Fußball-Verbandsliga Süd

Dürftige Frankfurter Ausbeute

Von Roland Stipp
Klarer Sieger im Kopfballduell: Urberachs Giuseppe Serra setzt sich sogar mit geschlossenen Augen gegen den Bornheimer Teklu Tewelde durch.
Christian Klein (FotoKlein)/FNP

Die SG Bornheim/Grün-Weiß (siehe Extratext) und der SV FC Sandzak mit dem 2:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt am Freitag (wir berichteten) konnten zwar jeweils einen Punkt einfahren, stecken aber weiter tief im Tabellenkeller der Fußball-Verbandsliga Süd fest. Die Sportfreunde mussten sich beim Hanauer SC knapp geschlagen geben und Rot-Weiss Frankfurt geriet beim Aufsteiger Rot-Weiß Walldorf böse unter die Räder (siehe nebenstehenden Text).

Hanauer SC – FFV Sportfreunde 1:0 (0:0). – Es lief ganz bitter für den Aufsteiger aus Frankfurt. Erst in der Nachspielzeit traf Baris Özdemir für den von seinen Wunschvorstellungen bislang noch einigermaßen weit entfernten Titelanwärter – so zumindest hatte die Konkurrenz Hanau vor dem Rundenstart eingeschätzt. Immerhin war das nun der dritte Sieg im sechsten Spiel; genauso viele haben auch die „Speuzer“ auf dem Konto. Ihr erstes Unentschieden hätten sich die Frankfurter diesmal eigentlich verdient gehabt. „Es ist bitter, dass so ein Aufwand, wie wir ihn betrieben haben, nicht belohnt wird, denn das Tor hätte nicht fallen dürfen“, monierte Sportfreunde-Trainer Mehmet Somun. Aus seiner Sicht hätte es kurz zuvor nach einem Foul an Danyal Tekin Freistoß für seine Mannschaft geben müssen. Der Schiedsrichter sah es anders, der Ball wurde lang auf Özdemir geschlagen und der traf. Dabei hatte der Torjäger laut Somun Glück, überhaupt noch auf dem Platz zu stehen, denn er habe eine Gelb-Rote Karte eigentlich verdient gehabt. „Der Schiedsrichter hat ihn noch einmal ermahnt, das war sehr großzügig“, so Somun weiter.

In der ersten Halbzeit hatten die Gäste leichte Vorteile und zwei Gelegenheiten durch Okan Ilkiz, nach der Pause bestimmte Hanau das Geschehen. Chancen gab es aber nur ganz wenige. „Es war ein Null-zu-Null-Spiel“, meinte Somun, der übrigens wenig begeistert davon ist, nun am Mittwoch um 20.15 Uhr in Unter-Abtsteinach antreten zu müssen: „Das sind fast 100 Kilometer und ich muss bei der Arbeit dafür einen halben Tag freinehmen. Wir sind doch keine Profis.“

(rst)

Roland Stipp