Westerwälder Holztage

Das Ziel: Den Blick auf die regionalen Güter zu richten

Von Klaus-Dieter Häring
Auch Holzbearbeitungsmaschinen für den Hausgebrauch wurden 2012 bei den Holztagen in Herschbach gezeigt. Archivfoto: Häring
Klaus-Dieter Häring/FNP

Wie bereits im Jahr 2012 übernimmt die Verbandsgemeinde Wallmerod in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Heschbach/Oww. die Koordination der Westerwälder Holztage. Das Thema Holz steht dabei wieder im Mittelpunkt einer dreitägigen Messe, um das Bewusstsein zu schärfen und gerade in Zeiten der Globalisierung den Blick auf die regionalen Güter zu lenken. Holz- und Forstwirtschaft bieten interessante Ausbildungs- und Arbeitsplätze und sind Garant für eine lebenswerte Region. Nicht zuletzt deshalb tragen die Holztage in diesem Jahr den Untertitel „Hier wächst Zukunft“.

Ziel ist es, den regionalen Firmen und Einrichtungen eine Plattform zur Präsentation, Vermarktung und Kooperation – auch mit überregionalen Unternehmen – zu bieten. Sie sind daher für Aussteller aus allen Bereichen der Verwertungs- und Vermarktungskette Holz eine gute Gelegenheit, ihr Angebot einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Programm in Planung

Das Programm ist zurzeit in Planung – einzelne Schwerpunkte stehen allerdings schon fest. Am Freitag, 28. September, findet eine Fachtagung zum Thema „Die Zukunft der Holzvermarktung im Westerwald – Fluch oder Sägen?“ statt. Die geplante Neuregelung der Holzvermarktung wirft noch viele Fragen auf, die in Vorträgen und sogenannten „Speed Datings“ mit Referenten aus dem Gemeinde- und Städtebund, Forstämtern, Waldbesitzerverbänden oder Einkäufern geklärt werden sollen. Der Samstag ist Ausbildungstag. An diesem Tag informieren die Kampagnen-Partner gemeinsam mit Unternehmen über die vielfältigen Chancen und Zukunftsperspektiven mit einer Ausbildung in regionalen Handwerksbetrieben. Jugendlichen und auch ihren Eltern wird hier in zwangloser Weise die Gelegenheit gegeben, sich über Ausbildung, Handwerksunternehmen und Karrieremöglichkeiten zu informieren.

Holz ist ein wichtiges volkswirtschaftliches Gut „direkt vor der Haustür“ und außerdem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – speziell im Westerwald. Holz und Wald sind große regionale Schätze, auf deren Wert nicht oft genug hingewiesen werden kann. Die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“, bestehend aus den drei Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis, mit dem Holzbaucluster und den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der drei Landkreise haben sich zusammengeschlossen, um auf dem „Westerwälder Holzweg“ Werbung für den Westerwald und den Rohstoff Holz in all seinen Facetten zu machen.

2016 wurden allein aus den Gemeindewäldern in der Holzvermarktungsregion Westerwald-Taunus 284 777 Festmeter Holz verkauft (ohne Brennholz an private Endkunden) – davon entfielen 138 702 Festmeter auf den Westerwaldkreis, 60 598 Festmeter auf den Landkreis Neuwied, 6315 Festmeter auf den Landkreis Altenkirchen und 79161 Festmeter auf den Rhein-Lahn-Kreis. Gut ein Zehntel der Beschäftigten im gewerblichen Sektor sind im Westerwald entlang der Wertschöpfungskette Holz tätig.

Klaus-Dieter Häring