11.11.2017 03:30 |

Lesewochen: Autoren machen Lust auf Bücher

Am Montag (13.) geht es los: In 22 Schulen in Rüsselsheim und Umgebung gibt es einen Monat lang Autorenlesungen und Schreibwerkstätten. Wir haben mit Maria Roos, Vorsitzende des Vereins „Lesen und lesen lassen“, und Eva Süßmilch, Leiterin der Stadtbücherei Rüsselsheim, aus dem Organisationsteam gesprochen.

Eva Süßmilch (links) und Maria Roos vor der für die „Rüsselsheimer Lesewochen“ dekorierten Vitrine in der Stadtbücherei.
Eva Süßmilch (links) und Maria Roos vor der für die „Rüsselsheimer Lesewochen“ dekorierten Vitrine in der Stadtbücherei. Bild: (Stella Lorenz)

Was ist das Besondere an den Lesewochen?

MARIA ROOS: Den Schülern sollen die Bücher und vor allem auch die Autoren nahegebracht werden.

EVA SÜSSMILCH: Für sie ist es eine tolle Erfahrung, oft ist der gastierende Schriftsteller dann „ihr“ Autor, zu dem sie einen besonderen Bezug haben.

Was ist der immer wiederkehrende Reiz, die Lesewochen jedes Jahr zu organisieren?

ROOS: Wir als Beteiligte sehen, dass es sich lohnt. Wenn wir die leuchtenden Augen der Kinder sehen, ist das die ganze Arbeit wert.

Welche Aspekte werden von den Schülern am meisten gelobt?

ROOS: Die Autogrammkarten! (lacht) Die Schüler sind stolz darauf, die Autoren kennenzulernen. In den weiterführenden Schulen erleben wir oft, dass die Kinder das Konzept aus der Grundschule noch gut kennen. Das ist eine schöne Sache.

SÜSSMILCH: Wir bekommen viel positives Feedback von den Lehrern und den Schülern, die in die Stadtbücherei kommen.

Wie sieht die Organisation im Vorfeld aus?

SÜSSMILCH: Es sind im engeren Kern sechs Personen, dann kommen noch Unterstützer seitens der Vereinsmitglieder dazu, die zum Beispiel Fahrdienste für die Autoren machen.

ROOS: Im Grunde beginnt die Planungsarbeit bereits direkt nach dem Ende der Lesewochen. Zur Programmplanung und der Anmeldungskoordination kommt natürlich auch noch die Unterstützungssuche. Dieses Jahr gibt es zum Beispiel eine wechselseitige Kooperation mit der Rüsselsheimer Buchhandlung „Kapitel 43“.
 

 

Gibt es in diesem Jahr besondere Höhepunkte?

ROOS: Dieses Jahr nehmen die Borngrabenschule erstmals mit einer Schreibwerkstatt und die Helen-Keller-Schule zum ersten Mal mit einer Lesung teil. Für Lehrer und Vereinsmitglieder gibt es ein Abendessen mit den Autoren, auf das wir uns sehr freuen. Außerdem haben wir zwei neue Autoren mit dabei: Nikola Huppertz und Hans-Jürgen Feldhaus.

SÜSSMILCH: Für die Schüler gibt es viele kleine Höhepunkte. Sie haben vorher keine Vorstellung davon, wie ein Buch entsteht. Dann löchern sie die Autoren: „Wie, du malst die Bilder nicht selbst?“ oder „Wird man als Autor reich?“

Dieses Jahr finden die 32. Lesewochen statt, und der Förderverein ist 20 Jahre alt geworden: Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

SÜSSMILCH: Wir überlegen immer, welche Autoren und welche Formen gut passen könnten. Mit dem Comic-Workshop von Hans-Jürgen Feldhaus haben wir eine neue Möglichkeit geschaffen, aber wir denken auch über die stärkere Einbindung von Sachtexten, zum Beispiel über Ritter oder Feuerwehrmänner, nach. Damit würden wir viele Kinder bei ihren Interessen abholen.

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