Samurai-Team gibt sich nach großem Kampf knapp geschlagen

Von Stefan Fritschi

Die Luft wird immer dünner für Samurai Offenbach in der Judo-Bundesliga Süd. Auch in seinem zweiten Heimkampf verpasste der Neuling seinen ersten Erfolg auf höchstem Level – auswärts war man bislang überfordert bei klaren Favoriten – , diesmal ausgerechnet im Hessenduell mit dem JC Rüsselsheim. Nach dem knapp 6:8 ziert das Team um den Cheftrainer und Vorsitzenden Francesco Liotta weiter den letzten Platz.

Wie schon gegen Heidelberg/Mannheim verspielte Offenbach eine Führung nach Abschluss des ersten Durchgangs. Seinerzeit lag Samurai mit 5:2 vorne und musste sich mit einem Unentschieden begnügen. Diesmal stand es 4:3, und wieder gab es nach der Pause ein 2:5. Die Leistungsfähigkeit seines Teams hat vermutlich seine Grenzen erreicht. Lediglich David Tsokouris konnte die große Belastung zweimal meistern, für Kamil Grabowski waren die beiden Kämpfe indes allenfalls eine Trainingseinheit.

Sowohl Daniel Gleim als auch Brian-Miles Smith konnten den Kraftakt nicht bewältigen vor etwa 550 Zuschauern, auch im zweiten Kampf zu punkten. Vor allem Samurai-Ikone Smith merkte man die Strapazen an. „Es war zu viel für ihn, Brian hatte zu viel Kraft verloren“, sagte Liotta. „Wir sammeln jetzt Erfahrungen. Aber ich bin mir sicher, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können“, führte der Sizilianer aus und hofft, dass es am letzten Kampftag am 22. September gegen Erlangen zum „Showdown kommt“ in der Sportfabrik.

Doch bis dahin sind noch drei Kämpfe zu absolvieren, und es gilt möglichst zu punkten. Am ehesten könnte dies bereits am Samstag (18 Uhr) in Speyer gelingen.

Die Kämpfe, erster Durchgang, bis 100 kg: Seifert – Masmanidis 0:10 (1:32). – bis 81 kg: Tsokouris – Höhl 7:0 (4:00). – bis 60 kg: Smith – Maximilian Trippel 10:0 (2:13). – bis 73 kg: Gleim – Schirra 10:0 (2:26). – bis 90 kg: Phillip Schönfeld – Eduard Trippel (0:58). – bis 66 kg: Kühn – Uriarte 0:10 (3:39). – über 100 kg: Grabowski – Greib 10:0 (1:05). – Zweiter Durchgang, bis 100 kg: Herbst – Eduard Trippel 0:10 (0:58). – bis 81 kg: Tsokouris – van de Kamer 10:0 (3:09). – bis 60 kg: Smith – Latschinian 0:10 (6:30). – bis 73 kg: Gleim – Schirra 0:10 (3:46). – bis 90 kg: Ehmig – Höhl 0:10 (2:37). – bis 66 kg: Puzik – Uriarte 0:10 (1:20). – über 100 kg: Grabowski – Klyk 10:0 (0:08).

( fri)
Stefan Fritschi