Judo

Samurai ist gegen Rüsselsheim auf Zählbares aus

Von Stefan Fritschi
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Maxim Shipenkov (EPA)/FNP

Am Mittwochabend stand ein besonderes Training auf dem Programm beim Judo-Bundesligisten Samurai Offenbach. Weltmeister Alexander Wieczerzak gab sich die Ehre in der Sporthalle der Hafenschule. Zwei Stunden zeigte der gebürtige Frankfurter und Mitglied des deutschen Meisters Hamburger JT, wie man unter anderem seinen Gegner zu Fall bringt und dazu noch eine volle Wertung bekommt.

Auch Eduard Trippel vom Bundesliga-Konkurrenten JC Rüsselsheim war bei der Übungseinheit zugegen. „Er war aber der einzige Rüsselsheimer unter den über 80 Teilnehmern“, scherzte Samurai-Teammanager Markus Horn. Betriebsspionage sei ohnehin ausgeschlossen: „Die Judo-Welt ist klein, man kennt sich.“ Am heutigen Samstag (17 Uhr) erwarten die Offenbacher die Rüsselsheimer in ihrem zweiten Heimkampf in der ESO-Sportfabrik.

Knapp 500 Zuschauer waren bei der Erstliga-Heimpremiere gegen das JT Heidelberg/Mannheim dort zugegen. Diesmal rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 600. Und sie sollten ihr Team bestens unterstützen, denn „die Favoritenrolle liegt klar bei Rüsselsheim“, betont Horn. Nach dem 11:3-Erfolg über Erlangen hat der JCR (4 Punkte) jedenfalls schon ein solides Polster auf die Abstiegskandidaten Speyer, Heidelberg/Mannheim und eben Offenbach (jeweils 1). Für Co-Trainer Frank Conrad war der Sieg ein „großer Schritt für den Klassenerhalt“. Soll Samurai der erste Sieg in der Beletage gelingen, dann dürfen sich Brian-Miles Smith (bis 60 Kilo), Fabian Kühn (66), der Grieche David Tsokouris (81) und das polnische Schwergewicht Kamil Grabowski keine Schwächen erlauben. Die Personalsituation sei laut Horn so gut wie noch nie in dieser Saison. Und vielleicht lassen sich die Offenbacher auch noch etwas Überraschendes einfallen. Horn: „Unser Ziel ist zu punkten.“

(fri)

Stefan Fritschi