss, was chronische Herzschwäche ist und was die Ursachen sind. Um 18.30 Uhr steht die medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz im Mittelpunkt – Wirkungen und Nebenwirkungen, wichtige Kontrollen. Dazu referiert Oberarzt Rudolf Henrich Theis. Nach einer kurzen Pause beschäftigt sich Oberarzt Dr. Dorin Calcin Golcea mit der Resynchronisationstherapie und Defibrillator (Wem hilft das?).

Oberarzt Dr. Ruhollah Ghazi rundet das Seminar mit Altem und Neuem zur Herzinsuffizienz ab (Was ist erlaubt, was muss sein?). Dabei geht er auf Ernährung, Reisen, Bewegung als Therapie und Neues aus der Forschung ein. Nach dem jeweiligen Vortrag darf diskutiert werden.

Um 19.50 Uhr fasst Rupprecht das Gehörte zusammen. Die Gäste erwartet ab circa 20 Uhr ein Imbiss mit genügend Zeit zum Gedankenaustausch. In der Pause sowie vor und nach der Veranstaltung können die Besucher zudem ihren Blutdruck messen lassen. red

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