10.11.2017 03:30 | Holger Vonhof

Uwe Serke: Vereinsringe haben einen neuen Chef

Griesheim Neuer Vorsitzender des Frankfurter Stadtverbands der Vereinsringe ist der Sossenheimer Uwe Serke. Er führt derzeit den Verein, der die bevorstehende 800-Jahrfeier des Stadtteils plant.

Uwe Serke, Vereinsmensch aus Sossenheim.
Uwe Serke, Vereinsmensch aus Sossenheim. Bild: Maik Reuß

Uwe Serke ist ein CDU-Mann. Aber er denkt nicht in Schubladen, wenn es um Lösungen geht. Der 49 Jahre alte Landtagsabgeordnete aus Sossenheim, der bei der Frankfurter Sparkasse gelernt hat, ist am Mittwochabend zum neuen Vorsitzenden des Stadtverbands der Vereinsringe gewählt worden. Er vertritt damit 35 Frankfurter Stadtteil-Vereinsringe, in denen rund 1100 Vereine mit circa 350 000 Mitgliedern zusammengefasst sind. Der Verband ist die gemeinsame Klammer, der die Vereine gegenüber der Kommune und übergeordneten Behörden und Institutionen vertritt.

Die Position des Vorsitzenden war vakant gewesen, seit Amtsinhaber Klaus-Jürgen Etzrodt im vergangenen Jahr überraschend verstorben war (wir berichteten). Zudem hatte sich der Unterliederbacher Karl-Leo Schneeweis nach mehr als 25-jähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit aus Altersgründen entschlossen, für eine Wiederwahl als stellvertretender Vorsitzender nicht mehr zur kandidieren.

Mit 82 Prozent gewählt

Im Saalbau Griesheim bei der Mitgliederversammlung haben die Vertreter von 28 Frankfurter Vereinsringen, die der Einladung gefolgt waren, Serke mit 82 Prozent aller abgegebenen Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat Peter Schmitt aus Bornheim, Mitglied des Großen Rats der Karnevalvereine, blieb abgeschlagen, gratulierte Serke aber zum Erfolg. Serke hatte sich nicht selbst ins Spiel gebracht, sondern war von zwei Vorstandsmitgliedern unabhängig voneinander gefragt worden. „Dass ich nach reiflicher Überlegung zugesagt habe, lag vor allem daran, dass das alles fantastische Team-Leute sind und keine Selbstdarsteller. Das sieht man schon daran, dass sie in der zweiten Reihe bleiben wollten“, sagt Serke.

Der Diplom-Kaufmann, seit 1984 Mitglied der CDU und seit 2005 Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Sossenheim, war vor seinem Landtagsmandat Mitglied des Ortsbeirats 6 (Frankfurter Westen) und der Stadtverordnetenversammlung. Er ist Mitglied in vielen Sossenheimer Vereinen und führt den im vergangenen Jahr gegründeten Verein zur Vorbereitung der 800-Jahr-Feier Sossenheims in 2018. Außerdem ist er Vorsitzender der CDU-Arge West. Seine neue Position im Stadtverband spornt ihn an: „Ich will nicht groß trommeln, sondern durch meine Vernetzung und meine guten Kontakte im Interesse der Vereine arbeiten. Vereine sind der Kitt der Gesellschaft.“

Zwei Stellvertreter

Die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtverbands war satzungsgemäß doppelt zu besetzen. Neben einem der bisherigen Amtsinhaber, Markus Mannberger, bewarb sich Uwe Lüdicke, der für den Stadtverband bereits in der Vergangenheit in verschiedenen Positionen tätig war. Beide Kandidaten wurden mit großer Mehrheit gewählt. Für die Wahl der beiden verbleibenden Vorstandsfunktionen – Kassierer und Schriftführer – kandidierten die bisherigen Amtsinhaber Reinhard Manschitz und Axel Etzrodt, die jeweils in ihren Funktionen bestätigt wurden. Die Amtsperiode beträgt drei Jahre.

Arbeit gibt es genug: Zwar wachsen die Mitgliederzahlen der Vereine, doch gibt es bei Festen und Veranstaltungen meist nicht genug Helfer, und dann fehlt Geld in den Kassen, das bei solchen Festen verdient werden kann. Zudem werden Feste immer teurer. Beispiel Höchster Schlossfest: In diesem Jahr stand es kurz vor der Absage, weil die Sicherheitsauflagen solch hohe Kosten verursachten, die vom Höchster Vereinsring kaum noch zu tragen waren. Die Stadt Frankfurt hat zwar einen Sonderfonds in Höhe von 500 000 Euro zur Unterstützung aufgelegt. Jedoch war bis kurz vor Festbeginn nicht klar, wie und wann daraus benötigtes Geld an die Vereine und Vereinsringe ausgezahlt wird (wir berichteten). Serke will den Weg weitergehen und Lösungen in Gesprächen zu finden.

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