09.11.2017 03:00 |

Fotoausstellungen: Erinnerungen an Reisen und Zeltlager der Katholischen jungen Gemeinde

Brechen Der Arbeitskreis Historisches Brechen weckt mit zwei Foto-Ausstellungen Erinnerungen an die Zeltlager der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) und die deutsch-französischen Jugendbegegnungen.

Niederbrechener in Paris: Im Rahmen der zweiten Frankreich-Fahrt im Jahr 1968 besuchten (von links) Irmgard Otto, Heidi Koch, Christhilde Kramm, Erika und Monika Fritz, Kaplan Hermann-Josef Schwickert, Elfriede Stillger, Brigitte Steul, Greti Dillmann sowie (stehend, von links ) Waltraud Roth und Marianne Arthen die Metropole.
Niederbrechener in Paris: Im Rahmen der zweiten Frankreich-Fahrt im Jahr 1968 besuchten (von links) Irmgard Otto, Heidi Koch, Christhilde Kramm, Erika und Monika Fritz, Kaplan Hermann-Josef Schwickert, Elfriede Stillger, Brigitte Steul, Greti Dillmann sowie (stehend, von links ) Waltraud Roth und Marianne Arthen die Metropole. Bild: Picasa

Katholische Kinder- und Jugendarbeit hat in Niederbrechen – wie in vielen anderen Gemeinden und Ortsteilen – eine lange Tradition, die in der Nazi-Zeit zwar eingeengt und stark behindert, aber nach 1945 wieder mit großem Schwung fortgesetzt wurde. Neben den jeweiligen Pfarrern engagierten sich vor allem die Kapläne und ermöglichten so viele Aktivitäten, die für die damalige Zeit nicht selbstverständlich waren. Ausgedehnte Ausflüge in die nähere Umgebung, die beiden Fahrrad-Fahrten nach Holland (1954 und 1955) oder die Teilnahme an den Diözesanzeltlagern in Kirchähr sind bei vielen in sehr guter Erinnerung geblieben.

1956 fand dann das erste selbst organisierte Zeltlager zusammen mit der Jungschar Oberbrechen in Hasselbach statt. Die Lagerleitung hatten der Niederbrechener Pfarrjugendleiter Karl Bach sowie die beiden Kapläne Heribert Schmitt und Albert Muth.

In historischen Zelten

Damit war der Grundstein für die Durchführung der Zeltlager in den nächsten Jahrzehnten gelegt. Die Ausstellung ruft alle Orte in Erinnerung. Bis 1980 hat es jährlich weitere Zeltlager gegeben.

Von 1988 bis 1993 fanden Pfingst-Zeltlager statt; seit 2012 findet jährlich ein KjG-Pfingstzeltlager für Jungs und Mädchen auf der PeeZ-Wiese in Niederbrechen statt – bis 2017 in den alten historischen Rundzelten der KjG.

Vor allem bei den Jungs waren die Freizeiten in Hausen beliebt. Hier ein Bild aus dem Jahr 1957. Von links: Karl Jürgen Jung, Josef Koob, Willi Höhler, Hans Rentz, Hans Walter Frank, Gerhard Bretz, Dieter Sturm, Gerhard Heep, Berthold Schneider, Willi Speth. Foto: Karl Jung
Vor allem bei den Jungs waren die Freizeiten in Hausen beliebt. Hier ein Bild aus dem Jahr 1957. Von links: Karl Jürgen Jung, Josef Koob, Willi Höhler, Hans Rentz, Hans Walter Frank, Gerhard Bretz, Dieter Sturm, Gerhard Heep, Berthold Schneider, Willi Speth.

Parallel zu den Zeltlagern bot die KjG Niederbrechen ab 1969 Mädchen-Freizeiten, dann Freizeiten für Kinder- und Jugendgruppen an – jährliche Aktivitäten, die bis heute Jahr für Jahr angeboten werden. Diese Kinder- und Jugendfreizeiten der KjG Niederbrechen knüpfen somit in neuer Form an die damalige Ära der Zeltlager an.

Eng mit dieser Tradition verbunden sind die Fahrten der KjG ins Ausland. Im Rahmen der deutsch-französischen Aussöhnung gewannen Begegnungen von jungen Leuten beidseits der Grenze eine besondere Bedeutung, unterstützt und gefördert durch das deutsch-französische Jugendwerk. 1965 weilte eine erste Gruppe von 40 jungen Franzosen aus Lens/Pas de Calais in einem Zeltlager in Haintchen. 1966 folgte eine Gruppe mit über 140 jungen Leuten aus dem Raum Lens, die in der hiesigen Region u.a. auch in Nieder- und Oberbrechen untergebracht waren. Eine weitere Gruppe aus dem Raum Lens war ein Jahr später wieder in Niederbrechen (in der Schule) untergebracht.

Frankreich-Touren

Vom 14. bis 28. Juli 1967 bezog eine Gruppe von 26 Niederbrechener Jugendlichen mit ihren Betreuern in der Schule in Lens Quartier. Neben Begegnungen mit alten und neuen Freunden standen vor allem Besuche kultureller, kirchlicher und historischer Sehenswürdigkeiten sowie von verschiedenen Soldaten-Friedhöfen und Kriegsschauplätzen auf dem Programm. Im Juli 1968 fand die zweite Frankreich-Fahrt mit 35 Jugendlichen unter Leitung von Kaplan Hermann-Josef Schwickert nach Lens statt.

Dieser Jugendaustausch zwischen Niederbrechen und Lens fand das besondere Interesse des damaligen Niederbrechener Pfarrers Karl Bernhardt, der als junger Soldat die Hölle von Verdun erlebt hatte und dem die deutsch-französische Aussöhnung ein ganz besonderes Anliegen war.

1969 fand die Begegnung der jungen Leute beider Orte in Garmisch-Partenkirchen statt, danach kam es zu weiteren Begegnungen. Im Rahmen der Freizeit-Angebote der KjG Niederbrechen wurden über viele Jahre Frankreich-Aufenthalte in das nahe gelegene Ruitz angeboten, aber auch zu anderen Orten in Frankreich.

Der Kontakt zwischen einigen der Teilnehmer der ersten Treffen setzte sich bis heute fort – so trafen sich in diesem Jahr – 50 Jahre nach der ersten Begegnung – einige der Beteiligten in Lens. red

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