09.11.2017 03:00 |

Purcell, Schumann und Debussy: Britische Sopranistin Carolyn Sampson fasziniert in der Oper Frankfurt

Florale Kostbarkeiten boten die Sopranistin Carolyn Sampson und der Pianist Joseph Middleton beim Liederabend der Oper Frankfurt.

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Carolyn Sampson

Lasst Blumen sprechen – das ist nicht nur ein Rat, den jedes Blumengeschäft gerne gibt, sondern auch ein Motto, mit dem sich ein wunderbar abwechslungsreicher Liederabend gestalten lässt. Denn Blumen sind seit Jahrhunderten ein beliebtes Symbol für Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit. Vor fünf Jahren habe sie das erste Mal mit Joseph Middleton musiziert, erzählt die britische Sängerin in sehr gutem Deutsch. Bei der Suche nach einem Programm für gemeinsame Liederabende sind sie dann auf die Blumen-Lieder gestoßen. Middleton hat einen Berg von Liedern zum Thema angeschleppt, Sampsons und Middletons Favoriten waren nun in Frankfurt zu hören.

Aufgeteilt in vier thematische Abschnitte, bot dieser Abend eine Vielfalt wie ein bunter Sommerstrauß. Zunächst wurde die Rose besungen, in britischen Liedern von Henry Purcell, Roger Quilter oder Benjamin Britten, aber auch Robert Schumann, Charles Gounod und Gabriel Fauré ließen sie duften. Die „Mädchenblumen“ und „Wenn Blumen sprechen“ waren dann von deutsch-österreichischen Wiesen gepflückt: Lieder von Richard Strauss, Franz Schubert und noch einmal Schumann. Zuletzt bot „Un Bouquet français“ eine Auswahl von geradezu exotischen Liedgewächsen, neben Liedern von Claude Debussy und Emmanuel Chabrier konnte man Werke von Francis Poulenc, Reynaldo Hahn und Lili Boulanger entdecken.

Carolyn Sampson, die sich vor allem mit Barockmusik einen Namen gemacht hat, zeigte sich sämtlichen Stilen und Sprachen gewachsen. Mit ihrem klaren Sopran, der besonders in den Höhen aufblüht, macht sie jede dieser Miniaturen zu einem Erlebnis. Unprätentiös, aber mit extrem differenziertem Spiel hatte Joseph Middleton großen Anteil, dass dieser Liederabend das Publikum begeisterte. mgr

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