Rugby

Der RK Heusenstamm muss sich Titelanwärter TSV Handschuhsheim klar beugen

Von Stefan Fritschi
Chris Howells kämpft sich kurz vor dem Malfeld durch zum ersten Versuch des RKH. Der Handschuhsheimer Sven Wetzel (links) kann es nicht mehr verhindern.
Juergen Kessler (Kessler-Sportfotografie)/FNP

Auch nach der Heimpremiere steht Rugby-Bundesligist RK Heusenstamm noch ohne Punkte da. Auf das 3:26 beim Meister Heidelberger RK ließen die Rot-Grünen ein vom Ergebnis her happiges 7:60 (7:38) gegen den hochgehandelten Titelanwärter TSV Handschuhsheim folgen.

„Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, betonte jedoch Erste-Reihe-Stürmer Benjamin Polheim. Allerdings sei der Kontrahent „in manchen Bereichen deutlich stärker“ gewesen. „Die Handschuhsheimer waren vor allem über Konterangriffe erfolgreich. Nach Ballverlusten wurde wir da kalt erwischt“, so der RKH-Akteur.

Zwar gingen die Heusenstammer sogar mit 7:0 in Führung – Neuzugang Chris Howells legte den ersten Versuch des RKH in dieser Saison – , doch danach gelangen den Heidelbergern immer wieder entscheidende Durchbrüche. Schon zur Pause war die Begegnung entschieden.

Auch nach Wiederbeginn hatten die Gastgeber große Probleme, die Angriffslust der Kurpfälzer zu bändigen. „Das war ein guter Start in die Saison. Wir haben eine hervorragende Ausgangssituation, um darauf etwas Großes aufzubauen“, resümierte Trainer Gordon Hanlon nach der ersten Bundesliga-Begegnung der „Löwen“.

Es gibt noch viel zu tun

Viel Arbeit wird indes auf das Heusenstammer Trainerteam noch zukommen. Neben den bewährten Kräften Jens Steinweg und Markus Walger kümmert sich zudem noch Michael Ferraris (ehemals Berliner RC) um Trainingsinhalte. Weitere Unterstützung gibt es auch durch Susanne Wiedemann, die als Videoanalystin fungiert.

Mit einer verbesserten Personalsituation stehen die Chancen auch passabel, im nächsten Match am 23. September in Pforzheim zu punkten – die Badener haben wie Heusenstamm zweimal verloren, zuletzt mit 32:54 bei der RG Heidelberg.

RKH: Polheim, Gennaro, Max Weber – Seifert, Cavus – Iding, Howells (5), Nicholas Rainger – Schuster (2) – Schmitt – Louis Biniak, Fernandez, Utikal, Baumann – Patrick Weber (Burgschartz, Moreno, Höhmann, Martinez, Heberer, Fischer).

(fri)

Stefan Fritschi