Fußball

Höchster Doppelschlag im Derby

Von Klaus Wiebe
Eckhard Weller und seine Teamkollegen von der SG Hoechst liefen selten Gefahr, im Derby beim VfB Unterliederbach das Heft aus der Hand zu geben.
Marcel Lorenz/FNP

Am Ende stand ein hochverdientes 2:0 für die Gäste zu Buche, das durchaus noch höher hätte ausfallen können.

„Das war heute eine sehr blutarme Vorstellung unserer Mannschaft. Da war oftmals kein großer Wille zu erkennen“, äußerte sich der Unterliederbacher Vorsitzende Michael Diefenbach enttäuscht.

Die SG Hoechst war von Beginn an klar spielbestimmend. Nach 20 Minuten hätte sie eigentlich schon drei oder vier Tore erzielen müssen. Zwei Mal lief Adrien Antinac auf Torwart Marcel Schmitz zu. Zunächst traf Antinac den Ball nicht richtig, Schmitz konnte ihn aufnehmen. Dann brachte der Angreifer den Ball nicht am entgegenkommenden Torwart vorbei. Danach schloss Ali Douh eine Flanke von Ahmed Akkazene schwach ab, nach einer Hereingabe von Antonio Bianco schoss Nils Pitas den Ball vorbei.

Dazwischen war Unterliederbach nur zu einem Angriff gekommen. Celal Yesil spielte seinen Bruder Caner an, dessen Schuss wurde abgeblockt, und der nachsetzende Huseyn Yacin schoss drüber. Nachdem Celal Yesil nach einem abgewehrten Freistoß ebenfalls über die Latte gezielt hatte, folgten in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit die beiden entscheidenden Tore.

Zunächst erlaubte sich Krzysztof Bilski einen unnötigen Ballverlust, Antonio Bianco konnte flanken und Fabio Silveira einköpfen. Beim 2:0 konnten sich Adrien Antinac und Silveira gegen drei Abwehrspieler behaupten, Antinac schoss den Ball aus spitzem Winkel mit Wucht unter die Latte.

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Gastgeber zunächst mehr vorgenommen haben. Sie kamen zu einigen Angriffen, doch ein Erfolg stellte sich nicht ein. So zielte der eingewechselte Mohamed Asbai aus halblinker Position am kurzen Eck vorbei. Mit zunehmender Spielzeit gelang dann dem Unterliederbacher Team kaum noch etwas. Daher konnten die Gäste das Geschehen stets kontrollieren, Schwierigkeiten hatten sie keine mehr. Ihr Sieg hätte noch höher ausfallen können, doch ließen sie es einige Male im Abschluss an der nötigen Konsequenz fehlen. Bei der klarsten Möglichkeit zielte der neu gekommene Volkan Burakcin hoch über die Latte. Bianco hatte mit einem Solo über rechts die Vorarbeit geleistet.

Unterliederbach: Schmitz – Bilski, Fischer, Cosar, Salmanel – Marius Antinac, Blum (65. Hirschle), Koustar, Yalcin (46. Imsahmeh) – Caner Yesil (46. Asbai), Celal Yesil. Hoechst: Fuhrmann – Sidibe, Weller, Njegic, Trumpp – Douh (81. Hajradinovic), Bianco, Akkazene, Pitas – Adrien Antinac (66. Tezado), Silveira (50. Burakcin). Tore: 0:1 Silveira (40.), 0:2 A. Antinac (45.).

Klaus Wiebe