08.11.2017 03:30 | Georgia Lori

Feuerwehrgerätehaus: Büdesheimer Feuerwehr bekommt Neubau

Schöneck Der Erweiterungsbau für das Feuerwehrgerätehaus im Schönecker Ortsteil Büdesheim ist seit etwa acht Jahren ein Thema. Aufgrund klammer Kassen ist das Vorhaben jedoch immer wieder verschoben worden. Nun stellt die Gemeinde Schöneck 130 000 Euro bereit. Die Bautätigkeiten sind im Gang.

Direkt an das Feuerwehrgerätehaus in Büdesheim grenzt der Erweiterungsbau an.
Direkt an das Feuerwehrgerätehaus in Büdesheim grenzt der Erweiterungsbau an.

Im Eingangsbereich des Gerätehauses der Schönecker Wehr hängt der Bauplan mit Stand 10. Mai für den Erweiterungsbau bereits an der Pinnwand. Er ist einsehbar. Der Plan wirkt weniger spektakulär als klar strukturiert. Es gibt einen 36 Quadratmeter großen Bereich, der für 45 Männer-Umkleidekabinen vorgehalten wird sowie einen neun Quadratmeter großen Bereich für acht Frauen-Spinde. Flur und Abstellraum sind je sieben Quadratmeter groß.

Der Grundriss für das Obergeschoss zeigt ein Oberlicht, ein Flachdach mit einer Abschlusswand zur Verdeckung des Daches und ein 17 Quadratmeter großes Lager. Warum der Erweiterungsbau dringend notwendig ist, erklärt Gemeindebrandinspektor Thomas Walter.

Wäsche-Trennung wichtig

„Seit acht Jahren ziehen sich die Aktiven im Gerätehaus hinter und neben den zwei Fahrzeugen um“, sagt Walter. Ein Zustand, der nicht tragbar ist – auch aus sicherheitstechnischen Gründen nicht. Für den Bau ausschlaggebend ist eine Prüfung des Technischen Prüfdienstes für die Feuerwehren des Landes Hessen. Dieser prüft im Turnus von fünf Jahren hessische Feuerwehrgerätehäuser. „Insgesamt zwei Tage standen Sicherheit, Tauglichkeit, Fahrzeuge und Einrichtung auf dem Prüfstand“, sagt Walter. Die Prüfung ergibt, dass die Situation entschärft werden muss.

Im Juni fand dann ein Abschlussgespräch mit Bürgermeisterin Conny Rück (SPD), dem Leiter des Ordnungsamtes Mathias Laufer, Walters Stellvertreter Gregor Knapp, Kreisbrandinspektor Markus Busani und dessen Stellvertreter Christian Hinrichs statt. Das Thema war dabei die „Schwarz-Weiß-Trennung“ der Wäsche, also die Trennung in verschmutzte und saubere.

Für Feuerwehrhäuser ein wichtiges Thema, da sie bedingt durch Einsätze nicht selten mit Schadstoffen kontaminiert werden. Besonders im nicht erkennbaren Schmutz liegt die große Gefahr. Schadstoffe der Einsatzstelle können so bis in die Wohnung der Einsatzkräfte gelangen. Schuld ist oft eben die fehlende Schwarz-Weiß-Trennung. Um die bauliche Maßnahme vorzuhalten, ist ein Durchbruch durch die jetzige Fahrzeughalle in den im Bau befindlichen Anbau vorgesehen.

Übergabe im Frühjahr

In der kommenden Woche ist bereits der Beginn der Mauerarbeiten terminiert. Der Rohbau soll noch im Dezember fertiggestellt sein. Die jetzigen Spinde in der Fahrzeughalle, werden von der Jugendfeuerwehr genutzt, die nicht bei Einsätzen aktiv ist. „Die Übergabe des Anbaus von der Gemeinde an die Feuerwehr wird voraussichtlich im Februar oder März stattfinden“, sagt Walter. Der Bau ist fest gemauert, mit einem Giebeldach im vorderen und einem Flachdach im hinteren Bereich.

Unabhängig von dem Bau ist die Schönecker Wehr aber laut Walter gut aufgestellt. In Büdesheim sind 33 Männer und eine Frau in der Einsatzabteilung aktiv. Seit etwa drei bis vier Jahren treten immer wieder Quereinsteiger in die Wehr ein.

Auch für Nachwuchs ist gesorgt. Die Jugendabteilung in Schöneck hat 50 Mitglieder. Der Mini-Feuerwehr gehören in allen drei Schönecker Ortsteilen insgesamt etwa 40 Kinder an. Melanie Haas ist seit April die Mini-Jugendwartin der Gemeinde.

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