10.11.2017 03:00 | Niklaus Mehrfeld

Sicherheit: Ordnungspolizei kontrolliert weiter an der Bahnhofstraße

Eddersheim Wie kann man die gefährliche Situation für die Fußgänger an der Baustelle Bahnhofstraße entschärfen? Die Sozialdemokraten haben sich darüber Gedanken gemacht.

Durch die Baustelle ist eine Seite der Bahnhofstraße für Fußgänger und Radler nahezu    versperrt.
Durch die Baustelle ist eine Seite der Bahnhofstraße für Fußgänger und Radler nahezu versperrt. Bild: Hans Nietner

Das Bauprojekt auf dem Grundstück des ehemaligen katholischen Kindergartens an der Bahnhofstraße war wochenlang ein Aufregerthema im Hattersheimer Stadtteil Eddersheim. Wie berichtet, war das Areal in früheren Zeiten ein Friedhof gewesen. Dann wurde der Bestattungsort geschlossen und später auf dem als Friedhof entweihten Areal eine Kinderbetreuungseinrichtung errichtet. Bei den Baggerarbeiten für den Neubau von Reihenhäusern waren dann Knochen zutage gefördert worden, die von den einstigen Gräbern stammen. Die Mitglieder von zwei Bürgerinitiativen aus dem Stadtteil forderten aus moralischen Gründen einen respektvollen Umgang mit den Knochenfunden. Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) setzte sich mit dem Bauträger in Verbindung, um eine einvernehmliche Lösung in dieser Sache herbeizuführen. In der Zwischenzeit wurden die Knochenfunde von der Feuerwehr geborgen.

Protest im Stadtteil

Doch damit war die Aufregung um die Baustelle an der Bahnhofstraße noch nicht vorüber. Durch die Erdarbeiten waren nicht nur Bagger im Einsatz. Vor allem Lastwagen wurden benötigt, um die Erde abzutransportieren. Weil die Schwerlastwagen aber nicht nur den Fußweg versperrten, sondern durch ihre An- und Abfahrten zudem eine Seite der Bahnhofstraße für Fußgänger und Radler eigentlich fast nicht mehr benutzbar war, regte sich erneut Protest in dem Stadtteil. Schließlich kontrollierten Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes an der Baustelle.

Schulweg beeinträchtigt

Nun befasste sich auch die Stadtverordneten mit dem Thema Verkehrssicherheit in der Bahnhofstraße, beziehungsweise am Lindenplatz. Die SPD-Fraktion hatte dazu einen Antrag gestellt. Der Magistrat solle prüfen lassen, wie dort während der Bauphase eine verkehrstechnisch sichere Lösung aussehen könne. Die Sozialdemokraten wiesen auf die Beeinträchtigung des Schulweges sowie der Wegeverbindung zum neuen katholischen Kindergarten am Mainufer hin. Hilfspolizisten hätten Kindern und Erwachsenen in Höhe der Baustelle beim Überqueren der Bahnhofsstraße geholfen. Das hatte aber zur Folge, dass diese auf der anderen Straßenseite gehen und nicht mehr die Fußgängerampel am Lindenplatz, die ein sicheres Überqueren der Flörsheimer, beziehungsweise der Neckarstraße ermöglicht, benutzen können. Vor allem für Kinder und Menschen mit Gehhilfen wie Rollatoren sei dies gefährlich.

Für die Stadtverwaltung erklärte der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Werner Schaffhauser, dass Mitarbeiter zu verschiedenen Zeiten dort Kontrollen durchgeführt hätten. Derzeit gebe es aber keine außergewöhnlichen Beeinträchtigungen im Bereich der Baustelle, erläuterte Schaffhauser. Der Antrag wurde von der CDU/FWG/FDP-Koalition abgelehnt.

(meh)

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