03.11.2017 03:30 | ewa

Handball: Ein Dämpfer nach vier Siegen

Frankfurt Als Tabellenführer wollte die HSG Seckbach/Eintracht den nächsten Spieltag an diesem Wochenende angehen. Es ist anders gekommen.

Sören Könze erzielte beim Sieg der HSG Seckbach/Eintracht über Sindlingen vier Treffer. Zwei Tage später gegen Oberursel konnte er sich nicht in die Torschützenliste eintragen. Foto Klein
Sören Könze erzielte beim Sieg der HSG Seckbach/Eintracht über Sindlingen vier Treffer. Zwei Tage später gegen Oberursel konnte er sich nicht in die Torschützenliste eintragen. Foto Klein Bild: Christian Klein (FotoKlein)

Nach zuvor vier siegreichen Spielen in Folge hat die ambitionierte HSG Seckbach/Eintracht in der Handball-Bezirksliga A Wiesbaden/Frankfurt der Männer einen herben Rückschlag erlitten. Im vorgezogenen Spiel in Oberursel war die Mannschaft von Trainer Klemens Naß am Dienstagabend chancenlos. Zwei Tage zuvor hatte sich Seckbach/Eintracht noch im innerstädtischen Duell gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim durchgesetzt. Im zweiten Frankfurter Duell bezwang die SG Nieder die TSG Nordwest.

TSG Oberursel II – HSG Seckbach/Eintracht 30:21 (16:10). – Die Gäste begannen unkonzentriert und fabrizierten unnötige Fang- und Passfehler, die Oberursel zu einer schnellen 8:4-Führung nutzte. Nach dem Seitenwechsel hielt die HSG bis zum 22:18 zumindest den Rückstand konstant, zu viele technische Fehler jedoch machten es den Gastgebern auf ihrem Weg zum Erfolg zu einfach. „Zu langsam waren die Bewegungen, zu wenig Dynamik entfaltete man vor dem Tor des Gegners“, konstatierte Naß, der nun einige Wochen auf Julian Leicht verzichten muss, der sich einen Muskelfaserriss zuzog. Für Seckbach/Eintracht trafen: Leicht (7/4), Sommer (3), Walter, Merz, Baldes (je 2), Austermann (2/1), Trienekens, Gerspach und Schinzel.

SG Nied – TSG Nordwest 22:19 (13:9). – In der umkämpften und ausgeglichenen Partie hatte Nordwest den besseren Start. Ab dem 5:7 (15.) jedoch lief der 19-jährige Nieder Torhüter Patrick Teubner zur Höchstleistung auf und ließ bis zur Pause lediglich noch zwei Gegentreffer zu. Nach Wiederbeginn stand auch die Gästeabwehr besser, so dass die Mannschaft von Gästetrainer Volker Seeharsch schließlich zum 14:14 egalisieren und die Partie sogar zum 17:15 drehen konnte. Bis in die Schlussphase blieb es spannend, dann setzten sich die Gastgeber auch dank der besser besetzten Bank durch. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und was Einsatz und Kampfkraft angeht eine sehr gute Partie gemacht, wobei wir im Abwehrverband den Grundstein gelegt haben. Natürlich hat die Rückkehr von Sven Sturm wieder für mehr Alternativen gesorgt“, erklärte Nieds Trainer Roland Gehron.

Für Nied trafen: Trubeljanin (6/3), Sturm (5), Strubelt, S. Kister (je 4), Broser, Bambach und Tanner. Für Nordwest trafen: Euler (6), Kallis, Toepfer (je 4), Becker (2), Müller, M. Apitz und Jäger.

HSG Seckbach/Eintracht – HSG Sindlingen/Zeilsheim 36:26 (16:14) . – Die Gäste stellten durch ihr schnelles Umschaltspiel das Team von Trainer Naß vor große Probleme. Postwendend egalisierten die aggressiv und engagiert spielenden Sindlinger jede Führung der Gastgeber. Erst kurz vor der Pause konnten sich die Hausherren, die zwar auf Baldes und Seifert verzichten mussten, jedoch auf starke Alternativen zurückgreifen konnten, etwas absetzen. Der quantitative Vorteil zahlte sich nach der Pause aus. Ab dem 22:17 (35.) setzte das Gästeteam von Trainer Tomi Reschke alles auf eine Karte und riskierte dabei einige Male zu viel. Die Herausnahme des Torwarts zugunsten eines Feldspielers ging drei Mal nach hinten los. „Der Rest war Kür und auch ein in dieser Höhe verdienter Sieg“, befand Naß. Für Seckbach/Eintracht trafen: Leicht (12/7), Werner (6), Lindemann, Könze (je 4), Merz (3), Volkmann, Walter, Sommer (je 2) und Schinzel. Für Sindlingen/Zeilsheim trafen: Neder (7/5), Fribolin (4), Gemander, Löllmann (je 3), Mira (3/2), Herrmann, Narmanli (je 2), Riemenschneider und Eickhoff.

(ewa)

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