07.11.2017 03:30 | Christine Fauerbach

Reparaturstation im Burgpark: Hier werden Räder wieder fit gemacht

Bad Vilbel Getreu des Slogans „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ wurde Vilbels erste öffentliche Fahrrad-Reparaturstation im Burgpark eingeweiht.

Einweihung der ersten Fahrrad-Reparaturstation im Burgpark mit dem Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki, Ideengeberin Katja Koci und Dr. Ute Gräber-Seißinger (von links)
Einweihung der ersten Fahrrad-Reparaturstation im Burgpark mit dem Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki, Ideengeberin Katja Koci und Dr. Ute Gräber-Seißinger (von links) Bild: Christine Fauerbach

Über ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk in Form einer öffentlichen Fahrrad-Reparaturstation freuen können sich alle Radfahrer in der Quellenstadt sowie Nutzer des Niddaradweges. Bei der Einweihung am Samstag informierte Dr. Ute Gräber-Seißinger, Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Bad Vilbel, gemeinsam mit Verkehrsdezernent und Erstem Stadtrat Sebastian Wysocki Interessenten über das gelungene Projekt, dessen Funktionen und Handhabung.

Zeichen gesetzt

„Mit dieser Station wird ein Zeichen für den Radverkehr in unserer Stadt gesetzt“, freut sich die ADFC-Vorsitzende. Die Idee zur ersten öffentlichen Reparaturstation hatte die SPD-Stadtverordnete und ADFC-Aktive Katja Koci. Die Kosten für das Gehäuse der 1500 Euro teuren Station eines polnischen Herstellers teilen sich der ADFC und Hassia Mineralbrunnen.

Etwas tiefer in die Kasse greifen musste die Stadt für die Station. Für Planung, Herstellung und Montage des Platzes im Burgpark fielen knapp 4200 Euro an, wie der Erste Stadtrat informiert. „Das mit Stahlseilen befestigte oder in die Station integrierte Werkzeug, wie Luftpumpe und Fahrradständer in Hüfthöhe, ist deutsches Fabrikat“, teilen die technischen ADFC-Berater Theo Sorg und Christian Euler mit. Das Duo hat sich um die Aus-stattung gekümmert.

Wer eine Münze (50 Cent, ein oder zwei Euro) in den Sicherungsschlitz der Tür wirft, kann den Magnetverschluss öffnen. Für Reparaturen können Radler auf Reifenheber, Inbus- und verschiedene Maulschlüssel, Schraubendreher, Weit-, Flach- und Spitzzangen zugreifen. Die Räder werden vor der Reparatur mit dem Sattelrohr am im Gehäuse integrierten Radständer aufgehängt.

Wer den QR-Code in sein Handy einscannt, gelangt auf die Website des Herstellers und kann sich dort die bebilderten Reparaturanleitungen in verschiedenen Sprachen herunterladen. „Für alle, die auf ihrer Radtour eine Panne oder zu geringen Luftdruck in den Reifen beziehungsweise keine eigene Reparaturwerkstatt zu Hause haben, ist dies eine Hilfe“, betont die ADFC-Vorsitzende.

Teil der Nahmobilität

Die Station befindet sich in unmittelbarer Nähe des Niddaradweges im Burgpark zwischen der Burg und dem Festplatzgelände. „Die Station ist ein wichtiger Bestandteil der Nahmobilität in unserer Stadt“, hebt Sebastian Wysocki hervor. Weitere Standorte für Fahrrad-Reparaturstationen sieht der Erste Stadtrat an belebten Plätzen wie dem Dortelweiler Sportplatz. Vorausgesetzt, es finden sich weitere Sponsoren – und die erste Station werde gut genutzt.

Investieren will die Stadt 2018 rund eine Million Euro in sieben abschließbare Fahrradboxen am Dortelweiler Bahnhof, in den Ausbau des Plattenweges auf dem Heilsberg vom Schlesienring bis zum Spielplatz und in den stadtseitigen Niddaradweg zwischen Rathausbrücke und Wiesengasse. „Dort wird die Pflasterung entfernt, die Strecke asphaltiert und es werden Sitzstufen an der Nidda angelegt.“

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