10.11.2017 03:30 | Manfred Becht

Sperrungen an der Baustelle: Es wird eng am Wiesbadener Kreuz

Jetzt wird es ernst für die Autofahrer am Wiesbadener Kreuz. Am Wochenende kommt es zu den ersten Sperrungen an der Baustelle. Es gibt aber Schleichwege.

Im März 2017 soll der Umbau  Wiesbadener Kreuz beginnen. Drei Jahre soll die Sanierung dauern.
Drei Jahre soll die Sanierung am Wiesbadener Kreuz dauern. Bild: Knapp

Ortsvorsteher Herwart Goldbach stimmte die Wallauer schon einmal auf kommenden Ärger ein. „Da kommt ziemlich viel auf uns zu“, kündigte der CDU-Mann vor dem Stadtteilparlament an. Wieviel genau, das wird man vorher wohl kaum wissen. Zunächst einmal werden andere Orte möglicherweise stärker betroffen sein als Wallau. Aber auch das sind eher Spekulationen.

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Jedenfalls wird sich am kommenden Wochenende die Baustelle auf dem Wiesbadener Kreuz erstmals auf den Verkehr in der Umgebung auswirken. Für den Bau von Behelfsbrücken wird voraussichtlich von Freitagabend 20 Uhr bis Montagmorgen 5 Uhr die Rampe gesperrt, über die die Fahrer von der Autobahn A 3 von Norden kommend auf die Autobahn A 66 in Richtung Frankfurt wechseln. Der überörtliche Verkehr von Köln kommend wird weiträumig über das Mönchhof-Dreieck und das Frankfurter Kreuz umgeleitet.

Aber niemand weiß, welcher Anteil der Autofahrer sich dann tatsächlich an die Beschilderung hält. Der Blick auf die Karte zeigt die Schleichwege – über die B 455 über Eppstein in den gesamten östlichen Main-Taunus-Kreis beispielsweise. Entsprechende Befürchtungen waren unter anderem in Eppstein, aber auch im Hofheimer Stadtteil Lorsbach schon laut geworden. Näher am Wiesbadener Kreuz liegende Orte können vor allem dann betroffen sein, wenn es an der Baustelle zu Staus kommt.

Weitere Spuren gesperrt

Das ist deshalb gut möglich, weil neben dieser Rampe zwischen den beiden Autobahnen weitere Spuren auf der A 66 gesperrt werden müssen. Beide Hauptfahrbahnen Richtung Frankfurt fallen weg, der Verkehr wird über die sogenannten Verflechtungsstreifen geführt. Das sind die parallel verlaufenden Spuren, auf der die Autos von der A 3 ankommen oder zu dieser hinführen. In Richtung Wiesbaden fällt eine Spur weg, auch dort kann es gut zu Engpässen auf den Verflechtungsstreifen kommen.

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Die seit einigen Wochen an dem Autobahnkreuz laufenden Bauarbeiten haben den Neubau der zentralen Brücke der Autobahn A3 über die A66 zum Ziel. Dies muss sein, weil der Altbau so marode ist, dass ein Neubau nicht mehr warten kann, bis das gesamte Kreuz in einigen Jahren ausgebaut werden soll. Bereits jetzt sind Netze unter der Brücke gespannt, um zu verhindern, dass Betonbrocken auf die Fahrbahn fallen.

Pfeiler werden gebaut

Erster wichtiger Schritt der Neubauarbeiten ist der Bau von Behelfsbrücken, über die der Verkehr während des Baus der Hauptbrücke rollen kann. Am kommenden Wochenende sollen dafür Pfeiler gebaut und Spundwände gerammt werden – mit einer gewissen Lärmbelästigung in der Umgebung ist damit wohl auch zu rechnen. Trotzdem werden die Arbeiten am Wochenende durchgeführt, weil dann zumeist nicht ganz so viel Verkehr auf den Autobahnen ist wie an den Werktagen.

Im Laufe der nächsten Monate wird es zu weiteren Sperrungen kommen. Bereits am nachfolgenden Wochenende wird, um die Arbeiten fortsetzen zu können, in jede Fahrtrichtung auf der A66 ein Hauptfahrstreifen gesperrt. Insgesamt werden dort bis zum Jahr 2020 rund 50 Millionen Euro verbaut. Mehrfach wird es in dieser Zeit noch zu Sperrungen kommen. Ob das Budget angesichts der aktuellen erheblichen Preissteigerungen am Bau einzuhalten ist, wird sich noch zeigen.

Der Zeitplan könnte jetzt auch schon in Gefahr sein – wie Wallaus Ortsvorsteher Goldbach im Ortsbeirat noch berichtete, seien die ersten Verzögerungen sogar schon eingetreten. Der nahe gelegene Flugplatz Erbenheim war während es Zweiten Weltkrieges das Ziel zahlreicher Bombenangriffe – und deshalb muss jetzt die gesamte Straßenbaustelle intensiv nach Blindgängern abgesucht werden.

Und für die ganze Region ist diese Baustelle nur ein erster Vorgeschmack auf weiteren Stress auf den Straßen – im Laufe der nächsten Jahre werden nach und nach alle Autobahnkreuze in der Region umgebaut, ausgenommen ist nur das Frankfurter Kreuz.

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