04.11.2017 03:30 | Roland Stipp

Fußball-Hessenliga: Heimpremiere für Mario Basler ausgerechnet gegen den Tabellenführer

Frankfurt Ausgerechnet gegen den Titelverteidiger erlebt Mario Basler am Samstag (14.30 Uhr) seine Heimpremiere als Trainer des Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt. Beim Gegner Hessen Dreieich steht mit Rudi Bommer ebenfalls ein Ex-Profi an der Seitenlinie.

So lernt man sich kennen: Rot-Weiss-Coach Mario Basler (links) und sein Neu-Isenburger Kollege Peter Hoffmann vor dem Spiel vor acht Tagen im Isenburger Sportpark. Die „Roten“ gewannen 3:2.
So lernt man sich kennen: Rot-Weiss-Coach Mario Basler (links) und sein Neu-Isenburger Kollege Peter Hoffmann vor dem Spiel vor acht Tagen im Isenburger Sportpark. Die „Roten“ gewannen 3:2. Bild: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser)

Zwei Niederlagen musste Mario Basler in drei Auswärtsspielen seit seiner Vorstellung als Nachfolger von Daniyel Cimen bei Rot-Weiss Frankfurt schon quittieren – und sich deswegen mehr als einmal an seiner Ankündigung erinnern lassen, aus den neun Spielen von seinem Amtsantritt bis zur Winterpause das Maximum von 27 Punkten holen zu wollen.

Nur in Neu-Isenburg klappte es unter Basler als neuem Trainer mit einem Sieg, der aber insgesamt erst der zweite in der laufenden Hessenliga-Saison war. Die Luft ist und bleibt auch unter dem prominenten Übungsleiter also dünn für die Fußballer vom Brentanobad.

Seit Basler vor drei Wochen als neuer Trainer der „Roten“ vorgestellt wurde, sind sportliche Veränderungen kaum zu erkennen. Doch, ja, das taktische System wurde natürlich geändert. Basler ließ zuletzt in einem 4-2-3-1-System spielen, unter seinem Vorgänger Daniyel war es eher ein flexibles
4-3-3 oder 4-1-4-1. Die Idee, situativ mit zwei „Sechsern“ zu spielen, kam in Cimens Zeit aber durchaus auch schon vor.

Qualitativ hat sich wenig geändert – wie auch? Die einzelnen Spieler befinden sich weiter auf dem Weg, der schon unter Cimen und dessen Co-Trainer Takis Arnautis eingeschlagen wurde. Und der braucht nun einmal Zeit. Knappe Resultate gab es von Anfang an, der Wille etwas zu reißen war oft genug erkennbar, die fehlende Abgeklärtheit auch. Und so gingen eben auch die Spiele in Ederbergland und Waldgirmes jeweils mit 0:1 verloren; der erhoffte Aufschwung lässt zumindest auf sich warten.

Für die holländischen Profis Prince Rajcomar und Cerezo Hilgen, über Kontakte von Verwaltungsratsmitglied Johny Baez vor knapp zwei Wochen von Rot-Weiss verpflichtet, liegen den Frankfurtern offenbar noch immer keine Spielgenehmigungen vor.

Und jetzt kommt also Hessen Dreieich – mit Rudi Bommer, der heute 60 Jahre alt ist und seine Profikarriere in den späten 90er-Jahren beendete, als der zwölf Jahre jüngere Basler sich rund um seinen Höhepunkt befand und bei Bayern München spielte. Basler kam als Nationalspieler 1994 beim 1:0 gegen Bolivien immerhin zu einem halbstündigen Einsatz bei einer Weltmeisterschaft, Bommer wurde zehn Jahre zuvor bei der Europameisterschaft in Frankreich im Vorrundenspiel gegen Portugal eingewechselt, das 0:0 endete. 1996 wurde Basler als Mitglied des deutschen Kaders zwar offiziell Europameister, musste verletzungsbedingt aber schon vor dem ersten Gruppenspiel die Heimreise aus England antreten.

„Mario wird alles tun, damit Frankfurt das erste Heimspiel unter seiner Regie gewinnt. Wir haben trotz der Niederlage gegen Watzenborn ein gutes Spiel gemacht und wollen die drei Punkte“, sagte Bommer vor dem Gastspiel in Frankfurt. Daniel Henrich und Tim Fließ stehen nach abgelaufenen Sperren wieder zur Verfügung.

Zum alten Rivalen

Für die Spvgg. Neu-Isenburg , die seit acht Spielen auf einen Sieg wartet, geht es heute zum Duell mit dem „alten Rivalen“ VfB Ginsheim aus der vergangenen Aufstiegssaison, der zuletzt ebenfalls keine Bäume ausgerissen hat. „Die haben zwar auch den einen oder anderen neuen Spieler, aber klar, man kennt sich. Und deshalb wissen wir auch, dass es dort immer sehr schwer zu spielen ist. Und dass Ginsheim über eine sehr gute Defensive verfügt, das wissen wir auch“, sagt Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann. Den passend dazu ausgerechnet im Angriff der personelle Schuh drückt: Neben Jan Gebhardt und Aljoscha Atzberger fällt nun auch noch Johannes Günther aus, dessen Muskelverletzung nächste Woche noch einmal genauer untersucht werden wird. Er rechne nicht damit, dass einer der drei Angreifer in diesem Jahr noch spielen kann, so der Coach.

Immerhin ist seit dem 1. November Mittelfeldmann Ephraim Uworuya für die „03er“ spielberechtigt, der sich nach seinem Wechsel von Alemannia Haibach zunächste einen Mittelfußbruch zugezogen hatte und deshalb nicht „freigemacht“ worden war. Dafür wiederum fällt Matthias Buschmann erkrankt aus. „Wir wären mit einem Punkt zufrieden“, folgert Hoffmann aus der personellen Misere.

(rst)

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