195 000 Euro

Hessen beteiligt sich am Neubau des Gronauer Feuerwehrhauses

Von Christine Fauerbach
Eine große Bad Vilbeler Delegation nahm an der zukünftigen Baustelle das Geld des Landes für die neue Gronauer Feuerwache in Empfang.
Christine Fauerbach/FNP

Das Feuerwehrhaus war für Gronau schon immer mehr als nur der Ort, an dem die Freiwillige Feuerwehr ihre Fahrzeuge und Geräte unterbringt oder ihren Nachwuchs ausbildet. Im Saal des mittlerweile komplett abgerissenen Gebäudes feierte der Stadtteil sein Feste, Vereine trafen sich und der Ortsbeirat tagte dort.

Aber das altehrwürdige Gerätehaus musste weichen. Es genügte den technischen Ansprüchen einer modernen Wehr nicht mehr. Nicht zuletzt war die Fahrzeughalle zu klein geworden für die neuen Autos. Schon 2019 soll der Neubau stehen. Das geplante Gerätehaus wird eine größere Halle mit drei Stellplätzen und Lagerflächen, ein Büro sowie Umkleide- und Sanitärbereiche samt Außenanlagen haben.

Weil im neuen Feuerwehrhaus am alten Standort aber kein Ersatz für den sogenannten Gronaris-Saal geschaffen werden kann, ist vorgesehen, die Mensa der Stadtschule in Gronau mit 160 Quadratmeter etwas größer zu bauen, um dann als neuer Treffpunkt für die Bürger zu dienen. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Tiefe Verbundenheit

Wie tief die Verbundenheit der Gronauer mit ihrer Wehr ist, zeigte sich am Montagabend bei der Übergabe des Zuschussbescheides des Landes Hessen. Insgesamt 195 000 Euro fließen für die neue Feuerwache aus Wiesbaden nach Bad Vilbel. Insgesamt könnte der Neubau rund drei Millionen Euro kosten.

Den Scheck überbrachte Werner Koch (CDU), Staatssekretär des hessischen Ministeriums des Innern und für Sport. Gekommen waren auch Bürgermeister Thomas Stöhr, Erster Stadtrat und Brandschutzdezernent Sebastian Wysocki und Landtagsabgeordneter Tobias Utter (alle CDU). Stadtbrandinspektor Karlheinz Moll und Stellvertreter Josef Achmann sowie der Gronauer Wehrführer Gerald Lamb und Stellvertreter Markus Lorenz repräsentierten die Vilbeler Brandschützer.

Aber auch Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU), mehrere Mitglieder des Gronauer Ortsbeirates und Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar waren da. Im gegenüberliegenden Hof der Familie Weisenstein feierten ehemalige und aktive Mitglieder der Wehr mit Freunden und Familie.

Staatssekretär Koch betonte in seiner Rede, dass Land wolle mit dieser Zuwendung die „hervorragende Arbeit“ der 29 Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Gronau unterstützen. Sie leisteten täglich einen herausragenden Beitrag für den Brandschutz in ihrem Stadtteil. „Das Feuerwehrhaus ist für alle Feuerwehrkräfte der zentrale Ort, an dem Kameradschaft gelebt wird, sich die Aktiven ihre Motivation für ihr ehrenamtliches Engagement holen“, sagte der Vertreter aus der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Dank für Wertschätzung

Bürgermeister Stöhr dankte dem Überbringer für den Bescheid, mit dem die Landesregierung ihre Wertschätzung ausdrücke. In Gronau habe bisher eins der ältesten Feuerwehrgerätehäuser in der Stadt gestanden, das schon lange nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen genügte. Mit Blick auf Bagger und Bauschutt des abgerissenen Hauses sagte Stöhr, dass er sich freue, dass die Brandschützer selbst eine geeignete Übergangslösung für die Zeit des Baus gefunden hätten. Sie sind in die ehemalige Garage einer Spedition ausgewichen.

Stadtbrandinspektor Moll sagte, dass „die Feuerwehr das schönste Hobby der Welt“ ist und das für die Erledigung der Aufgaben gute Ausbildung, Spaß und Motivation wichtig seien. Dem Land dankte er für das Vertrauen. Wehrfürher Gerald Lamb bedankte sich für die Erfüllung des großen Wunsches der Brandschützer.

Koch betonte, dass der Wetteraukreis bereits in den vergangenen beiden Jahren von hohen Landeszuwendungen im Brandschutz profitiert habe. 2017 bewilligte es Gelder für 16 Fahrzeuge und fünf Baumaßnahmen, insgesamt 1,4 Millionen Euro. Mit rund 27 Millionen Euro investierte Hessen 2018 so viel wie noch in die Förderung der Feuerwehren.

Christine Fauerbach