08.11.2017 03:00 |

Verein ist zufrieden: Steigende Nachfrage beim Ski-Basar in Nauheim

NAUHEIM Auf ein Neues: Am Sonntag, 3. Dezember, veranstaltet der Ski-Club seinen zweiten Basar in diesem Jahr. Dort soll es gebrauchte Wintersportartikel zu günstigen Preisen geben. Ob auch die Schneebretter der Familie Kugies aus Trebur dazu gehören, zeigte sich nach dem ersten Verkaufstag am Sonntag.

Die Treburer Familie hat kein Glück mit dem Verkauf.
Die Treburer Familie hat kein Glück mit dem Verkauf.

Die Nachfrage nach gebrauchten Wintersportartikeln hatte vor einigen Jahren nachgelassen. Nun ging die Verkaufskurve wieder nach oben, freut sich der Verein. Doch beim ersten von zwei Basaren im Klubhaus wechselten nicht alle Ski den Besitzer. Das gilt beispielsweise für das Angebot von Ute und Uwe Kugies, die sonntagmorgens drei Stunden vor dem Verkaufsstart in das Vereinsheim kommen. Ihr Mitbringsel ist übersichtlich, ganz im Gegenteil zu dem Senior vor ihnen, der zwei Paar Ski samt Stöcke die Treppe runterschleppt und mit seiner sperrigen Fracht prompt am Eingang hängen bleibt.

Sie hätten nur ein Paar Ski und die Stöcke dazu, sagt Ute Kugies. Die Schneebretter stammen von ihrem Sohn und sind drei Jahre alt. Als er 14 Jahre alt war, hat die Familie die Ski gekauft. Mittlerweile ist der Junge mit seinen 17 Jahren zu groß gewachsen für Kinderski.

Hofft auf gute Angebote

Schon seit Jahren kommen sie zum Nauheimer Ski-Basar, weil sie wüssten, dass es dort gute Offerten gibt, informiert die Treburerin. Günter Eichelmann misst währenddessen nach und stellt fest, dass die Ski aus dem Nachbarort 1,49 Meter lang sind. „Was wollen Sie dafür haben?“, erkundigen sich Heinz Firnges und Christine Lorenz. Sie sitzen hinter einem kleinen Tisch und notieren, was Wintersportfreunde in den Verkauf bringen. Der Verein richtet sich nach dem Preisvorschlag der Anbieter. „100 Euro“, sagt Uwe Kugies, korrigiert aber nach kurzer Überlegung seine Offerte und signalisiert, dass die Treburer auch mit zehn Euro weniger zufrieden wären. Mit den Experten des Vereins habe er sich besprochen. Die Forderung war als realistisch eingestuft worden, versichert er seiner Frau.

Das Angebot wird notiert und gilt für den Nachmittag. Ob die maximal 100 Euro noch am 3. Dezember ausgerufen werden, wird sich zeigen. Denn für die Ski einer renommierten Marke fand sich kein Käufer. Vielleicht sei der Preis doch zu hoch oder das Angebot der Konkurrenten noch besser gewesen, mutmaßt der Verein auf Nachfrage.

Der Ski-Club achtet darauf, dass Ski noch brauchbar sind und nicht etwas mit defekten Bindungen in den Vereinshandel gelangen. Die Ware wird vorher geprüft. Was schmuddelig ist, wird gar nicht erst angenommen. Das sei wichtig, weil alljährlich beispielsweise viele Skischuhe gebracht werden. Und wer schlüpft schon gerne in ein Paar Schuhe, das nach Schweiß müffelt oder mal Feuchtigkeit gezogen hat?

Die Konkurrenz ist groß

Für Günter Wenner, ebenfalls aus Trebur, gilt das nicht. Er bringt stylish lackierte Skischuhe und hofft ebenfalls, dafür noch einen guten Preis zu erzielen. Auch für ihn gilt: Die Konkurrenz ist groß. Stefan Lorenz teilt mit, dass der Verein innerhalb von anderthalb Stunden 77 Artikel an Frau und Mann gebracht habe. Vor allem auch Skischuhe, die in den vergangenen Jahren weniger gefragt gewesen seien. „Wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Lorenz.

Ein halbes Dutzend Mitglieder ist mit der Abwicklung beschäftigt. Für den Service verlangt der Ski-Club einen kleinen Obolus. „15 Prozent vom Verkaufserlös werden bei der Auszahlung an den Verkäufer einbehalten“, ist zu erfahren.

Gehandelt wird im Keller des Vereinsheims. Dort wird es schon mal eng, wenn die Schnäppchenjäger alle auf einmal erscheinen, um sich günstig einzudecken. Früher bot der Verein an, Ski-Bindungen einzustellen. Nun wird an ein Fachgeschäft in Büttelborn verwiesen, das diesen Service übernimmt.

Nicht verkaufte Artikel müssen spätestens nach dem zweiten Basar von den Anbietern abgeholt werden. Was nicht eingesammelt wird, gehe in das Eigentum des Vereins über. Für Familie Kugies gibt es immerhin einen Trostpreis. Ihre Skistöcke wurden verkauft – „für drei Euro“, sagt Stefan Lorenz. rabe

 

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