04.11.2017 03:30 | Alexander Wolf

Handball: „Ein Sieg wäre cool“

Main-Taunus Der achte Spieltag in der Dritten Damen-Handball-Bundesliga Ost hält für die Vertreter aus dem hiesigen Kreis die unterschiedlichsten Aufgaben bereit.

Eine Szene aus dem Derby: Kriftels Jacqueline von Moltke (links) und Berit Thun versuchen, die Eddersheimerin Stefanie Güter aufzuhalten.
Eine Szene aus dem Derby: Kriftels Jacqueline von Moltke (links) und Berit Thun versuchen, die Eddersheimerin Stefanie Güter aufzuhalten. Bild: Marcel Lorenz

„Ein Sieg wäre cool, um dranzubleiben“, meint TuS Kriftels Christian Albat. Der Trainer des Tabellenvorletzten spürt nach nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen Druck, weiß die Situation aber auch einzuschätzen. „Das 19:32 im Derby haben wir aufgearbeitet. Da waren vor allem unser Angriffsspiel und die Positionsangriffe das Problem.“ Gegen die TSG Eddersheim verteidigten die Kriftelerinnen beherzt und gut, brachten aber ein Drittel ihrer freien Würfe nicht ins Ziel. Hinzu kamen leichte technische Fehler und Ballverluste. „Wenn du defensiv eine Minute um den Ball kämpfen musst und ihn dann vorne so leicht herschenkst, ist das auf Dauer frustrierend“, stellt Albat klar.

Dynamischer Gegner

Genau diese Fehler wollen die Gastgeberinnen am Sonntag ab 17 Uhr in der heimischen Schwarzbachhalle abstellen. Mit dem HC Leipzig kommt eine extrem junge und nicht sonderlich erfahrene Mannschaft in den Main-Taunus-Kreis. Allerdings steht der Tabellenvierte nicht umsonst so weit oben. „Sie sind schnell, dynamisch und können auch aus der Distanz gut werfen“, beschreibt der Heimtrainer die Vorzüge des Gegners. Deswegen gilt es für seine ersatzgeschwächte Mannschaft – Janine Pfuhl könnte ebenso ausfallen, wie Hannah Weiser mit Fußproblemen – „hinten sicher zu stehen“.

Wenn die Gastgeberinnen ihre defensive Stärke in die Waagschale werfen können und vorne besser treffen als gegen Eddersheim, rückt auch das Renommee des kommenden Gegners in den Hintergrund. Zwar sind die Leipzigerinnen mit 21 deutschen Meistertiteln (zuerst 1953, zuletzt 2010) Rekordhalter. Nach der in diesem Jahr angemeldeten Insolvenz des Vereins, stieg die Bundesliga-Mannschaft in die III. Liga ab. Das dort aktive Nachwuchsteam hat nun die Rolle der Ersten Mannschaft übernommen. Wie die Kriftelerinnen befinden sich also auch die Ostdeutschen noch in der Entwicklungs- und Findungsphase. Die Tagesform könnte also durchaus auch zugunsten der TuS-Damen entscheiden . . .

Optimistisch gen Osten

Unter besseren Vorzeichen gehen die Eddersheimerinnen sonntags ab 16.30 Uhr beim HV Chemnitz ins Spiel. Die Hausherrinnen aus Sachsen kassierten zuletzt in Fritzlar eine Niederlage und verloren davor auch gegen Kriftel mit 26:28. Die Auswärtsmannschaft von Chefcoach Tobias Fischer kann also nach dem Derby-Kantersieg auch beim Viertletzten mit breiter Brust auftreten. Aus einer ausgeglichenen Bilanz mit drei Siegen und drei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen, könnte im siebten Punktspiel eine positive Tendenz entstehen. Der Tabellensiebte kann mit einem Sieg auch an der FSG Ober Eschbach/Vortaunus vorbeiziehen. Vorausgesetzt, die Spielgemeinschaft verliert heute das Heimspiel gegen die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim (19.45 Uhr).

(awo)

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