Handball, 3. Liga

Trainer Langenbach: „Wir möchten unter die ersten vier“

Von ROBIN KUNZE
Motiviert in die neue Saison: Lena Riedel (links) und Andrea Mertens klatschen sich mit dem Maskottchen der Pirates ab.
Heiko Rhode (Heiko Rhode)/FNP

Bald ist die anstrengendste Zeit des Jahres für die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach vorbei. Wenn am Samstag die HSG Kleenheim/Langgöns zum Auftakt der 3. Liga Ost in der Albin-Göring-Halle gastiert (18 Uhr), dann geht die neunwöchige Vorbereitungszeit der „Pirates“ zu Ende. „Gegenüber der ein oder anderen ,normalen‘ Trainingseinheit war da die Stimmung der Spielerinnen schon manchmal gedämpft“, berichtet Trainer Marc Langenbach schmunzelnd. Prinzipiell sei die Stimmung innerhalb des Teams aber weiterhin sehr gut. „Das ist für den Saisonverlauf auch sehr wichtig“, weiß Langenbach.

Um die Motivation und Laune der Spielerinnen hochzuhalten und sie als Mannschaft zusammenzuschweißen, wurde der Trainingsplan immer wieder mit gemeinsamen Aktivitäten aufgelockert. So verbrachten die „Pirates“ mehrere Wochenenden zusammen, in einem Oberurseler Hotel wurde übernachtet. In der Superfly-Halle in Wiesbaden durften die Spielerinnen zudem das Abheben lernen – Trampoline machten es möglich.

HC Leipzig klarer Favorit

Für die anstehende Spielzeit möchten die TSG-Damen allerdings eher mit Bodenhaftung da anknüpfen, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört haben. Trotz zweier Trainerwechsel landete die Mannschaft auf einem guten fünften Rang und war lange Zeit auf Tuchfühlung mit der Spitze. „In diesem Jahr möchten wir gerne unter die ersten vier“, sagt Langenbach, der im Januar zur TSG zurückgekehrt war. Wobei der erste Platz nach Meinung des Szenekenners für den HC Leipzig reserviert ist. „Sie sind in dieser Liga das Nonplusultra und haben sich nochmals sehr gut verstärkt“, sagt der Trainer über den früheren Deutschen Meister.

Fünf Youngster sind neu

TSG-Manager Gerhard Döll scheint erneut einen guten Job als Kaderplaner gemacht zu haben. Sophie Löbig, Greta Bucher und Pia Özer konnten vom vorherigen Kooperationspartner WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt fest verpflichtet werden. Mit Torfrau Milena Deppisch und Linksaußen Linda Brocke zog Döll zudem zwei weitere Talente an Land.

Auf die Frage, ob sich Langenbach neben den hochveranlagten „Jungen“ nicht doch auch noch ein oder zwei „Gestandene“ gewünscht hätte, findet der Trainer eine deutliche Antwort: „Ein klares Nein!“ Dabei betont der Übungsleiter, dass er grundsätzlich sehr gerne mit Nachwuchskräften arbeite und Freude daran habe, diesen den letzten Schliff zu verpassen.

An Erfahrung mangelt es nach Ansicht des ehemaligen Zweitligaspielers ohnehin nicht im Kader. Mit den drittligaerprobten Rückraumspielerinnen Juliane Grauer, Andrea Mertens oder Saskia Schwering wurde frühzeitig verlängert. Gerade Grauer – im Mannschaftskreis nur „Witti“ genannt – dürfte sich über eine weitere Verpflichtung gefreut haben: Mit Franziska Chmurski spielte sie einst in der 2. Liga für den MTV Altlandsberg zusammen und wird dies nun erneut im Trikot der „Pirates“ tun. Nicht zu vergessen sind Kapitänin Lena Riedel sowie Lisa Lichtlein und Celine Gehrke. Linksaußen Lichtlein stabilisierte ihre Leistung auf gutem Niveau, eine weitere Steigerung ist ihr in dieser Saison durchaus zuzutrauen. Rückraumspielerin Gehrke schickte sich ebenfalls an, eine verlässliche Kraft im Team zu werden. Sie war zu Beginn der letzten Saison durch einen Kreuzbandriss ausgebremst und hat sich wieder herangekämpft. Und Lena Riedel geht nicht nur als Spielführerin voran, sie ist auch auf ihrer Position am Kreis in Sachen Einsatzwille stets ein Vorbild.

ROBIN KUNZE