09.11.2017 03:00 | Alexandra Flieth

Prinzessinnen-Bett für Malea: Wie ein karitativer Verein erfüllt Herzenswünsche von Kindern in Not erfüllt

Höchst In den vergangenen zwei Jahren hatte es die fünfjährige Malea nicht leicht: Das Mädchen hat miterlebt, wie ihre Mama unter starken Schmerzen litt. Mit einem Prinzessinnen-Bett bekam die Kleine jetzt einen Herzenswunsch erfüllt. Und einen Schulranzen gab es noch dazu.

Welches kleine Mädchen hat nicht einmal davon geträumt, eine Prinzessin zu sein? Malea (5) bekam ihren Traum von einem Prinzessinnen-Bett sogar von einer echten Prinzessin erfüllt. Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg hat 2005 einen karitativen Verein gegründet und erfüllt seitdem Kindern in Not ihre Herzenswünsche.
Welches kleine Mädchen hat nicht einmal davon geträumt, eine Prinzessin zu sein? Malea (5) bekam ihren Traum von einem Prinzessinnen-Bett sogar von einer echten Prinzessin erfüllt. Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg hat 2005 einen karitativen Verein gegründet und erfüllt seitdem Kindern in Not ihre Herzenswünsche. Bild: Maik Reuß

Malea (5) ist voller Vorfreude und drückt schon einmal auf den Türöffner, obwohl es noch gar nicht geklingelt hat. Es ist ein besonderer Tag, denn das Mädchen wartet zusammen mit ihrer Mama Anna-Katharina Roth (36) auf eine echte Prinzessin. Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg hat ihren Besuch für den Nachmittag angekündigt. „Eine Krone trägt sie aber nicht“, sagt Malea wissend. Sie holt ihr Lieblingskuscheltier „Kunibert“ – ein Plüsch-Schaf – aus dem Kinderzimmer, hält es ganz fest in ihren Armen und wartet geduldig.

Auf dem Tisch im Wohnzimmer liegt ein kleines Bild, dass das Mädchen noch am Tag zuvor gemeinsam mit ihrer Mama angefertigt hat. Sie möchte es der Prinzessin schenken und sagt stolz: „Den Regenbogen habe ich gemacht.“ Als plötzlich die Klingel ertönt, rennt die Kleine zur Tür und öffnet. „Vielleicht läufst Du ihnen entgegen“, sagt ihre Mutter. Das lässt sie sich kein zweites Mal sagen, schlüpft in ihre Schuhe und kommt kurze Zeit darauf mit Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg zurück.

In besonderer Mission

Und sie hat mit Gabriele Popp noch eine Freundin mitgebracht. Die beiden Damen sind in einer besonderen Mission unterwegs. Die Prinzessin ist die Gründerin und Vorsitzende eines nach ihr benannten Vereins, der Kindern aus sozial benachteiligten Familien besondere Herzenswünsche erfüllt. Neben ihr engagieren sich Gabriele Popp sowie weitere Mitstreiter ehrenamtlich für den guten Zweck.

Der 2005 gegründete Verein hat seinen Sitz in Stuttgart und konzentriert sich in seinem Engagement vor allem auf Baden-Württemberg. Wenn sie Kindern in Not einen Herzenswunsch erfüllen könnten, dann versuchten sie auch mal, Projekte in anderen Bundesländern zu realisieren, erklärt die Prinzessin. Ermöglicht würde die Umsetzung durch Geld- und Sachspenden. Maleas Herzenswunsch ist ein Prinzessinnen-Bett, das bereits in ihrem Kinderzimmer aufgebaut ist. Das Hochbett sieht aus wie ein rosafarbenes Schloss und hat sogar eine Rutsche, mit das Mädchen spielerisch aus dem Bett gelangt.

Sogar mit einer Krone

„Und es gibt auch eine Krone“, sagt Malea. Sie hält ihr Gesicht durch eine runde Öffnung, die im Stoff des Prinzessinnen-Betts ist. Oberhalb der Öffnung ist eine gelb-goldene Krone aufgemalt, und so sieht es aus, als ob das Mädchen eine Krone auf ihren Kopf trägt.

Dass die kleine Malea es in ihrer Vergangenheit nicht leicht hatte, steht außer Frage. Bei ihrer Mama wurde vor ein paar Jahren eine angeborene Blutgerinnungsstörung diagnostiziert. Die Folge der Krankheit waren immense Schmerzen, die nur mit hochdosierten Schmerzmitteln erträglicher gemacht werden konnten. „Manchmal“, erzählt Maleas Mutter, die alleinerziehend ist, „waren die Schmerzen trotzdem so schlimm, dass ich laut geschrien habe.“ Ihr Leid habe Malea täglich mitbekommen.

Durch die Blutgerinnungstörung entstanden bei der Mutter des Mädchens starke Gewebeschäden an ihren Zehen. Erst eine Amputation von zwei Zehen konnte die Schmerzen lindern. Auch die anderen Zehen sind betroffen. Die Füße von Anna-Katharina Roth sind dick mit Mullbinden umwickelt. Sie hofft zwar, dass keine weitere Zehen amputiert werden müssen, ist aber froh, dass sie diesen Schritt gegangen ist. „Die Schmerzen waren so schlimm. Ich hätte mir sogar ein Bein abnehmen lassen, wenn es die einzige Möglichkeit gewesen wäre, wieder zu leben“, beschreibt sie ihre Situation. Denn die Krankheit habe sie sehr eingeschränkt.

Und nun das Geschenk für Malea. „Ich bin sehr, sehr dankbar dafür“, sagt ihre Mutter. „Allein ihre Augen so leuchten zu sehen macht mich glücklich.“ Auf das Schicksal von Malea und ihrer Mutter sei sie über Facebook aufmerksam geworden, sagt Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Und da das Mädchen im kommenden Jahr eingeschult wird, hat sie noch eine zweite Überraschung mitgebracht: einen nagelneuen Schulranzen.

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