13.11.2017 11:10 |

Prozessauftakt: Gestreckte Krebsmedikamente: "Mordversuch aus Habgier"

Essen Heute beginnt vor dem Essener Landgericht der Prozess gegen einen Apotheker, der jahrelang gestreckte Krebsmedikamente verkauft haben soll. Vermutlich sind auch in Hessen viele Krebspatienten deshalb gestorben. Gleich zu Beginn des Prozesses stellt die Nebenklage die Zuständigkeit des Gerichts infrage.

2016 wurde ein Gesundheitsskandal vermutet nach dem ein Apotheker im Verdacht stand Krebsmedikamente unvorschriftsmäßig zubereitet und an Krebspatienten gegeben zu haben.
2016 wurde ein Gesundheitsskandal vermutet nach dem ein Apotheker im Verdacht stand Krebsmedikamente unvorschriftsmäßig zubereitet und an Krebspatienten gegeben zu haben. Bild: Werner OTTO (imago stock&people)

Im Prozess um mutmaßlich gestreckte Krebsmedikamente stellt ein Nebenklage-Anwalt die Zuständigkeit des Gerichts infrage. Dass der angeklagte Apotheker Medikamente gepanscht habe, sei ein Mordversuch aus Habgier, argumentierte Siegmund Benecken, der eine der betroffenen Frauen vertritt. Das Verfahren gehöre deshalb vor das Schwurgericht, das über entsprechend schwerwiegende Anschuldigungen verhandelt. Der Prozess startete am Montag aber vor der 21. Wirtschaftsstrafkammer des Essener Landgerichts. Das Gericht will über Beneckens Antrag aber erst entscheiden, wenn die umfangreiche Anklage verlesen wurde.

Dem Apotheker aus Bottrop wird vorgeworfen, Krebsmedikamente zu gering dosiert, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet zu haben. Dadurch soll den gesetzlichen Krankenkassen ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein.

Benecken hatte zuvor betont, der Angeklagte habe «aus grenzenloser Menschenverachtung und eiskaltem Gewinnstreben» gehandelt und dabei in Kauf genommen, dass Krebspatienten früher stürben. (dpa)

Kommentare

  • Wieso Mordversuch?
    geschrieben von KlausLelek (21 Beiträge) am

    ... vollendeter Massenmord wie beim berüchtigten Todespfleger. Was ist los mit unseren Juristen. Alle Stockholmsyndrom-krank? Hier kann das Urteil nur lauten: Lebenslang mit anschließender Sicherheitsverwahrung.



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