07.11.2017 03:30 | Gerhard Strohmann

Tischtennis: Tische aus dem Saarland für die größten deutschen Talente

Usingen Ein paar Jahre dürften noch ins Land gehen. Dann werden manche der jungen Tischtennis-Spieler, die in Usingen aufschlugen, im Fernsehen zu sehen sein.

Hessisches Talent im Finale des Mädchen-Wettbewerbs: Gaia Monfardini vom TTC Grün-Weiß Staffel.
Hessisches Talent im Finale des Mädchen-Wettbewerbs: Gaia Monfardini vom TTC Grün-Weiß Staffel. Bild: Gerhard Strohmann

Wetten, dass in Usingen der eine oder andere künftige Nationalspieler an der Platte gestanden hat? Beim Top-48-Ranglistenturnier des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) sind die 96 hoffnungsvollsten Talente der männlichen und weiblichen Jugend in der Buchfinkenhalle aufeinander getroffen. Mit der Ausrichtung dieses Mammut-Turniers hat der TTC Eschbach aus dem Ortsteil von Usingen in seiner 55-jährigen Vereinsgeschichte zum zweiten Mal im Blickpunkt des bundesweiten Interesses gestanden, nachdem er 2013 an gleicher Stelle die deutschen Mannschaftsmeisterschaften für Schüler veranstaltet hatte.

„Es hat alles geklappt wie am Schnürchen – angefangen von den Fahrdiensten für die Jugendspieler der Verbände, die mit dem Zug angereist waren, bis hin zur Verpflegung und Unterbringung der Teilnehmer und deren Betreuer“, zog Chef-Organisator Sebastian Wirth nach der Siegerehrung durch den Zweiten Vorsitzenden des TTC, Hans-Peter Kuhnert, und Wolfgang Schleiff vom DTTB ein positives Fazit.

„Das dreiköpfige Schiedsgericht ist nicht einmal angerufen worden“, lobte Wirth das sportlich vorbildliche Verhalten der 96 Teilnehmer. Ein Teil des Lobs durften auch die 19 Schiedsrichter aus dem hessischen Landesverband für sich in Anspruch nehmen. Die Herren in Schwarz, mit Wolfgang Bolt als Lokalmatadoren aus dem Usinger Land an der Spitze, leiteten 480 Spiele, die insgesamt mehr als 1500 Sätze dauerten. Die zwölf Spieltische waren extra für dieses Turnier aus dem Saarland in den Taunus transportiert worden.

Den Namen des Siegers kennen Tischtennis-Insider bereits. Kirill Fadeev, 16 Jahre alter Ausnahmespieler von Borussia Dortmund, war auch mit dem höchsten TTR-Wert (2107) aller Teilnehmer angetreten. „TTR“ steht für Tischtennis-Rating als Maßzahl für die Spielstärke und orientiert sich am Elo-System der Schachsportler.

Fadeevs Vater Evgeny (42) – russischer Meister 2001 – hatte am 22. Oktober zwei Punkte zum 6:1-Erfolg des BVB gegen den TTC OE Bad Homburg in der 2. Bundesliga beigetragen. Sein Sohn Kirill schickt sich an, in die Fußstapfen des Papas zu treten. In Usingen blieb er ungeschlagen und gewann das Finale gegen Tom Mykietyn vom TTC Vernich aus dem Kreis Euskirchen mit 11:7, 11:9, 9:11 und 11:8. Eine Überraschung gab es beim Turnier der Mädchen. Nicht die topgesetzte Gaia Monfardini vom TTC Grün-Weiß Staffel setzte sich im Endspiel durch, sondern die 17-jährige Qian Wan von Borussia Düsseldorf. Sie behielt beim 11:8, 5:11, 9:11, 11:6 und 12:10 die Nerven. Qian Wan hatte in der Zwischenrunde mit Sarah Mantz vom TSV Schwabenhausen auch die Nummer zwei der Setzliste besiegt.

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