10.11.2017 03:30 |

DLRG-Ortsgruppe feiert Jubiläum: Seit 50 Jahren auf der Erfolgswelle

RAUNHEIM Neben der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk ist die DLRG ein weiterer wichtiger ehrenamtlicher Rettungsdienst. Die Ortgruppe Raunheim besteht seit 50 Jahren.

Gründungsmitglied Walter Windorf schaut auf 50 Jahre DLRG in Raunheim zurück.
Gründungsmitglied Walter Windorf schaut auf 50 Jahre DLRG in Raunheim zurück. Bild: Rüdiger Koslowski

Auf den Tag genau am Samstag, 11. November, wurde vor 50 Jahren die DLRG-Ortsgruppe in Raunheim gegründet. Gleich nach der Gründungsversammlung im früheren Rathaus in der Schulstraße begaben sich die Mitglieder in das neue Hallenbad zur ersten Übungsstunde. Eine Woche später tummelten sich schon 25 Kinder und Jugendliche unter Anleitung der Schwimmlehrer im Becken. Startsprung, Tauchen und Salto unter Wasser standen auf dem Trainingsplan – den Dienstag hat die DLRG noch heute fest als Trainingstag gebucht.

Die Voraussetzungen für die Gründung war 1967 die Eröffnung des Hallenbades. Die Initiative ging von der Ortsgruppe Rüsselsheim aus, denn eine größere Anzahl ihrer Rettungsschwimmer kam aus Raunheim. Tatkräftige Unterstützer waren Walter Windorf und Willi Ruppert, der als Lehrer an der Pestalozzischule unterrichtete und erster Vorsitzender wurde. Der inzwischen 82-jährige Windorf war sein Stellvertreter. Er wird am 11. November die akademische Feier der DLRG ab 17 Uhr im Bürgersaal besuchen – und dem Rückblick lauschen, den Vorsitzender Arthur Lerbs den Gästen geben will.

Walter Windorf war damals schon einige Jahre Mitglied bei der DLRG. Er trat 1954 dem Rettungsdienst in seinem Geburtsort Friedberg bei, weil er für seinen Beruf als Schwimmmeister die Prüfung für das Rettungsschwimmerabzeichen ablegen musste. 1967 nahm er in Raunheim die Stelle als Schwimmmeister für das neue Hallenbad an. „Es gab hier noch keine DLRG“, hatte er damals festgestellt und deshalb die Gründung unterstützt.

Als Ausbilder brachte er den Kindern und Jugendlichen das Schwimmen bei. Ein weiterer Aspekt: Raunheim liegt direkt am Main und braucht gut ausgebildete Rettungsschwimmer für den Wasserrettungsdienst.

Junge engagieren sich

Die DLRG-Ortsgruppe wuchs rasch. Bereits fünf Monate nach der Gründung zählte der Verein 130 Mitglieder. Heute sind es 470 Mitglieder. „Wir haben seit Jahren steigende Mitgliederzahlen“, sagt Arthur Lerbs. Darauf ist die Ortsgruppe einigermaßen stolz. Ohne das Hallenbad würden die Mitgliederzahlen nicht so hoch sein, ist sich Lerbs sicher. „Das Hallenbad ist ein ganz großer Vorteil für uns“, weiß er. Dass die DLRG in Raunheim seit 50 Jahren besteht, erfüllt den Vorsitzenden mit Freude. Er leitet die Ortsgruppe bereits seit zehn Jahren.

Ein weiterer Grund, warum es so gut läuft, sei die funktionierende Vorstandsarbeit. „Wir finden immer engagierte Nachfolger, die in die Ämter gehen“, sagt er. Gerade die jungen Leute seien sehr engagiert.

Apropos Jugendarbeit: Etwa 200 der 470 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Einer der maßgeblichen Aufgaben der DLRG ist denn auch die Ausbildung des Nachwuchses. Damit meint der Vorsitzende nicht nur das Schwimmenlernen, sondern auch die Ausbildung zu Rettungsschwimmern. Seit einigen Jahren gibt es ein Jugendeinsatzteam, das Interessierte in den Rettungsdienst einführt. Mit dem Team lernen die Jugendlichen die verschiedenen Bereiche der DLRG kennen.

Sicherheit am Waldsee

Die Ortsgruppe hat derzeit 40 Rettungsschwimmer in ihren Reihen. Seit der Waldsee offiziell für den Badebetrieb freigegeben wurde (1. Juli 1975), übewachen sie dort an den Wochenenden im Sommer den Badebetrieb. Im Winter stehen die Rettungsschwimmer im Hallenbad am Beckenrand. Die Ortsgruppe unterhält auch eine Wasserrettungsgruppe, die bei Notfällen und Unglücken an den Gewässern in der Umgebung zum Einsatz kommt.

 

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