Wassersport

Ein Ruder- und Augenschmaus

Von TOM HINRICHS
Die Renn-Achter passieren die Brücke.
FNP

Die Rennstrecke auf der Lahn bot den Zuschauern sehr gute Sichtmöglichkeit, die die Holzbrücke in Dietkirchen mit sich bringt. Das Drumherum rund um die Limburger Regatta war nicht zu optimieren. Auch die bereits vorhandenen Hütten des Verschönerungsvereins brachten den Vorteil, dass sie zum Verkauf des Regatta-Essens sehr gut geeignet waren.

Auf der engen Lahn hatten die Schiedsrichter bereits zu Beginn eine Menge Arbeit, denn die Kinder starteten zuerst in den Regatta-Tag, und teilweise waren die Kleinsten bei ihren Rennen noch etwas unbeholfen. Das gute Wetter sorgte bei allen für gute Stimmung, und so entstanden spannende Renn-Situationen. Auch aus Sicht des Limburger Clubs für Wassersport war die eigene Regatta ein voller Erfolg. Es gab wieder mehr Meldungen als im Vorjahr, und so besuchten unter anderem Vereine aus Witten, Dortmund, München, Meschede, Speyer, Hanau und Bonn die Lahn und machten die Regatta zu einer attraktiven Veranstaltung.

Ein Highlight war das letzte Rennen, da das Beste bekanntlich zum Schluss kommt: ein „Generationen-Achter“ des Limburger Clubs für Wassersport mit einem Ruderer aus Würzburg sowie zwei Ruderern und einer Steuerfrau aus Wetzlar. 21 Ruderer und zwei Steuerleute des LCW kämpften in einem wirklich äußerst knappen Rennen um den Sieg, denn Ziel war es nicht, dass ein Achter mit Abstand vorne wegfährt, sondern dass alle drei Achter gleich stark besetzt werden. Mit jeweils vier Senioren (U23) und vier Masters (Ü29) waren die Achter bestückt und führten zu einem denkbar knappen Zieleinlauf, den das Boot der Renngemeinschaft Limburg/Wetzlar gewann. So siegten Jakob Stalf, Felix Hackenbroch, David Wagner (W), Moritz Krekel, Oliver Muth, Lothar Rompel, Holger Will, Manfred Wüst und Steuerfrau Anna-Lisa Thorn mit einem halben Meter Abstand vor der Renngemeinschaft aus Würzburg, Wetzlar und Limburg sowie dem Vereinsboot des Limburger Clubs für Wassersport.

Der Sonntag startete im Vergleich zum Samstag um 8.30 Uhr sehr früh, versprach aber bis kurz vor 17 Uhr sehr viele spannende Rennen. Das Wetter zeigte sich leider nicht von der besten Seite, und so frischte ein Wind gegen die Fahrtrichtung der Regattastrecke auf und erschwerte den Ruderern das Vorankommen. Davon ließ sich aber niemand aufhalten, und am Sonntag hielten sich alle Ruderer in ihren Booten. Über den Tag verteilt startete wieder eine sehr große Anzahl an Booten vom Einer über die Gig-Boote (Breitensportboote) bis hin zum Achter.

TOM HINRICHS