06.11.2017 03:30 | Volker Hofbur

Handball-Oberliga: Siegtreffer durch direkten Freiwurf

Münster In der Handball-Oberliga setzten sich die Handballer der TSG Münster gegen den starken Aufsteiger RW Babenhausen mit 24:23 (11:11) durch.

Setzte sich immer wieder durch: Bastian Schwarz (rechts, gegen den Babenhausener Simon Brandt) war nur schwer zu stoppen.
Setzte sich immer wieder durch: Bastian Schwarz (rechts, gegen den Babenhausener Simon Brandt) war nur schwer zu stoppen. Bild: Marcel Lorenz

Großer Jubel auf der mit 250 Zuschauern gut besetzten Tribüne. Mit dem Abpfiff verwandelte Bastian Schwarz einen direkten Freiwurf zum Sieg für seine Mannschaft.

28 Sekunden vor Schluss hatte Babenhausen in Überzahl ausgeglichen. Trainer Jens Illner nahm sofort die Auszeit. „Ich habe zur Mannschaft gesagt, dass sie die Uhr erst herunterspielen und dann Holger Kruse ins Spiel bringen soll, der mit einer eins-gegen-eins-Situation möglichst einen Siebenmeter herausholen sollte“, beschrieb er seine Ansage, die seine Mannschaft auch so umsetzte. Die Babenhausener schafften es aber, Kruse früher festzumachen, so dass es eine Sekunde vor dem Ende noch einen direkten Freiwurf für die Gastgeber gab. „Bastian Schwarz ist abgeknickt und hat den Ball irgendwie als Heber ins lange Eck gebracht. Er war drin“, war Illner noch einen Tag später verwundert über dieses Tor. Sein Babenhausener Kollege Oliver Schulz, bestens bekannt aus seiner erfolgreichen Zeit bei der TSG Münster, konnte mit diesem Treffer nicht so gut umgehen, so dass es zu tumultartigen Szenen in der Halle kam.

Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt. Die Gastgeber traten mit einer eigens einstudierten 5:1-Deckung an, profitierten aber von dem Fehlen eines starken Linkshänders beim Aufsteiger, so dass sie sich darauf konzentrieren konnten, mit Eisenhuth einen der besten Torschützen der Ligen aus dem Spiel zu nehmen. „Das hat Sebastian Jacobi auf der Position des Vorgezogenen richtig gut gemacht“, freute sich Illner. Seine Mannschaft hatte in der ersten Halbzeit ihrerseits Probleme, gegen die 3:2:1-Deckung des Gegners zum Erfolg zu kommen. „Wir hatten damit gerechnet, dass sich irgendwann Lücken bilden würden, aber daraus ist irgendwie nichts geworden“, berichtete der Münsterer Trainer, der sah, wie seine Mannschaft mit vier Toren in Folge aus einem 2:4-Rückstand ein 6:4 machte, es dann aber verpasste, sich wie später beim Stand von 9:7 absetzen zu können. „Es war wirklich nicht einfach, sie zu knacken“, erklärte Illner, der sich seinerseits aber über die starke 5:1-Deckung freute.

Geschlossene Leistung

In der zweiten Hälfte hatten die Münsterer den besseren Start und setzten sich in den ersten zehn Minuten auf 16:13 ab. „Es ist uns aber wieder nicht gelungen, uns entscheidend abzusetzen und für eine frühzeitige Entscheidung zu sorgen“, musste der Münsterer Trainer erkennen. Zudem war bei den Gastgebern in den Köpfen, wie glücklich Babenhausen in dieser Saison – zuletzt auch gegen den TV Hüttenberg II – bereits agiert hatte und dass dies für sie äußerst bitter wäre. Doch selbst, als die Gäste beim 20:19 in der 52. Minute erstmals nach der Pause in Führung gegangen waren, beeindruckte die Gastgeber nicht. „Die Mannschaft hat eine gute Moral und hat das richtig gut weggesteckt“, berichtete Illner und freute sich, wie seine Mannschaft nun agierte. In den letzten beiden Minuten mussten die Gastgeber gar in Unterzahl agieren. „Wir hatten in Dino Spiranec einen guten Torwart, die Mannschaft hat im Angriff eine geschlossen starke Leistung gezeigt – unter der tollen Regie von Sebastian Jacobi, der immer die Nerven behalten hatte.

Münster: Spiranec (1. bis 60.), Klein, Kunz; Schwarz 8/2, Molzahn 4, Jacobi 3, Kruse 3/1, Völlger, Ikenmeyer, Schuster je 2, Frieman, Scheerer.

(vho)

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