10.11.2017 03:30 | Corinna Weigelt

Charity-Gala: Stars strahlen im Dolce-Hotel

Bad Nauheim Längst ist sie zum Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens in der Wetterau geworden, die Spendengala für die integrative Sophie-Scholl-Schule Wetterau. Am 18. November findet sie zum achten Mal im Hotel Dolce statt – mit vielen prominenten Gästen.

Der Jubel ist groß: Die Organisatoren haben im vergangen Jahr mit vielen Prominenten Geld gesammelt. In der Mitte strahlt Mäzenin Dr. Dr. h.c. Manuela Schmid.  Archivfotos: Weigelt
Der Jubel ist groß: Die Organisatoren haben im vergangen Jahr mit vielen Prominenten Geld gesammelt. In der Mitte strahlt Mäzenin Dr. Dr. h.c. Manuela Schmid. Archivfotos: Weigelt Bild: Corinna Weigelt

Stars aus Sport, Kultur, Politik und Showgeschäft geben sich ein unentgeltliches Stelldichein zur Spendengala für die integrative Sophie-Scholl-Schule – sie werben mit ihren Auftritten für die größtmögliche Unterstützung der guten Sache. Erwartet werden etwa Verona Pooth, der Ex-Profiboxer Axel Schulz, der ehemalige Kunstturner Samuel Koch, der seit seinem Unfall 2010 vom Hals abwärts gelähmt ist und auch Fernsehjuror und Model-Agent Juror Peyman Amin, dem das Thema nicht zuletzt familiär auch persönlich am Herzen liegt. Auch der Entertainer Oliver Pocher ist wieder dabei. Selbst dreifacher Vater ist er auch abseits der Gala ein regelmäßiger Unterstützer der Schule, ohne darüber viele Worte zu verlieren.

Erneut ist der Andrang auf die Karten groß. „Alle 300 Karten sind verkauft“, freut sich Mit-Organisator Andreas Weigand. Erhältlich sind aber noch Flanierkarten für die „After-Show“-Party um 22.30 Uhr (Preis: 50 Euro). Buchbar sind diese über die Charity-Gala-Internetseite oder an der Abendkasse.

Tolle Tombola-Preise

Die meisten Gäste wissen (und schätzen), was sie erwartet: Champagner-Empfang, ein Gala-Dinner mit hochkarätigem Entertainment, eine lange Partynacht und eine Tombola mit außergewöhnlichen Preisen. Erster Preis ist diesmal ein Ford Mustang Cabriolet für ein Jahr, gesponsert von Ford Kögler.

Zugesagt haben auch der Musiker Mike Leon Grosch sowie die Radiomoderatoren Daniel Fischer, Julia Nestle und Felix Moese. Letzterer wird erneut als DJ auf der „After-Show“-Party für Stimmung sorgen. Unterstützung erhält die Schule auch von den beiden „Bildung Inklusive“-Preisträgern Regine Sixt und Dr. Dr. h.c. Manuela Schmid, Europas größte Privatspenderin.

Dass die Charity-Gala zum achten Mal in Folge stattfinden kann, ist drei Herren zu verdanken. Zwei Väter der Schule, Oliver Wohlers und Andreas Weigand, haben die Spendengala ins Leben gerufen. Seit Ralf Teckentrup vor zwei Jahren in die Organisation der Gala einstieg, teilen sich nun mehre Schultern den großen Aufwand.

„Wenn Eltern in Deutschland ihre behinderten Kinder einschulen lassen möchten, müssen sie häufig die demütigende Erfahrung machen, dass staatliche Regelschulen ihnen eine deutliche Absage erteilen“, erklären Wohlers und Weigand. „Es fehlt an Ausstattung, Barrierefreiheit, geschultem Personal und manchmal auch an der Bereitschaft zur Veränderung.“ Gemeinsam mit der Lebenshilfe Gießen/Wetterau und weiteren Eltern beschlossen sie darum, eine inklusive Schule zu gründen, in der Schüler mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und Neigungen gemeinsam unterrichtet werden können, darunter auch Kinder mit Behinderung. Aus privater Initiative heraus entstand so 2009 die Sophie-Scholl-Schule Wetterau in Bad Nauheim.

Gutes tun für 110 Kinder

In der mittlerweile staatlich anerkannten Grundschule lernen heute 110 Kinder, darunter 20 mit unterschiedlichen Behinderungen. Eine inklusive Schule zu gründen und zu unterhalten ist nicht leicht, der finanzielle Aufwand immens. Regelmäßig ist die Schule auf Spendengelder angewiesen.

Der Erlös der Gala kommt zu 100 Prozent Institutionen zugute, die sich für Inklusion stark machen, allen voran natürlich der Sophie-Scholl-Schule in Bad Nauheim. „Da die Schule noch nicht über eine eigene Sekundarstufe verfügt, geht es in diesem Jahr speziell um die Förderung des Übergangs der Grundschüler in die Sekundarstufe anderer Schulen“, erklärt Weigand. „Der Gedanke hier ist, dass die Eltern behinderter Kinder am Ende der Grundschule nicht erneut vor der Herausforderung stehen sollen, eine geeignete Schule für ihr Kind finden zu müssen.“ Der Schulträger strebe daher eine enge Kooperation und transparente Vernetzung mit geeigneten Schulen in der Umgebung an – er möchte so ein stärkeres Miteinander fördern.

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