09.11.2017 03:30 | red

Ausnahmesportler: Eisenbacher kommt mit Rad 1,5 Mal um die Welt

Eisenbach Helmut Schorr hat schon immer gerne Sport gemacht. Als er das Radfahren für sich entdeckte, ist eine besondere Leidenschaft entfacht.

Ohne sein Fahrrad würde ihm etwas fehlen.
Ohne sein Fahrrad würde ihm etwas fehlen.

Wer ihn, wie immer flotten Schrittes, in Zivil sieht, denkt an einen Mann knapp über 60. Wer ihn im Radtrikot und wie immer mit Helm sieht, denkt an einen topfitten 40-Jährigen. Dabei geht das zweitälteste männliche Mitglied der VLG Eisenbach stramm auf die 79 Jahre zu. Außer seiner ersten Sportart, dem Geräteturnen, bei der er für den TV Eisenbach an den Start ging, war Helmut Schorr ein Spätstarter. Als 1969 in der zweiten Mannschaft des TuS Eisenbach mehrere Spieler fehlten, überredete ihn sein Schwager Bernd Falkenbach, für kurze Zeit auszuhelfen.

Daraus wurden letztlich neun Jahre, in denen Helmut Schorr immer in der ersten Mannschaft des TuS Eisenbach als torgefährlicher, pfeilschneller und fairer Stürmer so manches Eisen für den TuS aus dem Feuer holte. Anschließend folgten sechs aktive Jahre bei der SOMA und den Altfußballern des Kreises Limburg-Weilburg. Für die LSG Goldener Grund sammelte er zwischen 1976 und 1988 jede Menge Titel in 100 und 400 Meter Sprint-Wettbewerben.

Nach Tennis aufs Rad

In den Jahren von 1985 bis 2013 lies Helmut Schorr als erfolgreicher Tennisspieler für den TC Rot Weiß Limburg in der Hessenliga und den TC Selters die Kugel flitzen, bevor er im Jahr 1997 eher aus einer Laune heraus seinen Schwager Bernd Falkenbach auf einer Fahrradtour von Gedern im Vogelsberg nach Eisenbach über 105 Kilometer – damals noch mit einem alten Fahrrad und keinen anständigen Klamotten – begleitete.

Fortan fand der Ausnahmesportler immer mehr Gefallen am Rad fahren. Bei jedem Geburtstag oder Weihnachtsfest wurde Helmut Schorr von seiner Familie systematisch mit professionellen Radhosen, -hemden und -schuhen ausgerüstet. Als er im Jahr 2002 mit seinen Sportfreunden von der VLG zum ersten Mal von Eisenbach nach Luxemburg fuhr, war er optimal ausgerüstet und fortan bei allen großen Radtouren dabei.

Es folgte 2003 die Fahrt von Eisenbach nach Eichstädt über 456 Kilometer und ein Jahr später ging es von dort über 610 Kilometer von Eichstädt nach Wien. Mit seinen Begleitern Simon Beck, Michael Blisch, Gert Schloß, Schwager Bernd Falkenbach, Klaus und Peter Zöller, Stefan Wagner und ein Jahr später noch zusätzlich Sascha Falkenbach, Ralf Stahl und Karl-Heinz Heise radelte er insgesamt 1070 Kilometer. Auch als er mit seinem Rad-Team 2006 von Eisenbach nach Freiburg fuhr, wären die Mitfahrer ohne ihn vermutlich nie dort angekommen. Auf einer äußerst schlecht beschilderten Route war er es immer, der als „Leitwolf“ einen klaren Kopf behielt und die Gruppe am Ende des Tages sicher ans Ziel brachte.

6000 Kilometer gefahren

2011 fuhr er in fünf Tagen mit seinem Schwager Bernd Falkenbach bei größter Hitze von Eisenbach nach München. Zwischendurch war er mit seiner Frau Vroni, die er auch für den Radsport begeistern konnte, deutschlandweit mehrere tausend Kilometer auf Achse.

Seit mehreren Jahren vergeht fast kein Tag, an dem der Radsportler nicht bei so gut wie jeder Wetterlage auf seinem Fahrrad sitzt. Alleine in diesem Jahr hat er bereits 6000 Kilometer auf dem Tacho. In den vergangenen 15 Jahren waren es wohl insgesamt geschätzt mehr als 60 000 Kilometer. Das sind umgerechnet rund 1,5 Touren rund um den Erdball.

Die VLG Eisenbach, die Vereinigung für Läufer und Geher, die als sogenannter Mehrspartenverein für Läufer, Triathleten, Walker, Duathleten, Mountainbike-Fahrer, Rad-Touren-Fahrer und Trail Runner auch nach fast 50 Jahren äußerst attraktiv ist, ist stolz darauf, einen solchen Ausnahmesportler in ihren Reihen zu haben.

(red)

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