11.08.2017 13:57 | dpa

Kanzlerin besucht Stasiopfer-Gedenkstätte

Berlin Mit Blick auf den Mauerbau vom 13. August 1961 erinnerte Kanzlerin Merkel mit einem Besuch der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen an das DDR-Unrecht.

Kanzlerin Angela Merkel besucht das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen und legt zusammen mit dem ehemaligen politischen Häftling, Arno Drefke, einen Kranz nieder.
Kanzlerin Angela Merkel besucht das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen und legt zusammen mit dem ehemaligen politischen Häftling, Arno Drefke, einen Kranz nieder. Bild: Wolfgang Kumm

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch in der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen gemahnt, das DDR-Unrecht nicht zu vergessen.

Der Bund werde sich weiter engagieren, um die Erinnerung an solche authentischen Orte wie Hohenschönhausen offen zu halten, sagte Merkel am Freitag kurz vor dem 56. Jahrestag des Mauerbaus. „Wir können nur eine gute Zukunft gestalten, wenn wir uns der Vergangenheit annehmen.”

Mit Blick auf den Mauerbau vom 13. August 1961 sagte die Kanzlerin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Urlaub, es sei wichtig, sich kraftvoll für Demokratie und Freiheit einzusetzen sowie gegen Linksradikalismus zu arbeiten. Das könne nicht negiert werden.

Merkel legte zusammen mit einem früheren Häftling am Gedenkstein für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft einen Kranz nieder. Zuvor informierte sie sich bei einem Rundgang. Die Kanzlerin wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) begleitet.

In der Einrichtung sollen bis zum Herbst 2019 für 8,8 Millionen Euro alle historischen Oberflächen im Inneren - wie Fußböden und Wände - denkmalgerecht saniert werden. Das Vorhaben wird vom Bund und dem Land Berlin finanziert.

In dem Gefängnis des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit waren von 1951 bis 1989 mehr als 11 000 Menschen eingesperrt. Auch Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs, Ulrike Poppe oder Freya Klier waren in Hohenschönhausen inhaftiert.

(dpa)

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