Fußball

Kalbach trotzt dem „Favoritenschreck“

Von ehr
Leon Günther (links) gelang der Ausgleich für Dortelweil in Neu-Anspach, am Ende hatten aber die Gastgeber um Kapitän Oliver Pauls das bessere Ende für sich.
Gerhard Strohmann/FNP

Auch der „Favoritenschreck“ 1. FC-TSG Königstein konnte den FC Kalbach in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West nicht stoppen. Auf Rang zwei schob sich der SV BKC Bosnien mit dem 3:1 gegen die FG Seckbach (siehe Extratext). In der Abstiegszone konnte sich die Spvgg. Fechenheim mit dem 5:3 gegen das Tabellenschlusslicht FV Hausen etwas Luft verschaffen.

1. FC -TSG Königstein – FC Kalbach 0:2 (0:0). – „Wir haben uns ziemlich schwergetan“, räumte Kalbachs Trainer Karol Drynda ein: „Es war ein glücklicher Sieg.“ Nachdem die Gastgeber die Führung durch Schäfer (17.) und Brandao da Silva (21.) versäumt hatten, steigerten die Frankfurter sich und waren durch Moussaoui (62.) und Mensah erfolgreich, der den Ball nach einem Schuss von Bausmann ins Tor spitzelte (65.). Den Sieg widmete die Mannschaft ihrem Co-Trainer Aaz-Dine Zarioh, der am Vortag Vater eines Mädchens mit Namen Mona geworden ist.

Spvgg. Fechenheim – FV Hausen 5:3 (4:1). – Robert Andresen, der Pressesprecher der Gäste, beklagte die gleichen Mängel wie schon in den meisten Partien zuvor: „Wir haben den ersten Durchgang verschlafen und dabei die Gegentore durch krasse und individuelle Fehler heraufbeschworen. 45 Minuten gute Leistung reichen einfach nicht aus in dieser Liga. Wir müssen die Vielzahl der Gegentreffer nicht nur in der Abwehr, sondern als komplette Mannschaft reduzieren.“ Die Gastgeber gingen durch Yilmaz in Führung (17.), die Anedam zunächst egalisieren konnte (24.). Tuygar (27./42.) und De Angelis (33.) sorgte dann für einen beruhigenden Pausenvorsprung. Weitere Tormöglichkeiten ließen Jusofie (18.), Ouass (48.) und Tuygar nach der Pause (50.) liegen. „Mit dem Ergebnis und der Darbietung unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden“, formulierte Fechenheims Sportlicher Leiter Asghar Ali-Jaali: „Mit der Leistung danach allerdings absolut nicht. Schon nach unserem dritten Treffer haben wir zurückgeschaltet, anstatt den Sack zuzumachen.“ So kamen die Gäste durch Tore von Anedam (55.) und Satilmis (77.) bei einem Gegentreffer von De Angelis (56.) noch einmal heran und hatten danach noch Torchancen durch Winkler (79.), Heinzmann (83.) und Shakouri (85.).

TuS Merzhausen – TSV Bad Nauheim 1:1 (0:0). – Tufan Tosunoglu, der Spielertrainer der Gäste, war zufrieden: „Es war ein schweres Spiel. Als Aufsteiger auswärts einen Punkt zu holen, ist natürlich ein Bonus.“ In einer an Torchancen armen Partie legten die Gastgeber vor (46.). Yasaroglu gelang erst spät der Ausgleich (89.).

Olympia Fauerbach – SKV Beienheim 4:0 (1:0). – Für Beienheims Pressesprecher Stefan Raab war der Grund der Niederlage offensichtlich: „Wir waren harmlos, Fauerbach effektiv.“ Immerhin 200 Zuschauer zog das Wetterauer Derby an. Sie sahen zunächst, dass der Gästeakteur Mike Michalak seinen Bruder Jens im Tor der Fauerbacher nicht überwinden konnte (11.). Besser machten es in der Folge Bodea (20./84.), Baufeldt (47.) und Wischtak (52.). Fauerbachs Sprecher Jürgen Güssgen atmete auf: „Endlich haben wir unsere Chancen konsequent genutzt“.

FC Neu-Anspach – SC Dortelweil 3:1 (0:0). – Die hochgehandelten Dortelweiler bleiben weiter ohne Sieg. Allerdings, so Co-Trainer Julian Mistetzky, gehen sie „im Angriff auf dem Zahnfleisch, weil mittlerweile die komplette Offensivabteilung verletzt ausfällt“. Die Gäste kamen nur zum Ausgleich durch Günther (66.). Für die Neu-Anspacher trafen Kraus (62.) und Kaus (70., Foulelfmeter/90.).

FC Oberstedten – DJK Bad Homburg 1:3 (0:2). – Tore: 0:1 Belfkih (25.), 0:2 Stoss (29.), 1:2 Warnecke (46.), 1:3 Belfkih (78.).

(ehr)

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