01.11.2017 03:30 | omü

Kreisoberliga Frankfurt: Makkabi und Westend leisten sich gleich viele Fehler

Frankfurt Fairplay in der Kreisoberliga Frankfurt: Am gestrigen Spieltag gab es keine Platzverweise.

Nach dem Last-Minute-Sieg bei Concordia Eschersheim rückt Griesheim Tarik Tabellenführer Fechenheim auf die Pelle. Die zuletzt kriselnde TSG 51 gewann gegen Viktoria Preußen.

Concordia Eschersheim – SV Griesheim Tarik 0:2 (0:0). – In der temporeichen Partie auf dem Rosegger waren beide Teams im ersten Abschnitt gleichwertig. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber immer stärker. Boris Wiedemer (50.) und Daniel Hopf (60.) vergaben beste Chancen, als sie im Eins-gegen-Eins an Torhüter Abdelaziz Bouyiri scheiterten. Dem spielerischen Übergewicht der Concordia setzte Tarik Kampf und Konter entgegen. Und wurde in der Nachspielzeit belohnt: Jeweils nach einem klasse Pass von Zakaria Amjahid trafen erst Mostafa El Aadmi (90.+3) und dann El Mard Zouhir (90.+6). „Die Mannschaft wollte den Sieg und ich habe den Gedanken verworfen, sie zu bremsen. Und auch wenn das nach hinten losging, bereue ich meine Entscheidung nicht“, sagte Eschersheims Trainer Roland Stipp.

FC Posavina – FC Kalbach II 2:3 (1:1). – „Wir waren nah dran, aber Kalbach war cleverer“, meinte Posavinas Sportlicher Leiter Pero Bosniak. Das 1:0 von Fabian Raue (36.) konnte Patrik Udovicic für die Gastgeber ausgleichen (45.). Dann traf Kalbachs Kapitän Lukas Höll zwei Mal (59./73.). Nach Franjo Orsolics 2:3 (77.) warfen die Gastgeber vergeblich alles nach vorne.

Germania Enkheim – SV BlauGelb 3:3 (0:1). – Beflügelt durch fünf Siege in Folge legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Karim Bökenkamp erzielte das 1:0 (30.), bei weiteren Gelegenheiten war aber Enkheims Keeper Sascha Beyer auf dem Posten. „Beyer hat uns im Spiel gehalten“, stellte Germania-Trainer Philipp Halbow fest. Amin Asli nutzte einen krassen Abwehrfehler zum 2:0 (55.), anschließend gingen Blau-Gelb die Kräfte aus. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Tino Cestonaro traf zum 1:2 (65.), ehe Daniel Ammersilge noch einmal für die Gäste erfolgreich war (82.). Doch Enkheim erkämpfte sich noch einen Punkt: Helder De Freitas Ferreira verwandelte einen Foulelfmeter (85.), Benjamin Binz setzte den Schlusspunkt (90.+1). „Wir sind stolz darauf, wie die Mannschaft gekämpft hat“, meinte Halbow.

FC Tempo – TSG Niederrad 7:2 (3:2). – Bis zur Pause hielten die Niederräder mit, wurden dann aber ausgekontert. Hinten ließen die Gastgeber wenig zu und als die TSG auf eine Dreierkette umstellte, hatte Tempo klare Vorteile. „Da haben wir wie aus einem Guss gespielt“, meinte Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic: „Wir haben gezeigt, dass wir die Klasse halten wollen.“ Die Torfolge: 1:0 Vladan Nikolic (8.), 1:1 Tayfun Aytan (17.), 2:1 Anil Kapoor (29.), 3:1 Borislav Pilipovic (36.), 3:2 Oktay Sen (42.), 4:2 Kubilay Polat (48., Eigentor), 5:2 Marijan Babic (61.), 6:2 Kapoor (79.), 7:2 Goran Grijak (85.).

SC Weiss-Blau – BSC Schwarz-Weiß 19 5:2 (2:2). – Im ersten Abschnitt tat sich das Team von Antonio Brenes noch schwer gegen den Tabellenletzten. Kapitän Oscar Kosok (5.) und Naser Al Abdullah (42.) hatten die Niederräder jeweils in Führung gebracht, Marco Hoffmann (22.) und Max Schneidmüller (44.) ausgeglichen. Die Gastgeber spielten weiter nach vorne und belohnten sich – Daniel Steinkohl (57.), Konstantin Schmidt Narischkin (79.) und noch einmal Kosok (82.) stellten das Ergebnis auf 5:2. „Wir hatten etwas gut zu machen, das hat die Mannschaft umgesetzt“, sagte der zufriedene Brenes.

TSG 51 – Viktoria Preußen 3:2 (1:0). – Die Gäste dominierten, machten aber zu wenig daraus. Auch machte TSG-Torwartoldie Holger Wenninger wieder einige Chancen zunichte. Viktoria-Trainer Ramzi Kallel war verzweifelt: „Wir kommen nicht vom Fleck. Wir sind nicht hungrig genug und vor dem Tor fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit.“ Die Tore: 1:0 Benedikt Burger (20.), 2:0 Moritz Fischer (53.), 2:1 Oskar Copik (59.), 2:2 Daniel Rother (65.), 3:2 Burger (89.).

FC Croatia – 1. FC Rödelheim 1:0 (0:0). – Der zurückgekehrte Trainer Daniel Konta fuhr den ersten Sieg ein. In der kampfbetonten Partie zeigten die Gastgeber keine Schwächen in der Abwehr. Rödelheim kam nur bis zur Strafraumgrenze, dann verpufften die Angriffsbemühungen. Croatia hatte David Todoric, der nach Zuspiel von Dennis Grancic aus 16 Metern abzog und traf (62.). Stanislav Konta, der Sportliche Leiter der Kroaten, meinte hoffnungsfroh: „Es geht wieder aufwärts.“

TuS Makkabi – SG Westend 3:3 (0:3). – Nach 45 Minuten schien die Partie gelaufen: Alen Tahirovic (12./44.) und Emir Rovcahin (18.) hatten getroffen. „Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt“, meinte Makkabi-Coach Max Eilingsfeld. Zu einem ähnlichen Fazit kam aber auch Westends Pressewart Thomas Horn bezüglich der zweiten Halbzeit: „Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an.“ Verständlicherweise, denn beim 1:3 spitzelte Branislav Glamocanin Torhüter Hilmo Peljevic den Ball weg (48.), beim 2:3 nahm Ibrahim Abbouz einen Westend-Einwurf auf und vollendete (67.), und das 3:3 von Mirsen Mehmedovic war dann noch ein Eigentor (74.).

(omü)

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